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Thema: Austauschmotor oder Motorüberholung

  1. #1

    Austauschmotor oder Motorüberholung

    Hallo,

    habe ja bereits im "Teile gesucht" Forum gepostet, da ich bei meinem thirty five (95er) Motor- und Getriebeprobleme habe. Der Motor zieht unter Last Öl in den Verbrennungsraum und wirft es dann zum Auspuff wieder raus. Das Getriebe ist ziemlich ausgefahren. Der 2. Gang hakt sehr stark und der Rückwärtsgang fliegt häufig von alleine wieder raus.

    Wäre es sinnvoller einen gebrauchten Austauschmotor+Getriebe zu besorgen oder den aktuellen Motor+Getriebe vom Motorenbauer überholen zu lassen? Ein Mini Motor ist nach meinem Wissen im Schnitt nach ca. 100.000km "hinüber". Bei einem gebrauchten Motor besteht das Problem, dass man sich das selbe Problem nur aus einem anderen Mini einbaut.
    Bei einer Überholung wäre es vielleicht ein Problem, da der Motor danach nicht mehr in einem Originalzustand wäre und somit vielleicht später andere Überraschungen auf einen warten.

    Ich würde um ein paar fachmännische Meinungen bitten

    Gruß

  2. @'Hessi'

    Wenn man eine MINI-Werkstatt hat, der man vertrauen kann, oder selbst ein sehr guter Mechaniker ist, dann ist im Falle des SPIs ein 'Eigen-AT', bzw.eine Instandsetzung nicht die billigste aber eine sehr gute Möglichkeit. (Die vermutlich bessere)

    Motor:
    --Die Angebote z u v e r l ä s s i g e r SPI-AT-Motoren, bei denen wirklich auch Arbeiten ausgeführt wurden, die keiner sieht und keiner bemerkt, die aber recht viel Geld(Aufwand) kosten, und 'nur' die Haltbarkeit unterstützen, diese Angebote sind sehr, sehr rar.

    Getriebe:
    --Bei Getrieben ist das exakt genau das Gleiche !

    --Und im Angebot oder in der Rechnung stehen zu haben 'AT mit 1 Jahr Garantie und 2 Jahren Gewährleistung', das hilft niemandem. Wenn dann nach 2 1/4 Jahren der Spaß ein Ende hat, dann ist das auch kein Spaß mehr.

    --Bei richtiger Behandlung sollte aber ein AT-Motor und ein AT-Getriebe auch 150TKM halten. Das setzt aber eine hochwertige Qualität voraus.

    In der Quintessenz hieße das, bei Auswahl von kompletten AT-Angeboten nicht 'über den Preis' , sondern über die Qualität zu kaufen, oder gleich mit den richtigen Partnern vor Ort ein 'Eigen-AT' anzupeilen. Wenn denn solche Partner vor Ort sind.

    Andreas Hohls
    Alle Beiträge verstehen sich als rein sachliche Aussage und tolerieren Meinungen und Vorlieben eines Jeden, auch wenn sie konträr entgegenstünden.

  3. #3
    Danke für die schnelle Antwort! Entschuldige mein dummes Fragen, aber für was steht das AT? AT-Motor ist ein Austauschmotor? Eigen-AT ist ein Eigenaustausch?

    Würdest du mir dann eher zu einer Instandsetzung des aktuellen Motors und Getriebes raten? Mein Ziel ist weniger eine schnelle billige, sondern eher eine nachhaltigere Lösung.

    Hat hier jemand Erfahrung mit instandgesetzten Motoren? Ich bin doch sicher nicht alleine mit dem Problem.

  4. #4
    Hola!

    Ohne jetzt der ganz große Spezialist in Sachen Motorinstandsetzung zu sein würde ich immer den vorhandenen Motor neu aufbauen lassen.
    Wenn das einmal gemacht wurde, weiß man was man hat. Außerdem kann man den eventuell vorhandenen Wunsch nach Mehrleistung vorher besprechen und eventuell gleich ein leichtes Tuning (standfest) mit einfließen lassen...
    Billig dürfte das ganze beim (Mini)Fachmann nicht werden, aber man hat Ruhe.

    Wegen der Fahrleistung: Wieviele Kilometer im Jahr fährst du mit deinem Mini, ist es ein Alltagsauto, oder ein "Liebhaberstück"? Bei ca. 5.000 km im Jahr, dauern selbst die 100.000 km bis zum "nächsten Motortod" doch etwas... (Ich denke/hoffe ein gut gepflegter und immer schonend warm gefahrener Motor dürfte auch länger halten...)

    Ist es allerdings ein Alltagswagen und du hast nicht vor ihn die nächsten zehn Jahre zu behalten, bzw. der Zustand der Karosserie würde das nicht zulassen, würde ich die billigere Variante wählen und einen gebrauchten Tauschmotor einbauen (lassen).
    Also:
    Abwägen was man mit dem Wagen vor hat, Angebote einholen, entscheiden... :D

    Gruß,

    Stefan

  5. Zitat Zitat von hessi
    ..Wäre es sinnvoller einen gebrauchten Austauschmotor+Getriebe zu besorgen oder den aktuellen Motor+Getriebe vom Motorenbauer überholen zu lassen? ...
    Gebrauchte Einheiten (Motor+Getriebe) in gutem Zustand aus verlässlicher Quelle sind sehr sehr selten.
    Insbesondere ohne Mini Fachwissen wird daraus schnell ein Drama.

    Dieses Fachwissen ist aber sowohl beim Motorenbau, als auch beim späteren Zusammenbau von Motor und Getriebe unbedingt erforderlich.
    Gruß
    Michael Hagedorn

    Allbrit.de

  6. @'Saschä'

    --'AT' = 'Austausch'

    Und 'Austausch' bedeutet, daß man den gleichen Umfang, den man kaufen möchte, zuvor als aufbaufähiges Altteil abgegeben haben muß. Oder man zahlt ein Altteilpfand obendrauf und bekommt das bei Hergabe eines aufbaufähigen Altteiles zurück.

    --'Eigen-AT' ist eine 'Wortschöpfung' die unterstellt, daß man die Revision des vorhandenen Gebraucht-/Verbrauchtmotores unter eigener Kontrolle mit Hilfe einer örtlichen Motoreninstandsetzung macht.

    --Je nach Anbieter hat man in beiden Fällen die Möglichkeit, Verbesserungen (Härtung/Wuchtung) mit in den Aufbau einfließen zu lassen.

    --Und Obiges bezieht sich sowohl auf Motoren als auch auf Getriebe.

    Beispiel:
    --Man kann zum Beispiel bei einem Motorden Kurbeltrieb härten/wuchten oder Pleuel/Kolben Kombi auf gleiches Gewicht bringen.

    --Man kann zum Beispiel ein AT-Getriebe mit passendem Zwischengehäuse und eingemessenem Zwischenrad anbieten oder ohne, mit grundsätzlich allen Lagern neu oder nur sichtbar schadhaften usw.

    Andreas Hohls
    Alle Beiträge verstehen sich als rein sachliche Aussage und tolerieren Meinungen und Vorlieben eines Jeden, auch wenn sie konträr entgegenstünden.

  7. Gibt es denn grundsätzliche Einwände dagegen den Motor bei einem "normalen", nicht unbedingt Mini-Spezialisten aber ansonsten sehr guten, Motoreninstandsetzer durchführen zu lassen!?
    Ich habe einen früheren Schulkollegen der eine eigene Insandsetzungsfirma hat, er macht u.A. auch Rennmotoren für die Slalom- und Bergrennscene. Er hat mir auch schon öfters etwas gemacht, auch schon einen kompletten Motor neu aufgebaut. Ich habe nur schon mal gelesen, daß der Minimotor seine Eigenheiten hätte die "nur" ein Mini-Spezialist alle kennen würde .... was ist dran an einer solchen Aussage? Zu was würdet ihr mir raten?



    Andy
    Hab zwar keine Ahnung, davon aber ne ganze Menge!


  8. Kennt er die Drehmoment Werte aller wichtigen Schrauben, ?
    dass Axial-Spiel der Kurbelwelle, der Primärrades und des Zwischenrades und weiss er, wie dieses zu korregieren ist ?

    Dann wird er den Job fachmännisch ausführen können.
    Gruß
    Michael Hagedorn

    Allbrit.de

  9. #9

    Alles ist möglich ...

    ich hatte damals meinen "örtlichen" Motoreninstandsetzer beauftragt...Das war in der Zeit vor dem Mini-Forum allerdings zu Zeiten in denen ich einen Meister an der Uni an der Hand hatte der Abends mit viel Geduld Zylinder mit mir vermessen hat ...

    Offensichtlich hat der Motoreninstandsetzer recht gute Dieste gelesitet. Heute weiß ich es besser :D Heute würde ich es wieder tun .. aber mit mehr eigenem Input. Meine (!) Strategie wäre

    - Umhorchen ob ein Mini erfahrener Instandsetzer in der weiteren (!) Umgebung ist
    - Kostenrahmen bei diesem für Demontage, Begutachten, überholen der "üblichen" Dinge am Block, Teile und Montage abchecken.

    Dann entscheiden ob dieses Paket lohnt (Fahrt und Kosten)

    Eigenleistungen können sein:

    - Motorausbau und Reinigung
    nach Absprache (!) mit dem Instandsetzer ggf:
    - Trennen der Kupplung und trennen Motor- Getriebe
    - Motor-Getriebeeinheit wieder einbauen

    In Deinem Fall:

    Kosten mit dem "kumpel abklären", einen Teilelieferanten auswählen der auch technisch unterstützen mag....

    Hab ich was vergessen ?

    Joa .. Edit sagt noch ... Drehmomentwerte stehen auch im Handbuch ... englischsprachig bevorzugt
    Geändert von lüdder (17.12.2007 um 17:28 Uhr)
    15.08.04 On the road again... der "Kleine" :D

  10. 'Andy S'

    Wie in jedem Metier gibt es auch bei Bauern von Wettbewerbsmotoren 'Sehr Gute', 'Ordentliche' und 'Pfeiffen'.

    Die beiden Erstgenannten werden die Dinge, die sie nicht haben, immer zunächst einholen (Information), bevor sie sich an die Arbeit machen.

    Und dann ist die Arbeit sicher mindestens so gut, wie die eines 'MINI-Spezialisten', der es nicht wirklich versteht oder aber mit ungeeigneten Materialien arbeitet.

    Andreas Hohls
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