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Thema: Bergrennen im 1000er Mini

  1. #11
    ui !!
    das ist nicht wirklich viel. was hat nachgegeben ?? das pleul oder die schrauben ??
    ich vermute, es waren die schrauben, richtig ??

    gruss
    chris

  2. #12
    ...nein, es waren nicht die ARP-Schrauben, die kriegt man fast nicht kaputt. Eine der typischen Stellen ist kurz unter dem Kolbenbolzenauge, so auch hier. Außerdem wäre der endgültige Bruch auch bei niedriger Drehzahl erfolgt, denn der Riss kriecht langsam weiter, und wenn der Querschnitt eine bestimmte Fläche erreicht hat, kommt es zum Gewaltbruch. Der Rest vom Pleuel schlackert herum und zufällig in die Richtung des Loches und dann ist es da, das Loch mit einem riesengroßen Knall.
    Im Rahmen eines Projektes zur Betriebsfestigkeit hatte ich den Schaden mit optischen und Rasterelektronenmikroskop und einem FEM-Modell untersucht. Ausgangspunkt war ein Mikroriss am Steg, der sich langsam ausgebreitet hat, mit entsprechenden Haltelinien, wie es für einen Ermüdungsbruch typisch ist. Die Frage wie diese Mikrokerbe entstanden ist, kann im Nachhinein nicht mehr beantwortet werden, z.B. durch interkristalline Korrosion etc.

    Eine Kernaussage: Nichts hält für die Ewigkeit, nach einer bestimmten Anzahl von Lastspielen geht alles kaputt. Deshalb werden grundsätzlich bei LMP- und F1-Motoren nach wenigen Rennen die Pleuel ausgetauscht, egal, ob sie noch okay sind oder nicht.

    Übrigens hat ein Herr Wöhler diese Gesetzmäßigkeit herausgefunden, als er Anfang des 19. Jhd. Schäden an Bahngleisen untersuchte, die, obwohl weit unter der maximalen Bruchfestigkeit belastet, plötzlich versagten. Stichwort: Wöhlerkurven (Belastung über Anzahl-Lastwechsel)

    Wenn Interesse an dem Projektbericht vorhanden ist, kann ich ihn in die Dropbox stellen.
    Geändert von theRocker (17.09.2017 um 15:04 Uhr)
    "A little knowledge is a dangerous thing. More dangerous than no knowledge at all" (Alexander Pope?)

  3. Servus,
    was theRocker sagt stimmt, allerdings war´s bei mir das mittlere Hauptlager. Es ist gebrochen, genau wie theRockers Pleuel. Es ist ein Riss entstanden der langsam weiter gekrochen ist bis der Querschnitt nicht mehr ausreichend war der Belastung zu widerstehen. Man kann das sogar an den vorhandenen Teilen des Lagerbocks nachvollziehen. Das Hauptlager war übrigens noch an seinem Platz, und die Getriebezahnräder sehen aus wie neu. Glück gehabt.
    Passiert ist es bei der Schaltdrehzahl von 7.800 U/min.

    Ach ja, wenn nochmal jemand sagt beim 1000er kann man sich die Unterstützung des mittleren Hauptlagerbocks sparen, dann sage ich, nicht bei hohen Drehzahlen.

    Getriebe und Motor sind übrigens schon zerlegt, und müssen nur noch zusammen gebaut werden.

    Grüße

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