Ich finde diese recht weitläufige Auflehnung gegen den New MINI ziemlich überflüssig.
Wer über die Geschichte des britischen Automobilbaus einigermaßen Bescheid weiß, sieht, daß praktisch NICHTS mehr da ist, wo es einmal war: Rolls Royce, Lotus, Aston Martin sind nur wenige Namen, die nur noch auf dem Papier Tradition haben. Alles Schall und Rauch. Selbst der Mini wurde insgesamt unter vielen verschiedenen Namen produziert, da es immer Verschiebungen u.a. durch mangelhaftes Management gab.
Was ist mit Jaguar? Mittlerweile kann sich die ehemals chronisch-miserable Qualität unter der Leitung von Ford endlich sehen lassen! Und das ist bei weitem kein Einzelfall.
Für den Mini gilt: er hat erstaunlich lange überlebt und ist durch seine damals völlig neuartige Konstruktion zum wegweisenden Meilenstein geworden. Die Qualität hat unterm Strich jedoch nie wirklich überzeugt. Fertigungskosten, Inspektionsintervalle, Sicherheit usw. waren zum Schluß einfach nicht mehr tragbar.
Ob einem Veränderungen nun gefallen oder nicht:
1. Die Verbesserungen werden sich durchsetzen
2. Der (Ver)Kauf von Marken hat immer maßgeblich mit "IMAGE" zu tun - das ist sogar einer der wichtigsten Gründe. Eines Tages wird VW auch einen rassigen Sportwagen bauen. Und damit ihn überhaupt auch jemand kauft, wird er "Bugatti" heißen.
Der Name MINI ist Kult und repräsentiert i.w.S. die Spitze im Kleinwagensegment. Damit BMW keine Kunden im Oberklasse-Segment verliert, ist der Name MINI der richtige Weg, einen "Kleinwagen" (>Golfklasse?) wirkungsvoll zu plazieren.
IHR braucht keinen kaufen und ich auch nicht. Aber das ist nun mal die Veränderung. Pflegt lieber Eure richtigen MINIs und regt Euch nicht so sinnlos über Innovationen und Marktbedürfnisse auf... 