Wenn die Pumpe blockiert ist, kann der Motor nicht laufen (weil kein Druck in der Einspritzung vorhanden), und da ist die Spannung im Bordnetz "typischerweise" ca. 12V. Und wenn man 1 Ohm an eine (selbst voll geladenene) Batterie anschließt, fließen bestenfalls ca. 12A (da ja im Realfall auch noch andere Verbraucher dranhängen). Ich gebe ja zu, es könnten evtl. bei einem fabrikneuen Auto mit nicht korrodierten Kontakten auch 12,5A sein, aber erstens wird das wohl auf den betroffenen MINI 100%ig nicht zutreffen, und zweitens schmilzt eine 10-A-Sicherung auch davon nicht ab!
Und daß der Motor nicht rein ohmsch ist, brauchst mir keiner zu erklären, aber wenn der Motor blockiert ist (wie ich geschrieben habe!) wird mangels Bewegung des Ankers keine Gegenspannung induziert, so daß der Strom nach der bekannten e-Funktion (die ich auch gerne mitteile) auf den vom ohmschen Widerstand bestimmten Endwert von höchsten 12A ansteigt.
Aber ich will hier keine Grundsatzdiskussion anfangen, sondern dem MINI-Fahrer mit dem Defekt helfen, und da ist eben unter Berücksichtigung der gesicherten Erkenntnisse der einschlägigen Wissenschaften eine Blockierung oder Schwergängigkeit des Motors höchstwahrscheinlich nicht die Ursache, sondern eher ein Kurzschluß.
Die Wahrscheinlichkeit eines Kabelschadens war bei mir 100% und der Betroffene kann mit meinem Vorschlag mit wenig Aufwand die Fehlerquelle schnell eingrenzen, ohne erst die Pumpe demontieren oder sich eine neue kaufen zu müssen.
Übrigens hatte ich mit ROVER-Fahrzeugen schon mehrmals Probleme (siehe Beispielbild), die auf defekte Kabel zurückzuführen waren. Wer ein "Kabelproblem" mit "sehr sehr gering" einschätzt, kann m.E. mit englischen Autos nicht viel Erfahrung haben...