Irgendwie muß ich doch nun auch meinen Senf dazugeben.
Also mit nem Zwischenzähler vom Nachbarn den Strom holen, ist prinzipiell verboten (was nicht heißt, daß dies praktiziert wird) und kann für beide Parteien (für den Nachbarn und für Dich) unangenehme Folgen haben.
Einen Anschluß aus dem öffentlichen Netz wird wohl nicht bezahlbar sein.
Selber ein Kabel über 50 m verlegen ist prinzipiel wieder nicht zulässig, weil diese erhebliche Änderung in der Elektroinstallation von einer Elektrofachkraft abgenommen werden muß.
Hobbybastler nehmen für solche Zwecke gerne mal ne Verlängerungsleitung aus dem Baumarkt und vergraben die dann einfach. Erstens hat das nicht den mechanischen Schutz für diese Verlegeart und zweitens ist der Querschnitt meistens nicht ausreichend, weil diese Leitungen meist einen Querschnitt von max. 1,5 mm² haben. Das reicht aber meist nur für ca. 20 m, um noch alle Schutz- und Sicherheitsbestimmungen einzuhalten.
Solaranlage wäre eine Alternative, wenn da die hohe Leistung für das Schweißgerät nicht wäre. Eine kleine Solaranlage, die eine Batterie läd, welche dann über einen Wechselrichter die 230 V macht, ist technisch machbar, wird aber wieder am Preis scheitern, wenn man für so einen Wechselrichter mit 3000 W Spitzenleistung (hat dann ca. 1700 W Dauerleistung fast 1000 Euro hinlegen muß. Dazu muß dann die Pufferbatterie (LKW) schon entsprechend groß ausgelegt sein, denn bei 12 V sind 1700 W gerade mal 142 A und wenn man Schweißen will, muß die Batterie mind. 142 AH haben, damit das ne Stunde geht. Ne Batterie für den Mini hat gerade mal 45 AH
Dann das Notstromaggregat, hier gibt es für ca. 1000 Euro Geräte, die eine Leistung von ca. 2500 W haben und ganz gut Schallisoliert sind. Wenn man bedenkt, daß aus der normalen Steckdose eigentlich auch nicht mehr gezogen werden sollte, müßte das schon reichen für ein Schweißgerät in Wechselspannungstechnik. Bei Drehstrom sieht das natürlich wieder ganz anders aus. Aggregate in dieser Leistungsklasse kommen auch ganz gut mit den Einschaltströmen des Schweißgerätes zurück, weil die noch keine Frequenzüberwachung haben und somit beim ansetzen des Schweißgerätes einfach kurz in die Knie geht, aber nicht abschaltet. Wenn der Lichtbogen steht, ist der Schweißstrom ja kleiner und somit geht das ganz gut. Sollte das Schweißgerät aber voll mit moderner Elektronik gestopft sein, könnte das unvorhersehbare Schwirigkeiten mit sich bringen. Ebenso der Lärm im Wohngebiet, obwohl die Dinger viel leiser sind als so ein Rasenmäher, oder Laubsauger.
Somit ist die Möglichkeit, was zu machen und niemanden zu gefährden (durch mangelhaft Installation) bzw. zu belästigen eigentlich nur mit ner Garage, die einen Stromanschluß hat, umzusetzen. Alles andere ist entweder gefährlich, teuer, verboten oder einfach nur lästig.
Michael