Ich habe eben mal zwei neue Diff-Pins und zwei neue kleine Kegelräder (Originalteile) ausgepackt und gegeneinander getestet. Alle haben etwas Spiel und "wackeln" auf der Welle herum. Wieviel kann ich leider nicht messen.
Auf beiden Seiten sollten Fiberglasscheiben eingebaut sein. Wenn das Diff zusammengeschraubt ist, sollte es sich relativ spielfrei noch einigermaßen leicht von Hand drehen lassen. Also die alten "Pappscheiben" nicht wegwerfen! Vor Wiederverwendung aber prüfen, ob das Loch nicht schon oval ist. Dann: Müll. Wenn das Diff nach dem Zusammenschrauben zu stramm geht, die Scheiben durch Dünnerschleifen anpassen. Aber....
..... bei Einbau der Anlaufscheiben der kleinen Kegelräder das Kegelrad im Diff-Korb auf die Anlaufscheibe legen und per Dorn mit relativ kräftigem Schlag die Anlaufscheibe an die Mulde und das Kegelrad "anpassen". Manchmal erreicht man dadurch, dass sich das Differential mit den gleichen Teilen plötzlich leichter dreht. Ich könnte mir vorstellen, dass es dann im Fahrbetrieb durch die bereits beim Zusammenbau erfolgte Anpassung länger "spielfrei" bleibt.
Die Bronzebuchsen in den seitlichen Differentialdeckeln habe ich bisher immer am Schraubstock aufgerieben, ohne Führung gegenüber. So hat es mir ein Kfz-Meister mit reichlich Mini-Erfahrung gezeigt und an seinem Auto selbst auch so gemacht (und der ist sehr pingelig!). Der Vorteil dabei: Du kannst es exakt auf das Gelenk aufreiben, das später darin Führung haben soll. Wenn Du es mit einer geführten Reibahle machen willst, müßtest du die Deckel mit dem Getriebe- und Diffgehäuse (ohne Diff-Innenleben) montieren. Um es genau an das innere ATW-Gelenk anzupassen, müßtest Du dieses demontiert haben. Da aber zwischen der Verzahnung des inneren ATW-Gelenks und des Antriebsstummels sowieso etwas Spiel besteht, dürfte es dieser Genauigkeit nicht bedürfen. Spiel ist eigentlich nach dem Aufreiben fühlbar keines vorhanden, das innere ATW-Gelenk läßt sich aber leicht drehen. Das gilt auch für die inneren Bronzebuchsen.
Bisher bin ich damit gut gefahren. Profis haben da aber sicher noch bessere (und weniger zeitraubende) Praxiserfahrungen.
Und nimm nur qualitativ gute Teile, auch wenn sie momentan etwas mehr kosten! Es lohnt sich immer! Motor ausbauen, zerlegen etc. wegen z.B. eines billigen und dann gebrochenen Diff-Pins, kostet sicher mehr......