Hmmmm....
Ich glaube, ich (und die Mutter meiner Tochter) haben wohl doch nicht alles falsch gemacht bei unserer Tochter. Trotz Scheidung, räumlicher Trennung, Wochenend-Papa-Beziehung und und und...
Meine Große ist jetzt 18, absolviert erfolgreich eine Berufsausbildung zur Physiotherapeutin (nachdem sie die Realschule mit "gut" hinter sich gebracht hat), hat jede Menge soziale Kontakte (Freunde), mittlerweile die zweite langandauernde Partnerbeziehung, ist körperlich aktiv und geistig rege, kennt sich mit Computern aus (kann sie zumindest bedienen), weiß aber auch, wie schön ein Abend mit Freunden und analogem "Monopoly" sein kann...
Sicher, sie hat in ihrer Kindheit keinen eigenen Fernseher und keinen PC und auch keine Playstation besessen, aber all diese Geräte waren in der Familie oder bei Freunden vorhanden, wurden genutzt, anfangs unter elterlicher Anleitung, später eigenverantwortlich, aber nie sich selbst überlassen. Und wenn es das "Angebot" gab, evtl. in den Zoo, ins Kino, in den Wald oder sonstwohin zu fahren, dann kam ein freudestrahlendes "Jaaaaaa" über ihre Lippen.
Sicher, ich hab leicht reden, so als Weekend-Vater, klar, alles zugegeben, aber dann hab ich die Rolle eben noch stärker mit Leben erfüllt. Aber nicht, um der Mutter eine emotionale Konkurrenz zu machen, sondern um meinem Kind etwas anzubieten, woran man sich später gern zusammen erinnert, wovon auch meine Tochter zehren kann, wenn der Alltag mal wieder zu erdrückend wird.
Es ist doch nichts schlimmer, wenn man sich später, wenn die Kleinen groß sind, an keine gemeinsam unternommenen "Schandtaten" erinnern kann! Aber dazu muß man auch als Elternteil manchmal die Arschbacken zusammenkneifen, den Hintern vom Sofa erheben und sich mal runter zu den Kleinen und den Bauklötzern hocken... Ich sage euch, das kann echt lustig sein!
Das soll's eigentlich dazu gewesen sein.