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Thema: 96er SPI Öldruck zu niedrig

  1. #1

    96er SPI Öldruck zu niedrig

    Hallo erst mal,
    ich bin seit Heute neu im Forum und bitte um Eure Hilfe.
    In den vergangenen 3 Jahren habe ich meinen 96er SPI Balmoral Edition von Grund auf restauriert, außer den Motorblock, da dieser vorher tadellos lief, ohne jeden Makel. Beim TÜV und bei der Anmeldung lief gestern alles gut, Motor lief gut und schnurrte, wie ein Kätzchen, doch bei der Heimfahrt von der Anmeldung ging die Öl-Kontrollleuchte bei Standgas an, später ging der Motor beim Anbremsen an der Kreuzung sogar aus, läßt sich aber leicht wieder starten. Die Öl-Lampe flackert bis kurz über 2000 U/min und geht dann aus.
    Den Öldruck-Schalter habe ich bereits erneuert, Öldruck-Ventil muss ich noch wechseln. Das Fahrzeug rußt jetzt auch noch dazu. Habe jetzt im Forum schon viele Beiträge gelesen, bezüglich hängendes Öldruck-Ventil, Ventilsitze, Ventilschaftdichtungen, Kolbenringe, Kopfdichtung, Unterdruckschläuche (der Wagen ruckelt auch hin und wieder mit teilweise heftigen Aussetzern, läuft dann aber plötzlich wieder ruhig und zieht gut durch, bis zur nächsten Kreuzung, aber er rußt !? Ich fürchte das Schlimmste (nach 3 langen Jahren Arbeit und absolut reibungsloser Wiedermontage)
    Hat jemand ähnliche Erfahrungen und/oder hilfreiche Tipps, wie ich einer Motor- Demontage aus dem Weg gehen könnte ?
    Danke schon mal im Voraus

  2. #2
    Öldruck: Ich würde mal einen mechanischen Öldruckmesser versuchshalber anschließen.
    Rußen und Ruckeln: Erst dann den Rest abklären

  3. Schon mal den Ölstand überprüft? Welche Ölviskosität fährst Du?
    Fakt ist, der Öldruckschalter geht recht spät an. Das heißt es ist fast kein Öldruck mehr vorhanden und das sollte unbedingt schnellstens geklärt werden, warum das so ist. Dazu ist ein mechanischer Öldruckmesser genau das was man braucht. Ich würde so nicht damit fahren.
    Sobald dann klar ist, wie sich der Öldruck wirklich bei welcher Öltemperatur verhält über weiter Maßnahmen nachdenken. Das Öldventil zu erneuern wäre der erste Schritt und wenn das nichts bringt geht es ans zerlegen der Antriebseinheit. Ursachen könnten hier ein verstopftes Sieb vom Ansaugrohr sein, eine verschlissene Ölpumpe oder stark verschlissene Lagerschalen vom Pleul- und Kurbelwellenlager.
    Erst wenn der Öldruck OK ist lohnt sich die Suche nach dem Ruckeln und Rußen.

  4. #4
    Hi, das geht ja sehr zügig, mit den Antworten, danke
    Ja, es wurde ein mechanisches Manometer angeschlossen (Miniwerkstatt in Brunssum (NL). Im Leerlauf knapp unter 1 bar, mit Drehzahl, ca. 3000--> ca. 3 bar. Öltemperatur bleibt immer im grünen Bereich, so der Spezialist in der Werkstatt. Das Getriebe wurde komplett überholt, es ist neues 20W50 Öl frisch eingefüllt, immer noch transparent (keine Verschmutzungen erkennbar) Ölfilter ist neu. Der Motor macht keinerlei Klingel- oder Klappergeräusche, oder irgendwelche Vibrationen, die auf Lagerschäden verweisen würden, aber das ist natürlich noch zu Prüfen.

  5. 3 bar bei 3000 U/min sind recht wenig und im Leerlauf unter 1 bar sowieso. Sowenig Druck hat mein 1000er noch nicht einmal mit 120°C Öltemperatur und ich mach mir da schon Sorgen, weil dann der Öldruck im Standgas schon mal knapp unter 2 bar sinken kann ...
    Wenn also das Regelventil nicht klemmt bzw. starken Verschleiß zeigt, dann wird es wohl darauf hinauslaufen den Motor zu zerlegen.
    Es ist übrigens sehr beruhigend, daß sich der Motor noch gesund anhört. Das gibt Hoffnung, daß die Folgeschäden nicht so groß sind und vielleicht mit einer neue Ölpumpe schon alles wieder OK ist (reine Spekulation).
    Auf jeden Fall empfehle ich Dir so nicht groß rumzugfahren, sonst könnte sich das mit den Folgeschäden recht schnell ändern.

  6. #6
    Hi, das geht ja sehr zügig, mit den Antworten, danke
    Ja, es wurde ein mechanisches Manometer angeschlossen (Miniwerkstatt in Brunssum (NL). Im Leerlauf knapp unter 1 bar, mit Drehzahl, ca. 3000--> ca. 3 bar. Öltemperatur bleibt immer im grünen Bereich, so der Spezialist in der Werkstatt. Das Getriebe wurde komplett überholt, es ist neues 20W50 Öl frisch eingefüllt, immer noch transparent (keine Verschmutzungen erkennbar) Ölfilter ist neu. Der Motor macht keinerlei Klingel- oder Klappergeräusche, oder irgendwelche Vibrationen, die auf Lagerschäden verweisen würden, aber das ist natürlich noch zu Prüfen.

  7. #7
    Sorry, habe noch mal die Antwort von eben gesendet, muss erst üben...

    Danke für die bisherigen Tipps, ich begebe mich gleich mal wieder an die Arbeit.

  8. #8
    Hallo,
    ich habe am Wochenende noch das Öldruckventil erneuert. Der Kolben hatte einseitig Riefen, und es hingen auch ein paar sehr kleine Metallspäne in der Bohrung.
    Diese habe ich mit einem kleinen Stabmagnet (in einem Tuch eingewickelt) aus der Bohrung geholt und alles gründlich gereinigt. Neuteil eingeölt und eingebaut. Die Öldruckanzeige leuchtet noch immer auf, aber nur, wenn der Motor gut warm ist, und dann nur unterhalb von 1000 1/min.

    Auf den Classic Days Schloss Dyck am Wochenende, habe ich mich mit einem erfahrenen Rennsport Motoren-Aufbereiter / Spezialisten für Youngtimer aus der Region unterhalten. Dieser meinte, es wäre dringend ratsam, jeweils ein Zusatz Instrument für Öldruck und Öltemperatur zu installieren. Dazu noch einen Combi-Adapter für Öldruck-Manometer und Öldruck-Lampe. Das werde ich definitiv als nächstes schon mal nachrüsten, klingt logisch.
    Zu den erforderlichen mindest- Drücken hatte er allerdings abweichende Werte, im Vergleich zu meinen bisherigen Informationen--> Richtwerte: 0,5 bar im Leerlauf, 2 bar bei 2000 1/min, 3 bar bei 3000 1/min,...bis 5(6) bar wäre alles im grünen Bereich. Dazu einen Druckschalter, der erst bei 0,4 bar die Warnleuchte ansteuert, damit man nicht unnötig nervös wird.
    Wenn ich den Öl-Einfüllstutzen abnehme, kann ich schon erkennen, dass die Stößelstangen bei Leerlauf mit etwas Öl benetzt werden, das sieht auch gut aus.
    Kennt jemand die Öldruck - Herstellerangaben für den 96er SPI ?
    Übrigens, läuft der Motor wieder sauber und ohne Ruckeln und Spucken --> ich habe mir noch mal die Unterdruckschläuche genauer angesehen, und siehe da, das Gummi-Winkelstück an der Benzinfalle (langer Schlauch vom Steuergerät) war längs eingerissen. Neues Teil reingebaut, und alles ist wieder gut, ...außer der verflixte Öldruck.
    Morgen geht der Wagen noch mal zum Voll- check in die Werkstatt, wenn die das nicht im eingebauten Zustand hinbekommen (wie auch immer), lasse ich den Motor bei der Gelegenheit komplett überholen. Alles Andere macht sonst keinen Sinn. Mein Fazit bisher: wenn schon Voll-Restauration, dann auch mit Motor Überholung, egal, wie fein der vorher gelaufen ist. Bei mir stehen schon zwei weitere 1000er Minis in der Warteschleife, die ebenfalls immer in der Familie bleiben werden, da mache ich keine halben Sachen mehr...
    Gruß
    Johannes

  9. Mal im Klartext gesprochen.
    Auch wenn Du das nicht hören willst und lieber irgendwelchen Aussagen glauben schenken magst, die Dir besseres sagen.
    Dein Motor ist hinüber und braucht eine Revision.
    Wenn die Öldrucklampe angeht im Stand (Regelventil ist in Ordnung), dann sind die Ölpumpe und auch vermutlich die Lagerschalen soweit verschlissen, daß hier recht schnell weiterer Schaden entstehen wird, was die Überholung noch teurer macht. Ein gesunder Motor hat bei einer Öltemperatur von 120°C im Standgas bei 800 U/min immer noch einen Öldruck über 1 bar und somit geht die Öldrucklampe nicht an und da ist es egal ob SPI oder MPI oder Vergaser.
    Jeden Meter, den Du mit diesem Motor noch fährst, erhöht die Gefahr der Folgenschäden ungemein. Denn der Öldruck ist verantwortlich, daß die Lagerschalen nicht auf dem Lagerzapfen laufen, sondern ein Ölfilm dazwischen ist. Ist der Druck zu niedrig, klappt das nicht und der Film reist, so daß die Lagerschale ihr weicheres Material an den Zapfen abgibt. Als dann ist der Zapfen rauh und der Ölfilm wird noch schneller aufgebrochen und der Verschleiß steigt deutlich an. Und irgendwann wirst Du das dann auch hören, aber dann ist alles so hinüber, daß es fraglich ist, ob die Bauteile überhaupt noch zu retten sind.
    Die zusätzlichen Ölinstrumente hätten Dich schon viel früher gewarnt und vermutlich hättest Du den Motor schon längst gemacht, von daher ein guter Tipp. Aber einen Öldruckschalter zu montieren, der später anspricht.... bau ihn doch einfach aus, dann bekommst Du das gar nicht mit, wenn der Öldruck fehlt. Das wäre genau genommen das gleiche.
    Wenn eine Anzeige anspricht sollte man reagieren und die Ursache beheben und nicht Erklärungen suchen, die das Gewissen beruhigen.
    So und nun wünsche ich Dir viel Glück, daß es mit einer neuen Ölpumpe getan ist und die Kosten sich im Rahmen halten und dem Minimotor wünsche ich, daß er revidiert wird und nicht ganz kaputt gefahren wird.
    Geändert von biz (08.08.2016 um 11:16 Uhr)

  10. @BalMoTo
    Es gibt ohnehin entscheidende Fragen /Zustände , die sich aus der Entfernung nicht beurteilen lassen.

    Es ist nicht bekannt, wieviel Laufleistung der Motor hat und wie er bisher behandelt wurde.

    Es ist über den Zustand der Ölpumpe nichts bekannt.

    So kommen von kleinsten Teilreparaturen bis hin zur kompletten Motorüberholung alle Möglichkeiten in Frage.

    Es wäre ein brauchbarer Weg, zunächst von g a r n i c h t s auszugehen und keinerlei Pläne zu machen.
    Antriebseinheit ausbauen, teilzerlegen, so daß die Ölpumpe inspiziert werden kann und dann je nach Zustand der Ölpumpe neu zu entscheiden.

    Andreas Hohls
    Alle Beiträge verstehen sich als rein sachliche Aussage und tolerieren Meinungen und Vorlieben eines Jeden, auch wenn sie konträr entgegenstünden.

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