Mensch Leute, ich glaube ihr seht das etwas zu streng.
Ein aktuelles Öl ist für eine Laufleistung von weit über 6 Monaten ausgelegt. Wozu würden die Hersteller sonst Wechselintervalle nur einmal jährlich vorschreiben? Diese Öle (und auch der Mini bekommt ja nicht mehr die Ölqualität eingefüllt, die es noch zu Zeiten seiner Erschaffung gab) werden im Laufe eines Jahres stark strapaziert. Das wird das Öl bei einem stehenden Autos aber schon mal nicht. Und trotzdem erfüllen diese Öle ihre Aufgabe.
Glaubt ihr denn im Ernst, daß ein Ölfilm komplett weg ist, wenn ein Teil 6 Monate oder eher weniger irgendwo rumsteht? Und das noch dazu in einem verschlossenen Behälter, denn das ist der Motor nun mal. Dann müßten doch sämtliche Lagerstätten mit Metallteilen, die vor Rost mit einem Ölfilm geschützt sind, diese Teile regelmäßig nachölen.
Wenn aber der Ölfilm noch vorhanden ist, wozu dann die Aktionen mit Zündkerzen raus, Öldruck aufbauen, etc.? Das muß mir mal einer erklären. Das ist im Prinzip doch nur ein richtiger Kaltstart mehr.
Meine Autos stehen auch im Winter. Vor dem Hinstellen bekommen sie in den Zylinder oben ein paar Spritzer Öl oder je nach Möglichkeit manchmal auch nicht. Im Frühjahr lasse ich sie ganz normal an, fahre sie bis zu einer normalen Öltemperatur warm (damit sich die im Motor vorhandenen Ablagerungen als Schwebstoffe im Öl lösen). Dieses mit Schmutz angereicherte Öl lasse ich dann ab und gebe ihnen dann neues Öl. That´s it!
Wie lange darf man nach Eurer Meinung denn ein Auto maximal stehen lassen, daß der Ölfilm noch erhalten ist? Das wäre dann ja auch im Sommer zu berücksichtigen. Einen Tag, drei Tage, eine Woche, fünf Wochen, zwei Monate?
Denkt mal daran, wie lange ein Notstromaggregat steht, bevor es zum Einsatz kommt. Das sind sogar zwischen den Tests oft mehrere Monate. Und diese Motoren werden bestimmt gepflegt, denn die sind nicht billig und müssen funktionieren.
Ich will hier keine Diskussion lostreten, aber ich glaube man kann es auch zu streng sehen.