Ich will da nochmal auf die Drehzahlen zu sprechen kommen. Der Mini hat eine dreifach gelagerte Kurbelwelle. Alleine diese Tatsache sagt schon aus, daß er sehr hohe Drehzahlen nicht verträgt. Gerade deshalb sind die Rennmotoren, die bis 8500 U/min drehen können alle auch feinstgewuchtet. Dann muß man zum Minimotor noch wissen, daß er ein Langhuber ist. OK den längsten Hub hat der 1100er aber das tut jetzt nichts zur Sache. WEnn also der Kolben einen sehr langen Weg zurücklegen muß und der Motor dabei sehr hoch dreht, dann ist die Kolbengeschwindigkeit so hoch, daß hier erhöhter Verschleiß auftritt. Gehen wir mal in den unteren Drehzahlbereich. Dreht der Motor sehr langsam und muß dann beschleunigen, kommt es zum sogenannten Kolbenkipper. Das bedeutet, daß der Kolben im Zylinder leicht zur Seite gedrückt wird, was von dem stark schräg stehendem Pleul herkommt (Langhuber;) ). Das sieht man dann am Kolbenfuß, wenn dort Riefen sind.
Fazit: Heutige moderne Motoren sind in der Regel Kurzhuber mit einem sehr großen Leistungsband. Diese Motoren können mit 1200 U/min schon gut beschleunigen und haben auch nichts dagegen bis an den roten Bereich gedreht zu werden.
Anderst der Minimotor. Da sollte man beim Fahren schon ein Ohr am Motor haben, denn er läßt einem das schon hören, wenn er sich nicht wohl fühlt.
Ich bin jetzt nicht wirklich der Motorenspezialist, aber aus eigener Erfahrung möchte ich sagen, daß sich der serienbelassene Motor am wohlsten zwischen 2000 - 5000 U/min fühlt. Deshalb würde ich beim Mini auch nicht auf die AB gehen und 200 kM mit Vollgas an dem roten Bereich rumkratzen.