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JAPAN-KOPIEN
Blaupausen auf Rädern
Aus Tokio berichtet Tom Grünweg
Eine Fahrt durch Tokio ist eine Kette von Déjà-vus: Jedes dritte Auto kommt einem bekannt vor - selbst wenn man es noch nie gesehen hat. Zwar besinnen sich japanische Designer gerade auf ihre eigene Identität. Doch im Straßenbild gibt es noch viele Blaupausen.
Für autointeressierte Touristen gibt es in Tokio eine kuriose Beschäftigung: Sie sollten sich nicht nur die Hochhäuser, Brücken oder Tempel betrachten, sondern auch immer wieder mal auf die Straße blicken. Denn dort lassen sich so viele automobile Doppelgänger entdecken, dass sich ein Déja-vu-Erlebnis an das nächste reiht.
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"Ja, ja, es stimmt schon. Früher haben die japanischen Designer stark nach Europa und Amerika geschielt und wild drauflos kopiert", räumt Atsuhiko Yamada ein, der bei Mazda das Designcenter in Yokohama leitet. "Doch damit ist in den Studios längst Schluss." Gerade bei den Entwürfen für künftige Fahrzeugmodelle setzen die Kreativen immer stärker auf landestypische Eigenheiten bei Formen, Farben und Werkstoffen. So verziert Nissan sein Showcar Amenio mit jenem Rosenholz, das sonst in den Suiten japanischer Luxushotels verarbeitet wird. Mazda spielt beim Senku mit Farbkontrasten, die jenen in den Gesichtern der stark geschminkten Kabuki-Schauspieler ähneln. Außerdem erinnern Silhouette und Lackierung des Coupés an die Klinge eines Sushi-Messers......
... und hier das Auto dazu: