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Thema: Kann eine Batterie bei Kälte "überlaufen"?

  1. #1

    Kann eine Batterie bei Kälte "überlaufen"?

    Servus miteinander,

    mein Mini steht seit November in einer trockenen, aber unbeheizten Garage. Vor ein paar Wochen ist mir schon aufgefallen, dass sich unter dem Batteriekasten ein feuchter Fleck mit ca. 40 cm Durchmesser gebildet hat. Ich hatte zuerst den Wischwasserbehälter in Verdacht, aber als ich den Kofferraum und den Batteriekasten von innen inspiziert habe, war nichts Auffälliges zu sehen - alles trocken. Konnte mich dann nicht weiter darum kümmern und hab gestern abend noch einmal kurz einen Blick unter den Mini geworfen. Der Fleck ist natürlich zwischenzeitlich getrocknet. Zurückgeblieben ist ein weißer, salzartiger Rand. Deshalb mein Verdacht, dass die Brühe aus der Batterie kam. Bleibt nur die Frage warum? Die Batterie war die ganze Zeit abgeklemmt und wurde nicht geladen, das Fahrzeug wurde nicht gestartet. Es war zwar teilweise sehr kalt in der Garage, aber alle anderen dort gelagerten Flüssigkeiten (auch diverse Wasserflaschen) haben die Kälte klaglos überstanden, also kann es auch wieder nicht so kalt gewesen sein.

    War das bei euch auch schonmal so? Ich stelle den Mini schon seit Jahren so ab, bis jetzt hat das nie Probleme gemacht. Dank des Abklemmens hat die Batterie z.T. auch nach 6 Monaten Standzeit noch genug Saft gehabt, um den Kleinen in Gang zu bringen. Da ich meinen Schlüssel nicht dabei hatte, habe ich gestern nicht mehr probiert, ob die Batterie noch funzt.

    Gruß, Jan
    _____________________________________________
    Ich leide nicht unter Realitätsverlust - ich genieße ihn!

  2. #2
    Dabei seit
    08 2001
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    Recke bei Osnabrück
    Beiträge
    3.449
    Habe ich so auch noch nie gehört, zumal sie ja abgeklemmt war, dann kann ja eigentlich nix mehr fliessen...

    Wenn doch, dann kannst Du Dich sehr bald vom Batteriekastenboden verabschieden..

    wie abgeklemmt?
    Beide Pole ab?
    nur 1 Pol ab? Wenn ja, welcher?
    Kabel für Radio oder so drangelassen?

    Inno-Uwe
    LOUD PIPES SAVE LIVES !!!

    ---> fehlende Leistung wird durch den WAHNSINN des Fahrers ergänzt !!!


  3. #3
    Hi,

    ich wüsste nur das Batterien überkochen, wenn man sie mit zuviel Ladestrom füttert, bzw. die Ladespannung zu hoch ist, beispielsweise durch ein defektes Ladegerät oder einen defekten Lichtmaschinenregler.

    Hallo Chemiker: wie ist denn der Gefrierpunkt der Schwefelsäure, in geladenem und entladenem Zustand? Dennoch frieren Autobatterien ja auch bei -20° normalerweise nicht ein.

    Ganz einfach: nimm doch die Batterie mal raus, dann müsste man doch sehen, ob z.B. das Gehäuse geplatzt ist oder Zellen leer sind.

    Grüße,
    Andreas

    Edit: "Achtung! Entladene Akkus frieren durch die geringere Schwefelsäurekonzentration rasch ein." - aus: http://www.elweb.info/dokuwiki/doku....leiakkumulator
    Mir war so, das entladene Batterien eher einfrieren...

    Aber bei geladenem Akku mit 36,9% Schwefelsäurekonzentration lese ich hier:
    http://www.diss.fu-berlin.de/diss/se...8/12_kap12.pdf
    einen Gefrierpunkt von -60°C ab.

    Bei 7,7% in entladenem Zustand sind das dann eher nur -5°C...
    Geändert von jack union (08.03.2011 um 17:35 Uhr)
    irgendwas ist ja immer...

  4. #4
    Zitat Zitat von jack union Beitrag anzeigen
    Hi,

    ich wüsste nur das Batterien überkochen, wenn man sie mit zuviel Ladestrom füttert, bzw. die Ladespannung zu hoch ist, beispielsweise durch ein defektes Ladegerät oder einen defekten Lichtmaschinenregler.

    Hallo Chemiker: wie ist denn der Gefrierpunkt der Schwefelsäure, in geladenem und entladenem Zustand? Dennoch frieren Autobatterien ja auch bei -20° normalerweise nicht ein.

    Ganz einfach: nimm doch die Batterie mal raus, dann müsste man doch sehen, ob z.B. das Gehäuse geplatzt ist oder Zellen leer sind.

    Grüße,
    Andreas

    Edit: "Achtung! Entladene Akkus frieren durch die geringere Schwefelsäurekonzentration rasch ein." - aus: http://www.elweb.info/dokuwiki/doku....leiakkumulator
    Mir war so, das entladene Batterien eher einfrieren...

    Aber bei geladenem Akku mit 36,9% Schwefelsäurekonzentration lese ich hier:
    http://www.diss.fu-berlin.de/diss/se...8/12_kap12.pdf
    einen Gefrierpunkt von -60°C ab.

    Bei 7,7% in entladenem Zustand sind das dann eher nur -5°C...
    Korrekt.

    Ergo: Nächstes mal die Batterie richtig aufladen.

  5. #5
    "Abgeklemmt" ist sie über einen Trennschalter, den wir in der Art auch für Versuchsfahrzeuge (bei Daimler) verwenden. Also grundsätzlich sollte da nichts dran verkehrt sein. Und wie gesagt, entladen war die Batterie bei der Art des Abklemmens noch nie. Ich konnte immer (auch nach 6 Monaten in der Kälte) sofort starten. Deswegen bezweifle ich mal, dass sie wirklich eingefroren ist. Und von oben sah es auch nicht direkt so aus, als ob sie geplatzt wäre. Auf den ertsen Blick sah es in der Batterieschale auch nicht nass aus, aber irgendwo muss das Zeug ja hergekommen sein. Vielleicht schaue ich morgen mal unter die Batterie, möglicherweise weiß ich dann was los ist. Dachte nur, evtl. könnte jemand den weißen (salzigen) Rand, der zurückgeblieben ist, einer bestimmten Flüssigkeit zuordnen. Wollte halt nicht gerade daran lecken ;).
    _____________________________________________
    Ich leide nicht unter Realitätsverlust - ich genieße ihn!

  6. #6
    Dachte nur, evtl. könnte jemand den weißen (salzigen) Rand, der zurückgeblieben ist, einer bestimmten Flüssigkeit zuordnen.
    --> Batterieelektrolyt.

  7. Ein ganz anderer Gedanke.

    Durch das doch sehr kalte und feuchte Winterwetter hat sich im geschlossenen Kofferraum sehr viel Kondenswasser gebildet und an der tiefsten Stelle (Batteriekasten) duch die vorhandenen Löcher getropft.

    Zur Batterie, ich würde sie mal rausholen, genau begutachten und den Batteiriekasten ebenso. Ist alles unauffällig dann wird das obrige wahrscheinlich sein.
    Allerdings sollte man ne Batterie immer ganz voll laden, wenn sie im Winter in einer Frostgefärdeten Unterkunft verbleibt. Wenn man gefahren ist, ist die Batterie techn isch betrachtet nie ganz voll. Am besten auch alle 2 Monate mal nachladen. Besser lagert man sie kühl und dunkel also ausgebaut im Keller aber auch voll geladen. Das verlängert das Batterieleben ungemein.
    Und nur weil die Batterie die "Mißhandlungen" jahrelang ertragen hat, muß sie es diesen Winter ja nicht getan haben.
    Da der Stromkreis unterbrochen war kann man kurzschluß/Überladung ausschließen. Folglich bliebe nur eine Beschädigung durch Frost, was aber am Gehäuse erkennbar sein sollte.

  8. Ich hab bei mir so einen Batterie-Trimmer drangehabt. Ist das gut? Der Gedanke, wenn dieser Trimmer den Ladezyklus simuliert und die Batterie gerade entladen wird, es aber nachts deutlich unter null Grad ist, kann mir die Batterie kaputtfrieren???

  9. #9
    Zitat Zitat von biz Beitrag anzeigen
    Ein ganz anderer Gedanke.

    Durch das doch sehr kalte und feuchte Winterwetter hat sich im geschlossenen Kofferraum sehr viel Kondenswasser gebildet und an der tiefsten Stelle (Batteriekasten) duch die vorhandenen Löcher getropft.

    Zur Batterie, ich würde sie mal rausholen, genau begutachten und den Batteiriekasten ebenso. Ist alles unauffällig dann wird das obrige wahrscheinlich sein.
    Hm, an der Kondenswassertheorie könnte was dran sein. Normalerweise ist meine Garage absolut trocken, egal wie das Wetter draußen ist. Aaaaaber...im Januar war es ja schonmal ein paar Tage ziemlich warm (so um die 15°), in der Garage war es aber immer noch knackig kalt. Als ich dann mal das Tor geöffnet habe, lief Minuten später förmlich das Wasser von den Wänden und vom Mini. Durchaus möglich, dass es dann am Mini runtergelaufen ist und sich an einem Punkt gesammelt hat (genau unter der Batterie). Erklärt nur noch nicht den "Salzrand".

    Da hilft wohl nur genauer schauen :D. Das Internet beantwortet wohl doch noch nicht alle Fragen. Ab und an muss man halt doch noch das Sofa verlassen. Mann, bin ich eine faule Sau geworden :D.
    _____________________________________________
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  10. Zitat Zitat von brooklands Beitrag anzeigen
    Hm, an der Kondenswassertheorie könnte was dran sein. Normalerweise ist meine Garage absolut trocken, egal wie das Wetter draußen ist. Aaaaaber...im Januar war es ja schonmal ein paar Tage ziemlich warm (so um die 15°), in der Garage war es aber immer noch knackig kalt. Als ich dann mal das Tor geöffnet habe, lief Minuten später förmlich das Wasser von den Wänden und vom Mini. Durchaus möglich, dass es dann am Mini runtergelaufen ist und sich an einem Punkt gesammelt hat (genau unter der Batterie). Erklärt nur noch nicht den "Salzrand".

    Da hilft wohl nur genauer schauen :D. Das Internet beantwortet wohl doch noch nicht alle Fragen. Ab und an muss man halt doch noch das Sofa verlassen. Mann, bin ich eine faule Sau geworden :D.
    Salzränder entstehen auch schon mal bei Betonfußböden ohne Versiegelung. Ganz extrem, wenn Salpeter austritt.
    Oder Salzluft sammelte sich in der Halle, weil eine gut gesalzene vielbefahrene Straße direkt an der Halle vorbeiführt. Oder.... man könnte sich einiges zusammenreimen.
    Und genau das Wetter im Januar meinte ich, da war meine Werkstatt die reinste Tropfsteinhöhle und meine Minis waren so naß, wie noch nie da drin.
    Deswegen, wenn der Lack im Batteriekasten noch OK ist und die Batterie auch, dann würde ich es darauf schieben.

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