In meiner Schulzeit (!) hatte ich einen Musiklehrer, der war vorher Tontechniker beim Bayerischen Rundfunk, und außerdem recht audiophil. Der erzählte uns dass es Untersuchungen gab, mit älteren Menschen, die messtechnisch nachweislich einzelne höhere Frequenzen nicht mehr hören konnten. Interessanterweise waren diese Menschen offenbar sehr wohl in der Lage, die Qualität von demselben Musikstück MIT und OHNE die herausgefilterten (für sich nicht hörbaren) Frequenzen zu unterscheiden (!).
Unser Gehör incl. entsprechender Verarbeitung im Gehirn kann demnach offenbar ein klangliches Gesamtwerk erfassen, das aus mehr als nur einer Summe der einzelnen Frequenzen besteht.
Das ist jetzt schwache 45 Jahre her. Das klang für uns damals sehr plausibel und glaubhaft, und tut es für mich auch heute noch.
Und noch was blieb vom Musikunterricht hängen: ein Gehör kann (und muss) man trainieren, und nicht jeder kriegt das so gut hin.
Ein Frohes 2024 noch,
Markus