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Thema: '66 Moke Komplettrestauration

  1. #1

    '66 Moke Komplettrestauration

    So, nun ist es soweit. Seit zwei Tagen steht die neu erstandene Moke-Großbaustelle in meiner Garage. Es gibt extrem viel Arbeit daran, aber zum Einen hält mich das (hoffentlich) vom Huddeln ab, und zweitens ist ein English Moke Mk I im restaurierten Zustand den investiereten Aufwand auch wert.

    Es handelt sich um einen originalen Linkslenker, der im März '66 in die USA (!) ausgeliefert wurde. Nach Chicago, aber als Ganster-Fluchtauto wird er eher nicht getaugt haben.... ;)

    Noch habe ich keine genaue Bestandsaufnahme gemacht, aber er hat wirklich extrem viel Rost an sehr vielen verschiedenen Teilen. Werde mir das in den nächsten Tagen mal genauer anschauen, eine Liste der auszutauschenden Teile erstellen - und dann überlegen, ob ich nicht gleich eine Replacement-Karosserie von M-Parts oder RunaMoke kaufe. Da kann ich dann sicher sein, dass sie rostfrei und stabil ist und alle Maße und Anschlusspunkte (weitestgehend) passen.

    Ich fürchte auch, dass eine professionelle (Tauch)Entlackung/Entrostung, der Kauf der Teile und das Geld, das ich dem helfenden Karosseriebauer für den riesigen Aufwand werde geben müssen, in der Summe fast den gleichen Betrag ergeben werden.

    Ich hoffe, in den Tagen nach Weihnachten mal Zeit für eine eingehende Untersuchung zu finden. Und dann wird schnell entschieden, ob flicken oder doch besser neu kaufen.

    Weitere Fortschritte werden hier kund getan, auch werde ich wohl ein Fotoalbum anlegen. Noch habe ich gar keine eigenen Fotos, daher hier nur ein paar wenige, die ich vom Verkäufer erhalten habe als erster Eindruck von der anstehenden Mammutaufgabe.

    Und natürlich bin ich offen für Ideen und Anregungen, und froh über alle Erfahrungsberichte und Hilfestellungen! Vielen Dank schonmal im Voraus!
    Vera
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    .

  2. Wünsch dir erstmal viel Erfolg bei der Resto. Die Basis scheint ja recht gut. :thumpsup: Bin mal gespannt wofür du dich letztlich entscheidest ... werds in jedem Fall mitverfolgen! Let´s go! ;)
    Wenn Du denkst Du hast alles im Griff fährst Du zu langsam :D:D:D

    Man sollte erkennen wenn etwas vorbei ist...um sich auf etwas neues zu freuen!




    http://tooltime-minis.jimdo.com/

    http://mini-streetfighter.jimdo.com/

  3. #3
    Gute Basis? Nun ja. Es gibt praktisch kein Blechteil, das KEINE Durchrostung hat. Die Bodenwanne ist komplett hinüber, ebenso die inneren Seitenwände, das Fußblech, das Frontpanel etc. pp.. ALLES andere hat kleinere Löcher. Und das Bodenblech unter dem rechten Seitenponton, also da, wo normalerweise die Batterie stünde, ist nichtmal mehr ansatzweise vorhanden.

    Mir graut ein wenig davor, dass nach dem Raustrennen einzelner Bleche die komplette Kiste zusammenbricht oder dass ich Bodenblech und Fußpanel nicht richtig zusammen bekomme usw.. Es gibt tatsächlich ein paar Stellen, wo wirklich nur noch Luft ist. Da braucht es dann wahrscheinlich schon sehr viel Erfahrung.

    Na, schaunmermal. Erstmal werde ich alles abbauen und zerlegen, dann ein passendes Montagegestell anfertigen und die Karosse fest drauf montieren. Sofern nicht vorher alles zusammenbricht..... ;)

    Ich bleib dran und versuche, regelmäßig zu berichten. Erstmal allen schöne Weihnachten! Gruß
    Vera

  4. #4
    So, es geht endlich richtig los. Für den 17. Dezember ist die Ankunft der Neukarosse von M-Parts terminiert. Leider ist es in unserer Halle allerdings derzeit einfach zu kalt zum Lackieren, daher muss der Aufbau wohl doch erstmal noch bis zum Frühjahr warten. Habe nochmal ein Bild der völlig fertigen Originalkarosse von unten dran gehängt.

    Dafür sammeln sich die Zubhör- und Ersatzteile langsam im Regal. Habe z.B. gerade einen wunderschönen silbernen Tacho aus einem Mk I Cooper erstanden, der prima mit der angedachten Farbe harmonieren wird. Nachdem zuerst eine Lackierung im originalen Spruce-Green geplant war, erschien mir das dann letztlich doch zu militaristisch oder förstermäßig. Auch gibt es so viele grüne Mk I - Mokes.

    Bei der Suche nach einem geeigneten Farbton, der auch schön mit old-english-white lackierten Stahlfelgen kontrastiert, kamen wird schließlich auf ein tiefes Dunkelrot. Dazu dann Sitzpolster und Verdeck in Hellgrau; passendes Kunstleder in hochwertiger Qualität (originales 60er Jahre BMW-Material) habe ich noch in ausreichender Menge von der geplanten / geplatzten Restaurierung des blauen Mk I übrig. Und dazu dann der silberne Tacho. Wie an anderer Stelle schon geschrieben suche ich übrigens noch Schnittmuster oder vergammelte Exemplare von Sitzpolstern und Verdeck als Vorlage für den Sattler.

    Aktuell haben wir damit begonnen, die Technik zu zerlegen zwecks Überholung und Aufhübschung. Natürlich müssen alle Gummiteile neu, außerdem alle Brems- und Spritleitungen, Haupt- und Radbremszylinder, Lenkung etc. pp.. Und dann wird der Motor neu abgedichtet und im originalen Grünton lackiert.

    Beim Öffnen der vorderen Bremsen bin ich übrigens zur Überzeugung gekommen, dass die abgelesene Laufleistung von nur 13.000 miles wirklich authentisch ist. Die originalen Bremstrommeln sind innen wie neu, keinerlei Einlaufspuren. Außerdem lassen sich trotz optisch deutlich anderen Eindrucks alle Schrauben an Technik und Karosserie leicht öffnen. Sieht soweit gut aus.

    Ein unerwartetes Problem hat sich aber dann doch noch ergeben. Der Tank muss nämlich wegen winziger punktueller Perforationen überholt werden. Ich schwanke jetzt zwischen selber machen (und möglicherweise den Tank damit endgültig zerstören) oder für teuer Geld in Bochum bei einer Fachfirma professionell machen lassen. Mein Plan für's selber machen war, die kleinen Stellen rostfrei zu machen und dann per Hartlöten zu verschließen. Anschließend dann den gesamten Tank von außen mit einem spritresistenten Kunstharzüberzug versiegeln. Hat jemand Erfahrung damit? Habe mal Detailfotos der Löchlein angehängt.

    So. Das war's erstmal wieder; demnächst mehr!
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  5. #5
    Also erhalte ich durch anbau von Teilen aus BJ.66 an eine neue Karosse einen 66ziger?
    Ok brauche noch die Plakette und den Brief.
    Restauration ist für mich(bitte hier das MICH beachten) etwas anderes, Du baust alte Teile an.
    Gruss Ulf

  6. #6
    Die neu gebaute Karosserie von M-Parts, wie auch die vom Run-A-Moke, gilt offiziell als "Ersatzteil". Wird exakt nach alten Maßen, mit allen Originalsicken ec., von Hand gebaut. Meine ist - mit auch nur halbwegs vertretbarem finanziellen und zeitlichem Aufwand - definitiv nicht zu retten. Zumal der Gammel in absolut ALLEN Falzen, Nähten etc. sitzt. Die Alternative ist, die Karosserie komplett in ihre Einzelteile zu zerlegen, alles einzeln zu strahlen, dann ca. 50% der Bleche durch Neuteile zu ersetzen. Da bleibt auch nicht mehr wirklich viel erhalten. Ich hatte, auf Anregung von M-Parts, die aus Originalitätsgründen auch gerne Teile der alten Karosse weiter verwendet hätten, zahlreiche Detailfotos dort hin geschickt. Die postwendende Antwort war "keine Chance, da ist nichts mehr zu retten"!

    Fast alles außer der Karosse bleibt ansonsten original, von defekten und Verschleiß-Teilen abgesehen. Bei M-Parts wird die originale Plakette mit der Seriennummer auf die neue Karosse geschweißt. Dadurch wird sie zum "Original" und die alte Schrottkarosse verliert ihre Identität.

    "Restaurierung" oder "Neuaufbau" - mir ist das egal solange das Ergebnis stimmt! Übrigens ist es bei der wannenartigen Bauweise der Karosserie ziemlich schwierig, diese ohne Hilfskonstruktionen wieder gerade zusammen zu basteln. Zumal mir im Bodenbereich praktisch alle Stoßstellen fehlen, also kein möglicher Ansetzpunkt zur Orientierung existiert! Warte mal auf die Freischaltung des Fotos vom Unterboden.....

  7. #7
    Ich find jetzt da nix schlimmes, wie Vera das macht :).

    Is doch egal, es geht doch ums schrauben und Spass dran haben :).

    Wir ham genug Bürokratie in D..müssen das hier nich ham ;)+

    Möp!

  8. #8
    Ich wäre, bin der letzte der darüber ein Urteil fällen kann.
    Aber das ist am Ende immer (nur) eine neue Karosse(hier viel bla bla siehe oben),aufgepebt mit alten Teilen.
    Ich finde auch nichts Schlimmes daran ,aber 66-original ist was anderes(auch hier bitte meine persönliche Meinung beachten).
    Gruss Ulf
    Geändert von Key (06.12.2012 um 23:38 Uhr)

  9. #9
    Zitat Zitat von Key Beitrag anzeigen
    Ich wäre, bin der letzte der darüber ein Urteil fällen kann.
    Aber das ist am Ende immer (nur) eine neue Karosse(hier viel bla bla siehe oben),aufgepebt mit alten Teilen.
    Ich finde auch nichts Schlimmes daran ,aber 66-original ist was anderes(auch hier bitte meine persönliche Meinung beachten).
    Gruss Ulf
    Bin gespannt auf das Projektergebnis.

    Veras Moke ist ein original 66'er Moke, der restauriert wird um am Ende wieder auf der Straße zu fahren... :thumpsup: (...alternativ völlig vergammelt wäre -wieder einer weniger. :()

    Wo fängt Originalität an und wo hört sie auf?

    Sind völlig originalgetreue durchrestaurierte Minis noch original? Sind Minis noch original wenn man Teile tauscht (Bremsbeläge der Neuzeit, Scheibengummi, Motor oder gar die Karosse)? Ist ein Mini, von dem nur noch der Brief und die Plakette existiert noch ein Mini?

    Fahrzeug erhalten und gutes Gelingen. :) :thumpsup:

  10. #10
    Wo fängt Originalität an und wo hört sie auf?


    Hier offensichtlich beim Brief-Plakette-so wo ist dein Problem ?
    Bremsbeläge etc-meinst du das ernst?
    Es wird also eine Plakette von einem 66-ziger auf eine neu erstellte Karosse geschweisst , und dadurch wird sie automatisch(weil M-Part das macht) zu einem 66-ziger?
    Am Ende ist also nur noch der Brief-Plakette Original.
    Gruss Ulf

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