Serie beim SPI sind BPR6E oder BPR6ES, das "S" sagt wenig bis gar nichts aus, die sind identisch.
Zündkabel haben tatsächlich so ca. 6kOhm, alles von 5-10kOhm würde ich als gut betrachten.
Darüber haben wir ja schon mal philosophiert. Beim Mpi ist das wirklich egal. Die Doppelfunkenspule jagt ja auch 35kV raus. Aber mit der einfachen Spule die etwa die Hälfte leistet und dann noch doppelter Widerstand und dann vielleicht noch zu großer Elektrodenabstand... - das summiert sich.
Ich erinnere mich, und ich hab danach meine sämtlichen Werkstatthandbücher gewälzt. Da stehen fast ausnahmslos Kerzen mit Widerstand drin. Nur einige Ausnahmen (im blauen Haynes z.B. für 998er zwischen '87 und '89, warum auch immer) gibt es, in den meisten Fällen sind das ganz alte Autos aus dem 60ern. Vermutlich waren Zündkerzen mit Entstörwiderstand da aber auch noch nicht so gängig und flächendeckend verbaut wie heutzutage.
Der Zündstromkreis ist nicht mit einem Gleichstromkreis zu vergleichen, in dem die Glühlampe heller leuchtet wenn der Widerstand davor kleiner gemacht wird. Die Energie für den Funken ist in der Induktivität der Zündspule gespeichert und wird entladen, wenn der Unterbrecher öffnet. Die gespeicherte Energie ändert sich nicht, wenn da 5kOhm oder 15kOhm "im Weg" sind. Übrigens ist das Kabel zwischen Spule und Verteiler auch ein Widerstandskabel, das muss man in der Reihenschaltung natürlich mitrechnen.
In der Reihenschaltung liegen aber auch zwei Funkenstrecken: einmal im Verteiler zwischen dem Läufer und dem Kontakt der vier Zündleitungen, und natürlich die Funkenstrecke an der Zündkerze selbst. Die Spannung, die dabei entwickelt wird liegt nicht nur an der Dimensionierung des Zündsystems, sondern auch am jeweiligen Abstand dieser beidem Übergänge. Die Spannung steigt so weit an, bis der Funke überspringt. Wenn z.B. der Elektrodenabstand an der Kerze vergrößert wird, dann steigt auch die maximale Spannung im System. Ich prüfe z.B. auch bei neuen Kerzen den Elektrodenabstand, da hatte ich auch schon mal Ausreisser.
Ich hatte neulich ein defektes Widerstandszündkabel mit 120kOhm (!), und wisst ihr was? Der lief trotzdem nicht nur auf drei Pötten, da war erstaunlich wenig zu merken. Ich hab es eher am Kerzenbild gemerkt, und danach die Kabel gemessen.
Die Widerstandskabel mit Kohle- oder Graphitseele als Leiter würde ich übrigens als Verschleißteil betrachten, die lassen meiner Erfahrung nach mit der Zeit auch nach, oder entwickeln Defektstellen, die dann für größere Widerstände sorgen.
Ich sehe mit etwas Sorge, dass hier immer wieder der Tipp gegeben wird, die Kerzen durch die Variante ohne Widerstand zu ersetzen. Wenn das wirklich eine Änderung bringt, dann hat man bestenfalls ein Pflaster aufgeklebt und schon die richtige Richtung gefunden, in der der Fehler liegt. Aber das ist nicht die Lösung. Lasst die Widerstände in den Kerzen, die haben einen Sinn. Sucht den Fehler im Rest des Systems. Ich möchte auch weiterhin Radio hören können, ohne dass ich die Zündung des Nachbarn an der Ampel "mithören" muss.
Grüße
Andreas
P.S.: Wer kennt nicht die sonderbaren "Tuning"-Maßnahmen der 80er, wo es Zündkerzenstecker oder -kabel gab, in denen eine weitere Funkstrecke eingebaut war um die Spannung weiter zu erhöhen? Gerne auch im Plexiglasgehäuse, damit man den "Effekt" auch sieht? Was für ein Quatsch...
Brachte natürlich genau gar nix. ![]()