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Thema: Probleme mit der Zündung

  1. Probleme mit der Zündung

    Hallo zusammen,

    mein 69er Mini will seit ein paar Tagen nicht mehr anspringen. Erst dachte ich, es liegt an der Kälte. Aber da sich gar nichts gemuckt hatte hab ich mal einen kerzenstecker abgezogen und eine andere Kerze dran gesteckt.
    Siehe da: Kein Funke.

    Wie gehe ich bei der Fehlersuche am besten vor? Wie kann ich prüfen ob die Spule der Grund ist oder der Verteiler?

    Kann die Kälte irgendwas mit dem Problem zu tun haben?

    Vielen Dank für eure Hilfe!

  2. #2
    Kälte sollte eher weniger das Problem sein, es sei denn, die Batterie ist "platt".

    Dann würde aber auch der Anlasser nicht mehr drehen.

    Wenn er zuletzt gelaufen ist und jetzt nach längerer Standzeit plötzlich nicht mehr zündet, könnte es einfach nur ein oxydierter Unterbrecherkontakt sein.

    Einfach mal einen Streifen Naßschleifpapier mehrmals zwischen den Kontaktplättchen durchziehen.

    Mess doch mal, ob an der Spule (+) überhaupt Spannung anliegt, wenn die Zündung eingeschaltet ist.

    Es könnten auch einfach nur oxydierte Steckverbinder an der Spule sein.

    Gruß, Diddi

  3. #3
    Zitat Zitat von Plunder Beitrag anzeigen
    Aber da sich gar nichts gemuckt hatte hab ich mal einen kerzenstecker abgezogen und eine andere Kerze dran gesteckt.
    Siehe da: Kein Funke.
    Und die zusätzliche Testkerze lag auch mit dem Gewinde auf Masse, und baumelte nicht nur am Zündkabel?

    Ansonsten würde ich auch mal einen Blick unter die Verteilerkappe werfen, wie Diddi schon sagt Kontakt prüfen, und den Zustand von Verteilerfinger und Kappe ansehen.

    Grüße,
    Andreas
    irgendwas ist ja immer...

  4. Ja Kerze lag am Block an, da hab ich drauf geachtet.

    Das Problem trat nicht nach Standzeit auf. Der Wagen wurde 2 Tage vorher zuletzt bewegt.

    Verteilerkappe werd ich mir auf jeden Fall mal angucken.

    Die Spule hat ja mehrere Anschlüsse. (glaube 4 kleine und das Kabel zum Verteiler. Für was ssin die denn alle? Also 2 sind ja wahrscheinlich + und Masse. Aber die anderen 2?...

    Werde aber glaube ich mit der Reperatur noch ein wenig warten bis es wärmer wird ;)

    Kann man mit einem einfachen Multimeter den Spulenstrom messen? Also der der zum Verteiler geht?

  5. #5
    Auf den beiden Flachsteckerklemmen der Zündspule sind immer doppelte Stecker, das sind also letztendlich nur zwei Klemmen:

    zum einen:
    +12V bei eingeschalteter Zündung

    zum anderen:
    Masseleitung, die zum Unterbrecherkontakt führt. Dort steckt teilweise noch ein weiterer Stecker, der zum Drehzahlmesser führt, wenn vorhanden.

    Diese beiden Kontakte sind die Primärseite der Spule.

    Der mittlere Zündkabelanschluß, der zum Verteiler führt ist die Sekundärseite, der Hochspannungsausgang. (Auch das sind für einen Stromkreis natürlich zwei Anschlüsse, aber der andere ist in der Spule selbst mit einem der beiden Primäranschlüsse verbunden.)

    Messen kannst du, wenn du von den beiden Primäranschlüssen alle Stecker abziehst, den Innenwiderstand der Spule mit einem Multimeter. Das sollten je nach Zündsystem so 1,6 bis 3,2 Ohm sein. Misst man dort keinen Durchgang, ist die Spule kaputt.

    Ansonsten: prüfen, ob 12V vorhanden, wenn Zündung eingeschaltet.

    Grüße,
    Andreas
    irgendwas ist ja immer...

  6. Hallo zusammen,

    trotz kälte habe ich mich mal ne halbe stunde Raus begeben.

    Zündung an, Betzinpumpe tickert, keine Spannung an den Primäranschlüssen der Spule.
    Hab mir daraufhin die Kabel in unmittelbarer Nähe mal angeguckt. Das sieht alles zeimlich heruntergekommen aus. Vemrute da ist irgendwo ein Kabel gebrochen. Allerdings komisch dass es dann nicht während der Fahrt aufgetreten ist sondern nach 2 Tagen stand.

    Habe auch gleich mal versucht den Spulen Widerstand zu messen. Kenne mich leider nicht wirklich gut mit meinem Multimeter aus. Habe den auf die Stellung 20k geschaltet und da habe ich 5,19 gemessen. Also Zwischen Sekundäranschluss und beiden Primäranschlüssen. Also egal welcher.
    Bedeutet dass 5,19kOhm (Kilo-Ohm)

    Ist die Zündung nochmal extra abgesichert? Also dass es vll die Sicherung rausgehauen hat?!
    Batterie ist übrigens geladen und Anlasser dreht ganz normal.

    Wie aufwendig ist es dann den Kabelbaum der den rechten Kotflügel entlang verlauft komplett zu wechseln? Wo endet der?
    Gibts den irgendwo zu kaufen oder muss man sich den selbst anfertigen lassen?

  7. #7
    Schau dir mal den Sicherungskasten und die Stecker daran genau an, auch die Rückseite des Sicherungskastens. Das gammelt gerne...

    Schalte dein Multimeter auf "200" und messe nochmal zwischen den beiden Klemmen (nur die beiden Primärklemmen).

    Grüße,
    Andreas

    Edit: Kabelbäume gibt's fertig bei den Händlern, da nur genau auf das Mini-Modell und Baujahr achten. Der Motorkabelbaum geht im wesentlichen nur durch den Motorraum und hat einen gesteckten Übergang zum Rest des Autos in der Nähe des linken (in Fahrtrichtung gesehen) Motorhauenscharniers. Meist hilft aber das Säubern der Steckverbindungen, neue Stecker, die mit einer guten Zange verpresst werden, und Batteriepolfett an den Verbindungen.
    Geändert von jack union (06.02.2012 um 17:17 Uhr)
    irgendwas ist ja immer...

  8. #8
    Zitat Zitat von Plunder Beitrag anzeigen
    Zündung an, Betzinpumpe tickert, keine Spannung an den Primäranschlüssen der Spule.
    Hab mir daraufhin die Kabel in unmittelbarer Nähe mal angeguckt. Das sieht alles zeimlich heruntergekommen aus. Vemrute da ist irgendwo ein Kabel gebrochen. Allerdings komisch dass es dann nicht während der Fahrt aufgetreten ist sondern nach 2 Tagen stand.
    Ein Kabelbruch entsteht natürlich nicht im Stand. Es wäre aber durchaus möglich, dass es kurz davor war, und das Kabel dann beim Abstellen des Motors vollständig gebrochen ist.

    Ich gehe aber weniger von einem Kabelbruch aus, sondern eher von Oxydation eines Steckverbinders.

    Mess doch mal bei eingeschalteter Zündung direkt am Sicherungskasten.

    Dort sollten an der unteren Sicherung auf der Beifahrerseite 2-3 weiße Kabel aufgesteckt sein.
    Bei eingeschalteter Zündung sollten hier 12V anliegen.
    Wenn du mit einem Multimeter nicht so fit bist, tut´s auch eine Prüflampe.
    Eine gute Prüflampe kann man sich z.B. mit einer Bilux-Birne leicht selbst bauen. Die "dicke" Birne hat auch den Vorteil, dass auch Strom fließen und nicht nur Spannung anliegen muss, um sie leuchten zu lassen.
    Mit einem Multimeter kann man trotz Übergangswiderstand 12V messen, da nur geringer Messstrom fließt.
    Wenn an solch einem Übergangswiderstand aber Strom fließen muss, bricht die Spannung zusammen und die Birne glimmt nur noch, leuchtet aber nicht hell auf ;)

    Leuchtet sie, wenn sie am Sicherungsklasten "hängt", ist zumindest die Versorgung vom Lima-Spannungsregler über´s Zündschloß bis zum Sicherungskasten OK.

    Dann klemmst du die (-) Seite an der Zündspule ab und testest mit der Prüflampe, ob am (+) Anschluss der Spule auch Spannung anliegt bzw. Strom fließt.
    Leuchtet die Prüflampe auch hier, ist auch die Versorgung bis hin zur Spule i.O.
    Glimmt sie nur oder leuchtet sogar garnicht, liegt der Fehler zwischen Sicherungskasten und Spule.

    Jetzt klemmst du die (-) Seite der Spule wieder an und hängst die Prüflampe zwischen (-) an der Spule und Masse.
    Zündung einschalten und den Motor von Hand durchdrehen.
    Dabei sollte die Prüflampe leuchten (Unterbrecherkontakt geöffnet) und irgendwann wieder erlöschen (Unterbrecherkontakt geschlossen).

    Leuchtet die Lampe dabei dauerhaft, schleißt der Unterbrecherkontakt nicht mehr (Oxydation oder defekt)
    Leuchtet die Lampe dabei überhaupt nicht, öffnet der Unterbrecherkontakt nicht mehr (Kurzschluß, Nockenläufer defekt) oder eben die Spule hat keinen Durchgang mehr.

    Ist bis hierhin alles OK und trotzdem kein Zündfunke zu finden, dürfte der Fehler in der Verteilerkappe oder den Hochspannungskabeln liegen.
    Auch ein defekter Kondensator kann zum Totalausfall führen. Meistens verursacht er aber nur einen zu schwachen Zündfunken.

    Gruß, Diddi

  9. So, heute Nachmittag kam ich mal dazu was am Mini zu machen.
    Hab die Spule mal losgeschraubt und die Kabel abgezogen. Kontakte abgeschliffen und Öl und Fett der letzten Jahrzehnte entfernt.
    Die Kabel sehen ziemlich mies aus. An den Stellen wo sie aus dem Kabelbaum rauskommen sind sie genkickt und die Insolierung kaputt.

    Die Spule habe ich durchgemessen. 1,9 Ohm zwischen den Klemmen.

    Hab dann alles wieder zusammengebau und er spang wieder normal an.
    Dabei habe ich nicht wirklich etwas repariert.

    Hab dann nochmal versucht bei Zündung an /Motor die Spannung zwischen den Steckern zu messen... Fehlanzeige... irgendwas mach ich wohl falsch.

    Außerdem hab ich festgestellt, das er nich anspringt wenn man eines der Kabel die von den Primäranschlüssen zum Verteiler führen abzieht. Was haben diese Kabel für eine Funktion?

    Und warum ist das Massekabel (weiß schwarz) das aus dem Kabelbaum kommt und an den Verteiler geht, zweiadrig? Also 2 getrennte Kabel auf einem Stecker?

    Zum Kabelbaum:
    Also ich habe keinen Stecker befunden. So wie dass aussieht läuft der Strang bis zur Spritzwand hinterm Vergaser und verschwindet da in der großen Öffnung. Allerdings habe ich noch nicht weiter geforscht.

  10. #10
    Gast Guest
    Zitat Zitat von Plunder Beitrag anzeigen
    Und warum ist das Massekabel (weiß schwarz) das aus dem Kabelbaum kommt und an den Verteiler geht, zweiadrig? Also 2 getrennte Kabel auf einem Stecker?

    Ein Kabel geht nach innen , wo man den Drehzahlmesser dann anschließen kann .

    Ist übrigens keinesfalls " Masse " sondern nur Minus der Zündspule ;) .

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