Beiträge von HAZARD

    Hi,

    Ich habe meinen BlueStar 2000 gebraucht gekauft, da hatte er ebenfalls einen Mittelauspuff mit DTM Endrohren.
    Über der Auspuff habe ich damals nichts herausfinden können, außer das "Janspeed" drauf stand.
    Ob das so vom Werk, Händler oder Vorbesitzer montiert wurde kann ich nicht sagen.

    Viele Grüße

    Kolja

    leider hilft der schnellste Händler mit dem vollsten Lager nicht, wenn DHL es nicht schafft innerhalb einer Woche ein Paket auszuliefern nur weil es etwas größer ist.
    Andererseits kam ich so nicht in die Versuchung, diese Woche schon irgendwas zu schweißen sondern hatte Zeit, mich ganz intensiv um Spalten und Ritzen im Motorraum zu kümmern, zu entrosten, zu entlacken und mit Owatrol Öl zu behandeln.

    Eine erste Anprobe habe ich letzte Woche schon gemacht:

    Die Originalbleche passen wirklich hervorragend.
    Am kniffligsten dürfte der Übergang von Kotflügeln zum Windleitblech sein. Dazu habe ich im englischen Forum eine sehr gute Beschreibung gefunden, daher bin ich zuversichtig dass das mit genügend Zeit und Sorgfalt gut wird.

    Das Spaltmaß zur Tür ist noch nicht perfekt, allerdings hat meine Tür auch mal einen Parkplatzrempler bekommen, bei dem jemand rückwärts fahrend dran lang geschrammt ist. Ich glaube da hat es die Türhaut ein wenig nach hinten gezogen.
    Selbst wenn nicht habe ich schon gute Beschreibungen in meiner Lesezeichensammlung wie man das hinbekommt.

    Nach wie vor will ich aber am liebsten die finalen Türen einsetzen und ausrichten bevor ich irgendwas fest schweiße.

    Gestern habe ich die Zeit für ein paar weitere Übungen von Lochpunkten genutzt.
    Vorderseite (schöne flache Punkte)

    Rückseite (schön penetriert)

    und zu guter Letzt ein Festigkeitstest. Alles was ich übers Schweißen weiß habe ich mir angelesen aber ich glaube genau so soll das aussehen.

    Ich schweiße übrigens mit einem alten T.I.P Turbo Mig das ich mal inklusive Flasche für unter 100€ bei EBay geschossen habe.
    Wie gesagt, ich weiß nicht viel über's Schweißen aber bisher wüsste ich nicht was ich an dem Gerät vermissen sollte.
    Wahrscheinlich werde ich das bald herausfinden, denn ich will mir vorsorglich mal eine Ersatzdüse zur Seite legen.
    Mal sehen ob man die noch irgendwo bekommt.

    Nächste Woche ist aber das Windleitblech dran! :D

    Dank für den Hinweis!
    Owatrilöl hab ich schon da und das kommt anderswo auch bereits zum Einsatz.
    Stellenweise überlege ich noch, vorher Spalten mit Fertan zu behandeln bevor das Öl zum Einsatz kommt.
    Hier war es aber halt die Kombination aus angegriffenem Blech und besserer Erreichbarkeit der übrigen Teile die für mich den Austausch rechtfertigt. Die rechte Seite war noch schlimmer als links und in der Mitte hätte ich ohnehin am Rahmen stückeln müssen. Das waren mir dann doch zu viele Nähte im Sichtbereich.

    Um mal wieder zum Thema zu kommen:
    Habe heute zuerst eine Ecke vom Windleitblech entfernt und konnte dadurch tatsächlich ganz prima die letzten Schweisspunkte lösen.
    Beim ausfräsen der Punkte vom Scheibenrahmen kam mir allerdings schon ein wenig Rost aus dem Zwischenraum entgegen so dass ich mich am Ende entschieden habe, das Windleitblech komplett raus zu nehmen.
    So bekomme ich auch die Spritzwand besser sauber.

    Hallo!

    Bevor ich in den sauren Apfel beiße und meine miesen Türen aufarbeite, will ich noch mal einen Versuch starten.
    Suche auf diesem Wege einen Satz Türen (für einen SPi).
    Alternativ nehme ich auch ein paar originale Türhäute aber lieber wär mir ein Satz Türen die ohne größere Blechtransplantationen aufbereitet werden können.

    Viele Grüße

    Kolja

    Erst mal vieln Dank für die konstruktiven Vorschläge.
    Mit den Bildern ist immer so eine Sache. Ich steh Samstag in der Garage und mache Fotos und während der Woche versuche ich dann die nächsten Schritte zu planen und sehe (wie auch hier) dann doch nicht was ich sehen will.
    Mal eben zum Auto gehen und nachgucken geht leider nicht, das steht ne Stunde Fahrt entfernt.
    Von daher verstehe ich hier konstruktive Kritik als eben solche und nehme sie gern an.

    Den Vorschlag von Miniratz finde ich sehr gut.
    Wenn ich aber nun mit dem Ziel raustrenne, das Teil später wieder einzusetzen dann muss das natürlich beim ersten Schnitt passen.
    Reicht der Ausschnitt im Beispiel von Miniratz?
    Ich habe noch nicht ganz kapiert, wie die Bleche oben zusammenlaufen und wie weit "nach oben" ich durch das Loch im Windleitblech arbeiten können muss.

    Ich hab das mal versucht, anschaulich zu machen:

    Mit dem Ausschnitt bei 1 komme ich an alle derzeit bei mir sichtbaren punktgeschweißten Stellen.
    Gibt es weiter oben noch eine Verbindung die nicht von Innen zu erreichen ist so dass ein Schnitt an 2 oder 3 sinnvoll wäre?
    Ich glaube so ungefähr bis 3 geht das Windleitblech als Reperaturblech. So weit würde ich nicht gehen ohne das Teil genau zu kennen.

    Hier noch mal die Ansicht von Innen:

    Bei 1,2 und 3 dürften Schutzgasschweißungen mit dem Radhausblech sein. Das sollte sich alles von beiden Seiten prima bearbeiten lassen sobald der Ausschnitt wie bei Miniratz weg ist.
    Hat die Schweißnaht 4 noch mit dem Radhausblech zu tun?

    Die "Nahtstelle des Windleitblechs zum 'Aschenbecherquerblech' 14A6675" habe ich auf meinen Fotos noch nicht eindeutig identifiziert.
    Ist das NUmmer 3 (und sie geht vermutlich noch ein Stück weiter)?
    Wie gesagt, leider kann ich jetzt nicht nachgucken gehen aber Samstag werde ich die Stelle sicher finden.

    Gruß

    Kolja

    Im Prinzip gibt's ja nur drei Optionen:
    1. Windleitblech mit ersetzen (Vorteil: man kommt überall ran, es werden nur ganze Bleche getauscht also kein Teilersatz, Karosserie ist hinterher wie neu)
    2. Teilersatz überlappend mit Absatz verschweißt, so wie es auch bei dem Nachbau Rep-Blech für den Bereich gemacht wird. (Vorteil: stabil, es wird kein "gutes" Blech ersetzt. Nachteil: Überlappung könnte leicht wieder rosten
    3. Teilersatz auf Stoß geschweißt. (Vorteil: weniger Rostanfällig, Nachteil: weniger stabil)

    Das Windleitblech dürfte noch mal ca 200€ ausmachen. Es ist jetzt noch ganz ok, aber makellos nun auch nicht. In der Mitte ist schon ein kleiner Bereich wo es nach dem Entrosten etwas dünn ist.
    In jedem Fall geb ich Wolfgang recht, das ist keine einfache Stelle weil man quasi alles erst mal anbauen und ausrichten muss bevor man irgendwas final befestigen kann.
    Das kostet natürlich Zeit, aber die kostet mich ja nichts.
    Mein Windleitblech guck ich mir noch mal wohlwollend an, auch die rechte Seite. Vielleicht spricht ja doch noch was für den Komplettersatz

    Mit neuer Automatikmaske ging es inzwischen zwei Wochenenden weiter mit dem Üben.
    Ich nenne jetzt einen gebrauchten Speedglas 9002X mein Eigen und ich muss sagen das ist ein Unterschied wie Tag und Nacht. Kein Verblitzen, absolut perfekte Sicht und überhaupt nicht anstrengend für die Augen.

    Letzte Woche hab ich also etliche Punkte geheftet und dann auch mal zwei Bleche im Pilgerschritt auf Stoß verbunden. Bis auf einen kleinen Durchbrenner hat das sehr schön funktioniert. Ich hatte bewusst ohne Kupfer darunter gearbeitet um zu sehen wie gut das geht.

    Vorderseite:

    Rückseite:

    Ich finde das sieht schon gar nicht so schlecht aus. Was meinen die Experten?


    Heute ging es am Auto weiter, allerdings noch nicht mit dem Schweißgerät sondern mit Schweißpunktbohrer und Flex.
    Zuerst hab ich mal den vorderen Hilfsrahmen grob gereinigt und als Anhaltspunkt wieder eingebaut. Die Karosserie steht jetzt auf Böcken in einer sehr angenehmen Arbeitshöhe.

    Ich benutze so einen kleinen Kronenbohrer für die Punkte, was sehr gut funktioniert. Man erkennt das man durch das erste Blech durch ist, wenn ein Wölkchen rostfarbenen Staubs aufsteigt :biggrin:

    Der Innenkotflügel ist bis auf das obere Ende entfernt.

    Wie genau ich das oben auftrenne, abschneide anschweiße versuche ich hier zu klären.

    Es geht zwar immernoch sehr langsam voran, aber ich hab Spaß und lerne jeden Samstag dazu.

    Nächste Woche gibts vielleicht dann endlich die ersten Bilder bei denen es mehr anstatt weniger Blech wird ;)

    Hallo zusammen,

    als erstes zu ersetzendes Blech habe ich bei meinem Projekt den Innenkotflügel auf der Fahrerseite ausgewählt.
    Dieser war durch Unfallschaden und Rost stark angegriffen so dass ich ihn komplett austauschen will.
    Als Ersatzteil habe ich ABD36005 also den Innenkotflügel komplett mit Dreiecksblech.

    Das Raustrennen des alten Teils hat schon mal sehr gut funktioniert, nur weiß ich nicht, wie ich den Teil hinter dem Windleitblech abbekommen soll, ohne die Ecke vom Windleitblech zu entfernen. Die Ecke ist noch sehr gut, die würde ich eigentlich so erhalten wollen.
    Ich habe jetzt erst mal grob im Bereich der Lüftungsdüse abgeschnitten.

    Hat jemand einen Tip, wie ich den oberen Teil des Blechs auch noch heraus bekomme?
    Zwei Schweißpunkte kann man von vorne sehen aber da kommt man nicht mit dem Bohrer ran.
    Oder sollte ich einen geraden Schnitt machen und das Repblech auf Stoß oder abgesetzt anschweißen?
    An dieser Stelle sitzt ja auch noch das untere Blech in der Ecke daher weiß ich nicht wo eine geeignete Linie wäre.
    Würde mich über Erfahrungen und Ideen freuen.

    Sie sieht es momentan von vorne aus. Die beiden Schweißpunkte sind gut zu erkennen aber nicht zu erreichen:

    und hier die Ansicht von innen. Leider ist mir noch nicht klar, wo da überall verschweißt ist und ob man das überhaupt hier getrennt bekommt:

    Viele Grüße

    Kolja

    Moin,

    als letzten verzweifelten Versuch probier ich es jetzt noch mal hier:
    Bei Ebay endet in ner halben Stunde ein Paket von Ersatzteilen.
    http://www.ebay.de/itm/161848858349
    Ich habe mehrfach versucht, den Verkäufer zu kontaktieren um Genaueres über den Zustand zu erfahren.
    Brauch aus dem Angebot eigentlich nur die Türen.

    Leider bekomme ich keine Antwort und auf den Fotos ist es nicht eindeutig zu erkennen.

    Also kennt jemand den Verkäufer oder hat sich die Teile vorab angesehen?

    Viele Grüße

    Kolja

    Wieder zwei Samstage vergangen und so langsam ist die Karre komplett zerlegt.

    Letzte Woche kam der vordere Hilfsrahmen raus.
    War mit zwei Personen absolut kein Problem.


    Heute hat sich der hintere Hilfsrahmen dazu gesellt. Dieses Mal ohne Helfer ausgebaut, was schon eine etwas größere Herausforderung war, aber durchaus machbar ist.


    Weil letzte Woche nach dem Rahmenausbau noch so viel Zeit war hab ich dann gleich das marode Blech an der Front rausgeschmissen. Die Innenkotflügel sind leider beide nicht mehr toll. Der Wagen hatte schon zwei mal kleine Frontschäden und beide Seiten sind ziemlich wellig und eingerissen.


    Ich bin heute mit der Drahtbürste den Innenkotflügeln zu Leibe gerückt um zu entscheiden ob die komplett neu werden oder nur teilersetzt.
    Ergebnis auf beiden Seiten:
    - Zum Windleitblech und Rückwand hinterm Rad sind noch gut. Ebenso um die Lüftungsdüsen (die ich eh zuschweißen werde)
    - Vordere Scharnierbleche sind stark angegriffen, da müsste man die Kante zum Dreiecksblech rekonstruieren.
    - Stoßdämpferaufnahmen wie bereits gezeigt total hin.

    Da die Dinger wie gesagt auch wellig und gerissen sind, will ich sie kompletzt rausschmeißen.
    Die Befestigung ist mir noch nicht an allen Enden einwandfrei klar und ich habe vermutlich noch nicht alle Schweißpunkte gefunden. Muss später noch mal die diversen Dokumentationen wälzen, wo dieses Teil überall fest ist.
    Falls jemand gutes Bildmaterial hat, wäre ich dafür sehr dankbar! Vielleicht lohnt es auch, irgendwo zwischen Windleitblech und Lüftungsdüse zu trennen und anzusetzen? Ich hab das Gefühl die Verbindung zur Leitblechecke könnte knifflig zu lösen sein...


    Am Ende des Tages hab ich dann noch ein wenig mit dem Schweißgerät gespielt. Die ersten Versuche waren katastrophal. Als ich gemerkt hab, dass das Schlauchpaket irgendwie verdreht war und dadurch der Draht nicht sauber lief sind auch mal ein paar gute Punkte entstanden.
    Insgesamt muss ich aber noch gaaaaanz viel üben bevor es ans Auto geht.

    Ich habe festgestellt, dass mein billiger Automatikhelm den ich vor Jahren gekauft habe nix taugt. Hatte nach dem ersten Schweißen einen blinden hellen Fleck vor Augen. Nicht doll aber genug um bei ausgeschalteter Maske das Loch im Blech nicht mehr sauber zu sehen.
    Hab mir daraufhin heute gleich was Ordentliches geordert. Augen wachsen nicht nach, das wäre am falschen Ende gespart.

    Als nächstes wird Blech bestellt und der vordere Hilfsrahmen gestrippt. Den brauche ich ja um alle Befestigungspunkte auszurichten. Eigentlich schade, der steht da so schön kompakt... Falls zufällig jemand einen unverzogenen Hilfsrahmen zu verleihen hat, wäre ich interessiert :)

    Außerdem wäre mir wohler, wenn ich zum Anpassen auch schon Türen hätte, damit das hinterher auch alles schön fluchtet und es keine bösen Überraschungen bei den Spaltmaßen gibt. Vielleicht sind meine ja auch doch noch zu retten? Weiter oben gibt es ein Bild von einer der kritischen Roststsellen am Schlossträger. Was meint Ihr, macht es Sinn da noch mit Blechstückchen zu puzzeln? Oder ist das wirklich eine extrem rostige Tür und wenn ich irgendwann eine Gebrauchte finde sind die Chancen gut dass sie besser ist?

    Hallo Michael,

    Deine Restauration habe ich mir schon sehr genau angesehen.
    Die meisten Stellen die ich da bei mir aufgedeckt habe, haben mich natürlich nicht wirklich überrascht.
    Wenn man hier eine Weile die Beiträge aufmerksam liest, weiß man schon sehr genau welche Stellen beim Mini rosten können.
    Zählt man die alle zusammen hat man eine vollständige Liste meiner Roststellen.
    Ist ja noch lange nicht alles freigelegt, ein paar Löcher werde ich also sicher noch finden.

    Auf euren Bildern sieht es immer so einfach aus. Was man nicht sieht sind die vielen Stunden die zwischen Vorher- und Nachherbild liegen und was alles getan werden musste damit die Bleche am Ende so schön passig zusammen waren.
    Das ist ja nun selbst bei original Blech kein Plug and Play.

    So viel zum aktuellen Stand.

    Ersatzteile UND jemanden für die Arbeit zu bezahlen dürfte teuer werden.
    Platz und Werkzeug ist zwar nicht reichlich, aber zumindest ausreichend vorhanden.
    Zeit habe ich und Lust auf einen Ausgleich vom Bürojob sowieso.
    Erfahrung mit Blech habe ich wenig.

    Ich habe schon darüber nachgedacht, eine andere SPI Karosserie herzunehmen, weil Diese ja nun wirklich extrem viele Baustellen hat.
    Einen ganz anderen Mini (im Sinne von: anderen Brief, anderes Baujahr) aufbauen möchte ich nur ungern. Das wäre irgendwie nicht mehr mein Lucky.
    Und ich würde mich wahnsinnig ärgern, wenn ich meine Karosserie verschrotten würde (Platz reicht nicht für zwei) und dann nach und nach an einer Anderen genau die selben Probleme aufdecken würde.

    In der Oldtimer Praxis Blech heißt es, man soll bei einem Projekt mit dem schwierigsten Teil anfangen, dann merkt man gleich ob es überhaupt Sinn macht.

    Der schwierigste Teil wäre in diesem Fall meiner Meinung nach der Boden. Dieser ist wirklich an allen Ecken und Enden durch und schreit nach einer Runderneuerung.
    Ist es für den Einsteiger in so einem Fall sinnvoller Stück für Stück zu ersetzen, oder sind vorgefertigte Teilstücke besser?
    Die Bodengruppe gibt es ja zum Beispiel komplett mit Heelboard und Schwellern.

    Viele Grüße

    Kolja

    Schauen wir mal unter den Stoßdämpferaufnahmen... um es positiv zu sagen: Da ist nichts mehr, was rosten könnte!

    Hintere Hilfsrahmenbefestigung ein einziges Flickwerk. mit dem Finger kann man hinter diesem Loch die Brösel ertasten...

    In den Seitentaschen auf beiden Seiten das gleiche Bild. Man kann sich denken wie es in den Innenschwellern aussehen dürfte...

    Zur Abwechslung habe ich zwischendurch mal eine Tür zerlegt. Das Haut und Boden durch waren, sah man schon von außen.
    Aber auch der Rahmen ist reichlich angegriffen (Hier der Schlossträger). Ich denke nicht dass es Sinn hat, hier den Rost aus den Ritzen zu pulen. Da müssen neue Türen her.

    Hallo zusammen,

    Ich habe beschlossen, jetzt doch mal einen Thread zu meinem aktuellen Projekt zu starten, selbst wenn ich noch nicht genau weiß in welche Richtung das Projekt gehen wird.
    Theoretisch ist von Schlachtung bis Vollrestauration Alles drin, obwohl ich mir nicht wirklich vorstellen kann, dass ich eine Schlachtung über's Herz brächte (daher der optimistische Titel).

    Kurze Vorgeschichte:
    Im Jahr 2000 habe ich mein erstes eigenes Auto gekauft.
    Einen 96er SPI Modell BlueStar.
    In den letzten 15 Jahren habe ich mit dem Auto natürlich viel erlebt und es gab Höhen und Tiefen.
    Tiefen waren z.B. einige kleinere Blechschäden, irgendwann aber auch Wartungsstau und Rostprobleme.
    Teils durch motivierende Worte und Hilfe die ich hier gefunden habe, teils die Unterstützung von Minifreunden in der Umgebung, irgendwie ist er immer wieder auf die Straße zurück gekommen.
    Allerdings immer nur mit möglichst geringem finanziellen Aufwand und ab einem gewissen Punkt auch stark zu Lasten der äußeren Erscheinung.
    Aber Ich hänge an dem Kleinen und es war immer mein Traum ihn irgendwann wieder in seinem alten Glanz erstrahlen zu lassen.

    Als vor drei Jahren unsere Tochter geboren wurde und ich einen Job mit längerem morgentlichen Fahrtweg angetreten habe, habe ich den Mini abgemeldet und in einer trockenen Scheune untergestellt.

    Irgendwann im verlauf dieses Jahres habe ich entschlossen dass der Wagen vom Rumstehen in dieser Scheune nicht besser wird und es Zeit ist, "etwas" zu tun.
    Mein erster Gedanke war, alle Blecharbeiten privat machen zu lassen. Das bedeutete allerdings in jedem Fall, dass ich erst mal einen Platz bräuchte, wo ich einen zerlegten Mini aufbewahren könnte.
    Also habe ich mich umgehört und eine günstige Garage in der Umgebung mit Licht und Strom gefunden, in der sogar ausdrücklich das "Basteln" erlaubt ist.

    Ich habe also in den letzten Wochen erst mal eine Bestandsaufnahme gemacht.
    Ausgangszustand. Das linke Dreiecksblech hatte ich irgendwann mal selbst ausgetauscht und einige Stellen mit Brantho Kurrox behandelt. Das war die erste und bisher einzige Schweißarbeit die ich selbst getan habe. Mit dem Ergebnis bin ich recht zufrieden.

    Erst mal Musste Alles raus. Unglaublich wie viel Zeug in so einem kleinen Auto steckt...

    Dann wurden nach und Nach Roststellen aufgedeckt.

    Den vorderen Scheibenrahmen hatte ich mir schlimmer vorgestellt:

    Frontmaske ist dagegen genau im erwarteten Zustand.

    Rechtes Dreiecksblech nachdem ich auf die Rostblase geklopft habe:

    Schnell war klar dass ich nicht alle ausgebauten Teile einfach auf dem Boden stapeln kann, sonst versinkt die kleine Garage im Chaos.
    Also günstig ein paar Lagerregale besorgt. Unglaubliche 77cm tief und damit genial für große Teile.

    Das Dach hat ein paar Dellen die vor Jahren mal von ein paar Idioten ins Dach gehüpft wurden. Ich hoffe die lassen sich rausmassieren, auf ein neues Dach würde ich gerne verzichten. Sind zum Glück alle ohne scharfe Knicke.

    Seite ebenfalls. Als die entstanden ist habe ich Morgens einen dicken dreckigen Fussabdruck an der Seite gehabt. War rückblickend keine gute Gegend zum Parken...

    Der Fahrzeugboden hat diverse Flickstellen an den Seiten, die allesamt wieder neuen Rost angesetzt haben. An den Stellen wo die Sitze aufliegen sah der Boden merkwürdig eingedrückt und braun aus. Unterm Bitumen war der Grund schnell gefunden. An einigen Stellen stand in den Sicken unterm Bitumen sogar noch Wasser. Da wundert einen gar nix mehr.

    Auf beiden Seiten kleine Löcher in den Einstiegsleisten und Große im Fußraum. Das Problem des falschen Aufbockens ist bekannt und hier sieht man die Spätfolgen. Auch das Scharnierblech sieht von dieser Seite schon nicht gut aus.

    Von der Anderen Seite sieht man das Grauen aber noch besser. Unter dem Unterbodenschutz fand sich wieder ein aufgepunktetes "TüV-Blech". Damals gut gemeint aber natürlich nichts als ein Aufschub des Unvermeidlichen.

    Hallo zusammen,

    meine Suche nach einer geeigneten Tauschkarosserie für meinen maroden SPI war leider bisher nicht sehr erfolgreich.
    Allerdings sind mir schon einige Vergaserkarosserien über den Weg gelaufen, die die Vorbesitzer meist im Rahmen einer Projektaufgabe abstoßen wollten.

    Ich habe mich schon ein bisschen zu den konkreten Unterschieden der Karosserie schlau gemacht (E-Lüfter Ausschnitt, geänderte Bodengruppe, ein paar Löcher, ein paar Halter).
    Sicherlich könnte man diese Teile austauschen und so die Karosserie zu einem SPI machen.
    Hat das schon mal jemand gemacht?
    Stehblech und Bodenblech sind ja doch recht vielfältig verschweißt und enstprechend aufwändig zu ersetzen.

    Und die wichtigste Frage:
    Ist das überhaupt erforderlich?
    Kann ich die ganze SPI Technik auch in eine Vergaserkarosserie einbauen und dem Mini die Identität des SPI geben?
    Oder kann man in so einem Fall die Identität der Karosserie hernehemen und der einen SPi Motor einpflanzen?
    Ich vermute Letzteres wäre bzgl. Eintragung ein deutlich kniffligeres Unterfangen.

    Was ich auch noch nicht ganz durschaut habe ist, wie dicht am Rande der Legalität man sich überhaupt beim Austausch der kompletten Karosserie bei einer Restaurierung bewegt.
    Angenommen die alte Karosserie ist mit wirtschaftlich vertretbarem Aufwand nicht zu retten.
    Ist es dann absolut legal und legitim, die komplette Karosserie auszutauschen?
    Oder ist das eher eine Grauzohne wenn bei der Instandsetzung die Fahrgestellnummer "verschwindet", weil 130kg Blech ausgetauscht wurden? Also ein Teilersatz von Allem außer der Plakette?

    Viele Grüße

    Kolja