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Zwischenradlager ziehen??? - Seite 2
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Thema: Zwischenradlager ziehen???

  1. #11
    Zitat Zitat von Norton Beitrag anzeigen
    Von diesen ganzen Werkzeugmethoden würde ich absehen. Anwärmen im Backofen, das Gehäuse etwas auf die Werkbank klopfen (mit dem Lagerring zur Werkbank) und der Ring fällt raus, ohne irgendeine Belastung auf den Lagersitz. Die schonenste Methode.

    Gruß. Martin.
    Und muss ich den Deckel dann auch wie bei dem Guessworks Video über die Straße scheuern?

    Ich habe ohnehin fast die komplette KUKKO-Palette im Schrank - was soll ich da experimentieren?
    rules are for the interpretation of wise men and the obedience of fools

  2. #12
    Zitat Zitat von Mr. Bean Beitrag anzeigen
    Vielen Dank für die promten Antworten! Mit erwärmen hatte ich leider keinen erfolg...
    Hatte mir auch einen Ziehhammer mit U-Scheiben gebastelt... Leider auch erfolglos.
    Habe das ganze dann mit etwas Durck auf die Rückwand des Lagers ergänzt (ein Euro eingeworfen als Unterlage, Mutter hinten an U-Scheibe fixiert und Gewindestange gefühlvoll weiter eingeschraubt). Lange Rede kurzer Sinn...die Rückwand mag das garnicht. Auch nicht ein bisschen, auch nicht wenn man verzweifelt, weil alles Andere nicht klappt! Leider habe ich das Kupplungsgehäuse dabei zerstört.
    Danach konnte ich die Lagerschale von hinten austreiben...



    Nicht schön, aber vielleicht bewahrt mein Outing ja jemand anderen...
    Aua!

    Hier liegt noch etwas von dem Wunderlot für Alu. Damit könntest du den Deckel wieder zulöten.
    rules are for the interpretation of wise men and the obedience of fools

  3. #13
    Zitat Zitat von Faxe-Racing Beitrag anzeigen
    Hast du das schon mal so gemacht?

    Bis später...
    Faxe
    Nein.
    Aber da ich ja ein geübter Schrauber bin und schon viele Motoren und Getriebe zerlegt, überholt und wieder zusammengebaut habe, würde mich das schon arg wundern, wenn das hier nicht auch funktionieren würde. Nur eine Frage der Temperatur. Irgendwann kommt das. Soo viel Überdeckung kann das ja nicht haben, sonst würde ja der Pressdruck die Lagerluft eliminieren. Selbst bei erhöhter Lagerluft.
    Das Video hab ich mir grad angesehen. Was für ein Murkser! Und heiss kann das Gehäuse nicht gewesen sein, der hat ja nicht mal Handschuhe getragen. Würde mich auch wundern, mit dem bißchen Gasflamme bekommt man so ein großes Alugehäuse auch nicht wirklich heiss. Hat viel zu viel Oberfläche und Alu ist ein viel zu guter Wärmeleiter.
    @Mr. Bean
    Nicht nur warm machen, heiss. 120° müssen das schon sein. Deswegen Backofen und mindestens eine halbe Stunde drin lassen.
    @KSM
    Das mit dem Alulöten ist halt so eine Sache. Da muss das Werkstück schon richtig schön heiss sein. Da dieses Gehäusestück nicht gerade klein ist, wird das schon schwierig. Womit wir wieder beim Backofen sind. Müssen aber schon mehr sein, als die 120°. Von dem Lot hab ich auch noch was, aber noch nie probiert. Hat mir mal jemand geschenkt.

    Gruß. Martin.
    Geändert von Norton (06.02.2018 um 00:25 Uhr)
    Jung sein ist doch keine Frage des Alters!

  4. In meiner ca. 30 jährigen Erfahrung mit unseren Minis habe ich es trotz etlicher Versuche, noch nie geschafft ohne Auszieher/Abzieher oder auch "ausschleifen" dieses Lager oder auch nur den Lagerring heraus zu bekommen. Selbst mit passenden original Abzieher geht es eher nur mit erhöhtem Kraftaufwand aus dem Gehäuse.
    Mit passendem Abzieher oder auch mit original Werkzeug macht es wohl Sinn, mit Wärme den Vorgang zu unterstützen. Aber auch hier ist der erste "Knackpunkt " beim Lager ziehen äußerst hartnäckig. Nach der ersten Bewegung des Lagers im Sitz läßt es sich dann leicht ziehen.
    Interessanter Weise geht das größere Lager der A+ Gehäuse (AHU1707 bzw. TUK 100320) deutlich schwerer raus, als die ältere Variante (13H7848).
    Erwärmt wurde schon mit "Herd" und, die deutlich schnellere Methode, mit einem großen Gasbrenner, der sonst dazu dient, Zylinderköpfe auf Temperatur zur Sitzringentfernung zu bringen.

    Im Gegensatz zum Zwischenradlager läßt sich der Lagerring des Pilotlagers mit Wärme und ein wenig klopfen meißt mühelos entfernen.

    Manchmal reicht es nicht, ein "geübter Schrauber" zu sein. Besser ist, solch eine Arbeit ca. 20 bis 30 Mal im Jahr machen zu müssen....

    Bis später...
    Faxe

  5. Moin

    als erstes muß ich mal sagen, das so unqualifizierte Aussagen, welche dann Schäden hervorrufen und niemals selbst getestet wurden, mich aufregen

    hier hat nun jemand teures Lehrgeld, was bezahlt werden muß

    wenn man schon solche Tips gibt, dann doch bitte mit entsprechendem Hinweis, das man es "gehört, gelesen oder sich grade ausgedacht" hat


    Ich habe mir aus Kellermitteln eine Auszieher selbst gebaut
    Das Klemmteil hierbei besteht aus einem alten Temperguss-Schwerlastdübel den ich außen herum leicht abgeschliffen habe, so das er in das Lager passt (geht dann auch nur mit vollständigen Lagern mit Rollen, evt. Rollen wieder einsetzen), dazu ausreichend große U-Scheiben um sich Außen abzustützen um das Lager dann ziehen zu können
    Dauert damit etwas länger als mit orig. Werkzeug, macht man aber selbst als ambitionierter Hobbyschrauber doch nur sehr selten



    PS
    was soll dort 120°C bringen, das ist noch eine relativ normale Temperatur die dort herrschen kann. Dann würde sich ja das Lager im Betrieb mitdrehen können
    Gruß Peter

    a fool with a tool is still a fool

    PS schraube und fahre seit 85 Minitechnik

  6. #16
    Also Leute, denkt doch mal nach?
    Ausdehnungkoeffizient vom Alu ist ein Vielfaches vom Stahl. Wenn dann 120° nicht reichen, geh ich auf 150°, wenn das nicht reicht auf 180°. Was solls. Irgendwann kommt der Ring. Und bloß weil mir jemand erzählt, er macht das 20 mal im Jahr so, stelle ich noch lange nicht in Frage, ob das so auch richtig ist.
    Wo ist denn der Sinn, mit einem riesen Gasbrenner einen Kopf, ein Gußteil, sonstwas, zu erhitzen, wo ich noch nicht mal richtig weiß, was ich tue, wenn das in einem ganz normalen Küchenherd quasi von selbst geht. Gleichmässig auf eine eingestellte Temperatur.
    Wie groß muss denn die Lagerluft von einem Lager sein, wenn so ein riesen Überdeckungsmass (schon mal nachgemessen, würde ich sowas zerlege und wieder zusammenbaue, würde ich das mal nachmessen, vor allem dann, wenn ich das öfter mache) gegeben ist. Die (wenn tatsächich vorhandene) Überdeckung würde diese nämlich einfach zusammendrücken. Das ist doch auch nur ein Normlager (?) und welche Norm würde ein Lager mit solch einer erhöhten Lagerluft hergeben?
    Ein im Ofen durchgewärmtes Gußteil mit 120° ist "sauheiss". Ohne dicke, hitzefeste Handschuhe geht da nix. Und dann muss das schnell gehen, weil das die Wärme auch schnell wieder abstrahlt. Wenn ich das eine gute halbe Stunde im Ofen hatte, weiß ich was ich tue. Wenn ich das mit der Flamme mache, mache ich irgendwas, aber genau wissen tue ich das dann nicht.
    Andre Frage: wie bekommt ihr denn das neue Lager wieder rein? Einfach reinklopfen (und den Sitz aufweiten), oder dann doch mit Wärme.
    Da gehts dann doch auch.
    Mein alter Küchenherd in meiner Werkstatt ist immer wieder Gold wert und nicht wegzudenken.

    Gruß. Martin.
    Jung sein ist doch keine Frage des Alters!

  7. warum schreibst du dann 120°? das ist schon eine recht genaue Angabe hinter der man mehr vermuten könnte

    hast du schonmal einen Kuchen oder Braten im Backofen gemacht? Du kommst mir sehr weltfremd vor.
    Natürlich ist das warm, und ich würde sowas auch nicht direkt anpacken (wer mich kennt, weis das meine Finger früher fast feuerfest waren)



    du warst aber zumindest Hauptsächlich nicht angesprochen, das war eher Nicklas, welcher über seine Fettidee impliziert hatte, sich an der Rückwand abzustützen



    und natürlich würde ich sowas immer mit dem größt möglichen Temperaturunterschied machen, also alles was der Backofen kann, den mal abgesehen von den Kupplungssimmering kann dort alles mit Sicherheit die 300° die der Ofen macht ab


    Zitat Zitat von Norton Beitrag anzeigen
    Also Leute, denkt doch mal nach?
    Ausdehnungkoeffizient vom Alu ist ein Vielfaches vom Stahl. Wenn dann 120° nicht reichen, geh ich auf 150°, wenn das nicht reicht auf 180°. Was solls. Irgendwann kommt der Ring. Und bloß weil mir jemand erzählt, er macht das 20 mal im Jahr so, stelle ich noch lange nicht in Frage, ob das so auch richtig ist.
    Wo ist denn der Sinn, mit einem riesen Gasbrenner einen Kopf, ein Gußteil, sonstwas, zu erhitzen, wo ich noch nicht mal richtig weiß, was ich tue, wenn das in einem ganz normalen Küchenherd quasi von selbst geht. Gleichmässig auf eine eingestellte Temperatur.
    Wie groß muss denn die Lagerluft von einem Lager sein, wenn so ein riesen Überdeckungsmass (schon mal nachgemessen, würde ich sowas zerlege und wieder zusammenbaue, würde ich das mal nachmessen, vor allem dann, wenn ich das öfter mache) gegeben ist. Die (wenn tatsächich vorhandene) Überdeckung würde diese nämlich einfach zusammendrücken. Das ist doch auch nur ein Normlager (?) und welche Norm würde ein Lager mit solch einer erhöhten Lagerluft hergeben?
    Ein im Ofen durchgewärmtes Gußteil mit 120° ist "sauheiss". Ohne dicke, hitzefeste Handschuhe geht da nix. Und dann muss das schnell gehen, weil das die Wärme auch schnell wieder abstrahlt. Wenn ich das eine gute halbe Stunde im Ofen hatte, weiß ich was ich tue. Wenn ich das mit der Flamme mache, mache ich irgendwas, aber genau wissen tue ich das dann nicht.
    Andre Frage: wie bekommt ihr denn das neue Lager wieder rein? Einfach reinklopfen (und den Sitz aufweiten), oder dann doch mit Wärme.
    Da gehts dann doch auch.
    Mein alter Küchenherd in meiner Werkstatt ist immer wieder Gold wert und nicht wegzudenken.

    Gruß. Martin.
    Gruß Peter

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    PS schraube und fahre seit 85 Minitechnik

  8. #18
    Der "Knackpunkt" ist der Temperatur-Unterschied zwischen Gehäuse und Lagerring.

    Ich benutze dafür (auf der Arbeit ) einen Innen-Schlag-Auszieher (die professionelle Variante von Jan´s Eigenbau) und Wärme/Kälte.

    Das Gehäuse 1 Stunde bei 200 Grad im Backofen. Dann auf die Werkbank und den Innen-Schlag-Auszieher "montieren".
    Dann mit Kältespray gezielt mit dem Sprüh-Röhrchen ein paar Sekunden innen auf den Lagerring sprühen und mit einem Ruck am Schlag-Auszieher ist der Ring draußen
    Mit dem Temperatur-Unterschied von 200° und ca -40/45° fällt der Ring schon fast von alleine raus

    Nur sollte man bei Alu mit der Temperatur vorsichtig sein. Schon ab etwa 135° kommt es, je nach Legierung und Dauer, schon zu Gefüge-Veränderungen.
    Beispiel: Aluminium Niete und Blech in der Luftfahrt, werden bei 400° weich geglüht und abgeschreckt. So bleibt der Zustand einige Stunden erhalten und kehrt sich dann langsam wieder um.
    Wird das Material danach dann aber bei 135° über 12 Stunden "gebacken" (warm ausgelagert), wird es danach deutlich steifer als vorher.
    Deshalb Vorsicht beim Alu backen

    Ob Alu-Guss genauso empfindlich ist, wie die Legierungen in der Luftfahrt, kann ich nicht sagen. Nur "Vorsicht ist die Mutter der Porzellan-Kiste"

    Gruß, Diddi

  9. #19
    Zitat Zitat von HOT Beitrag anzeigen
    Der "Knackpunkt" ist der Temperatur-Unterschied zwischen Gehäuse und Lagerring.

    Ich benutze dafür (auf der Arbeit ) einen Innen-Schlag-Auszieher (die professionelle Variante von Jan´s Eigenbau) und Wärme/Kälte.

    Das Gehäuse 1 Stunde bei 200 Grad im Backofen. Dann auf die Werkbank und den Innen-Schlag-Auszieher "montieren".
    Dann mit Kältespray gezielt mit dem Sprüh-Röhrchen ein paar Sekunden innen auf den Lagerring sprühen und mit einem Ruck am Schlag-Auszieher ist der Ring draußen
    Mit dem Temperatur-Unterschied von 200° und ca -40/45° fällt der Ring schon fast von alleine raus

    BINGO! Und da ja Erfahrung gewünscht war: Ja, ich habe genau das beschriebene Verfahren schon diverse Male erfolgreich und ohne Bauteil-Zerstörung angewandt.

    Und wer das auch schon mal probiert hat, kann sich auch vorstellen, woher das Wort "Knackpunkt" kommt.
    rules are for the interpretation of wise men and the obedience of fools

  10. #20
    Dann sitzt das aber wirklich fest!
    Gefügeveränderungen KÖNNEN, je nach Legierung, auftreten, müssen aber nicht. Warum sollte ein Feldwaldundwiesenautohersteller für so ein "profanes" Gehäuseteil eine Legierung verwenden, die solche Eigenschaften mit den verbundenen Risiken birgt. Ist kein Flugzeug, Mondrakete, U-boot.... Schließlich kommt es auf das Gewicht nicht so an, also nimmt man was, was gute Festigkeit bietet und sich auch gut bearbeiten läßt und macht die Wandstärke etwas dicker und setzt an der richtigen Stelle eine Verstärkung, Rippe....
    Und selbst wenn, bei den meisten Legierungen gibt sich das nach ein paar Tagen wieder. Lagert sich aus.
    Von all den Motorgehäusen, Zylindern und Köpfen die ich schon "gebacken" habe, oftmals bis zu 260°, was der Ofen hergibt, ist nie was passiert. Wie will man denn sonst Ventilführungen, oder Ventilsitze in einen (luftgekühlten) Zylinderkopf bei einer Überdeckung von 1/230 (Rechnen und große Augen machen, was dabei raus kommt) des Durchmessers unbeschadet rein kriegen. Sonst halten die nämlich nicht.
    Abgesehen davon, bis Du Dein Werkzeug montiert hast, hat das Gehäuseteil mit seiner riesen Oberfläche schon wieder eine ganze Menge von seiner Wärme weggestrahlt. Kältespray, hatte ich vergessen. Was auch geht ist ein Läppchen getränkt mit Bremsenreiniger. In alten Anleitungen wird geraten, einen mit Wasser getränkten Lappen zu nehmen.

    Gruß. Martin.
    Jung sein ist doch keine Frage des Alters!

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