Beiträge von biz

    Verstehe ich nicht ganz. Nimmt er nun Gas an oder stottert er und kommt mühsam auf Drehzahl? Stottert er eher unter Last und lastfrei dreht er gut hoch? Wie ist der Düsenstockunterstand? War der Unterdruckschlauch wieder draufgesteckt? Das vergisst man gerne.
    8- 10° tanzender Zündzeitpunkt kann beides sein. Steuerkette oder Verteilerwelle. Hast Du den Kettenspanner denn nicht überprüft?

    Mal was prinzipielles zu diesem Thema.

    Die Zündungseinstellung sowie die Vergasereinstellung sind ein Zusammenspiel zum Lauf des Motors. Änderst Du das eine, wirst Du auch am anderen was machen müssen um den Motor zum Laufen zu bringen.
    Genau deshalb geht man wie folgt vor, wenn man das große unbekannte vor sich hat, sprich einen revidierten Motor.
    Als erstes wird das Ventilspiel eingestellt, dann werden Zündungskomponenten wie Verteilerkappe, Verteilerfinger Unterbrecherkontakt, Kondensator, Zündkerzen überprüft oder weil schon alt und gebraucht und nicht teuer einfach erneuert.
    Jetzt kann man mit der Einstellung der Zündung anfangen. Ich würde da einen von etwa 3° v.OT statisch einstellen, das heißt der Unterbrecher macht genau bei 3° den Kontakt auf, wenn man den Motor von Hand dreht.
    Den Vergaser stellt man in die Grundeinstellung (Düsenstock auf 2 mm Unterstand) ein auch die Chokeeinstellung. Dann versucht man den Motor zu starten und er wird auch anspringen, aber sicher nicht gut laufen. Mit der Standgasschraube wird die Drehzahl so angepaßt, dass die Zündung mittels Pistole auf den dynamischen wert von 8°v.OT bei abgezogenen Schlauch und 1500 U/min. Dabei kann es durchaus passieren, daß die Drehzahl steigt bzw. wenn man am Verteiler dreht. da muss man nachregeln, eben bis die Zündung passt. Dann wird der Unterdruck angeschlossen und die Standgasdrehzahl angepasst, damit er fahrbar wird.
    Sobald der Motor wirklich warmgefahren ist (>20km) kann man dann mit dem Prüfstand einer ebenen Straße die Mischung genau einstellen. Da bei intaktem Düsenstock und richtiger Nadel der Wert von 2 mm unterstand Tendenz zu Fett hat, wird man den Düsenstock in kleinen Schritten (Schlüsselfläche der Verstellschraube) magerer drehen. Und immer wieder mit der Stoppuhr auf gleicher Strecke die Leistungsentfaltung überprüfen.
    In dieser Reihenfolge kommt man ans Ziel. Immer nur ein bißchen davon, dann dreht man sich im Kreis. Und desto genauer Du arbeitest, desto besser läuft er nachher. Hinweis Drehzahl

    Und noch was, der erste Zacken (Lang) ist OT der zweite ist 4°v.OT und der dritte ist 8°vOT ind Drehrichtung des Motors. Siehe Foto oben und auch Link oben. Da findest Du für die Vorgehensweise auch noch Infos.


    ...

    Habe ich den Verteiler um 180 grad verdreht eingebaut??


    Das musst Du schon selber prüfen.
    Die Ventile Zylinder 1 und 4 müssen sich überschneiden, wenn Du den OT hast. Das ist dann der richtige OT von Zylinder 1. Dann die Verteilerkapp abnehmen und der Finger sollte gegen 13-14 Uhr stehen.
    Der 2. Zacken wäre 4 Grad vor OT. Wenn Das dynamisch eingestellt wurde, ist das zu spät und könnte den schlechten Lauf verursachen. Siehe Bild

    Mehr zum nachlesen:
    http://www.mini-biz.de/techniktipps/g…lung/index.html

    Ich habe mal den Text aus der Mail von Andi und Jessi hier gepostet, falls eine das Mail nicht bekommt.

    Vielleicht wurde Dein Mini auch einfach bei einer Restauration / Austausch der Front auf 12 Zoll zurückgerüstet? Solltest Du Spuren einer nachträglichen Lackierung finden, dann wäre das zumindest die Erklärung, warum im Schein etwas steht, was die Karosse nicht zulässt.

    die Ansaugbrücke schließt man normalerweise nur in den Heizungskreislauf an.
    Damit wird die Brücke nur bei kaltem Wetter, eben wenn man die Heizung braucht benutzt und verhindert das Vergaservereisen. Das wiederum tritt beim Mini recht spät auf, weil der Krümmer die Ansaugbrücke durch seine Abstrahlwärme recht gut wärmt.
    Wenn der Mini nur in der Zeit vom März/April bis Ende Oktober bewegt wird, wirst Du keine Probleme mit der Vergaservereisung bekommen, wenn die Ansaugbrücke nicht beheizt wird. Ich fahre so auch mit beiden Vergaserminis.
    Denn wie oben schon geschrieben steht, ein kühleres Gemisch hat mehr Leistung.

    Wenn ich das richtig sehe, dann hat das nur zwei Leitungen, die dort angeschlossen sind. Das läßt die Schlußfolgerung zu, daß die Funktionen stillgelegt ist.
    Könnte für die Hupe sein oder für Zusatzscheinwerfer....
    folge mal dem grünen Kabel.

    Meinst Du das:

    Ich habe versucht das mit Druckluft, Geflutet mit Kriechöl/ Rostlöser über etliche Wochen.
    Das verfluchte Teil ließ sich nicht überzeugen, aus seinem Sitz herauszukommen.
    Letztendlich habe ich es beim überholungswürdigen Bremszylinder vorsichtig ausgebohrt und bei einem zweiten Bremszylinder diesen dann so aufgesägt, dass ich diesen Kolben ganz herausbekomme.

    Dennoch würde ich die Version in Kriechöl oder Diesel mind eine Woche einlegen und dann alle Öffnungen verschließen und unter Druck (10 bar und mehr) setzen. Mit etwas Glück komm er raus. Aber Achtung, sorge dafür daß der Kolben nicht wegfliegen kann.

    Alternativ, falls eingebaut kannst Du das auch mit dem Bremspedaldruck versuchen. Dann entfällt das mit dem Öl einlegen

    Ich denke auch, hier ist die erste Frage, ob man einen im täglichen Einsatz unkomplizierten Einspritzer will oder eben mit einem etwas aufwendigeren Vergaser vorlieb nehmen möchte. Nicht jeder kommt mit der Bedienung des Choke klar. Und diese Frage betrifft die Baujahre und nicht die Hersteller.

    Dann ist die Frage, soll das eine Hobbyanschaffung oder eben ein Alltagsfahrzeug sein. Das geht in Richtung Reparatur und Ersatzteilbeschaffung bzw. Kennnisse des Mechanikers. Ein heutiger KFZ Mechatroniker hat schon so seine Problem die Zündung und den Vergaser ohne Auslesegerätestecker einzustellen. Und das ist eben beim Alltagsfahrzeug nervig, weil man bekommt den zurück und nach 20 km fängt er an zu bocken, wie ein Känguru, weil die Einstellung nicht ganz passt...
    Das ist zwar beim Einspritzer nicht viel anders, weil der heutige Standart Diagnosestecker auch nicht passt, aber da kann man sich eher helfen.

    Bj 74 ist grundsätzlich 10 Zoll, hier gibt es fast keine Winterreifen und da müßte man auf 12 Zoll ausweichen, falls Winterbetrieb angedacht ist.

    Und dann zum Thema Innocenti. Wie Du bemerkt hast, gibt es auch dort unterschiedliche Modelle und Motoren, gerade beim BJ. 74 Und ein 1300 Inno Cooper mit der HS2 2-fachvergaseranlage ist bei der Einstellung deutlich aufwendiger als ein 1001 mit einem Einfachvergaser. Um Dir da eine genau Empfehlung zu geben, benötigen wir mehr angaben.
    Die Ersatzteilbeschaffung beim Innocenti ist im technischen Beriech absolut den Engländern gleich. Lediglich in der Ausstattung (hierunter zählen Auch die Armaturen und somit Fühler am Motor) ist es recht aufwendig originale Teile zu bekommen. Aber meist kann man sich mit englischen Teilen da weiter helfen. Kommt halt drauf an, was man will (Hobby oder Alltagsfahrzeug). Das Auto fahrbereit zu halten geht also recht gut, das Fahrzeug Original zu halten ist aufwendig, aber macht ja den Reiz der Oldtimerei auch aus.

    Ich persönlich finde die Italiener einfach etwas edler als die Engländer.

    Hoffentlich ist das nun eine Antwort, die eher Deinem Anspruch entspricht...:biggrin:

    Hallo Zusammen ich hab so ziehmlich das gleiche Problem wie der Thread eröffnet. Ich habe schon feststellen können, das wenn ich an der Lima drehe der Riemen durchrutscht. Jetzt habe ich auch schon gelesen das man den Riemen mit der Lima spannt. Aber wie genau funktioniert das?
    Kann dasvielleicht jemand beschreiben?

    Vielen Dank


    Das ist recht einfach.

    Du demontierst den Kühlergrill, dann löst Du die Drei Befestigungsschrauben an der Lima. Schaue mal unter die Lima, da stützt ein Strebe die Lima zum Motor ab und wird damit auch gespannt, weil eine Befestigungsschraube steckt in einem Loch und die Befestigungsschraube an der Lima sollte im Schlitz stecken.
    Ist die Stütze falsch herum montiert, muß halt die Schraube am Motor auch gelöst werden. Ich nehme dann einen Hammerstiel und schiebe diesen von unten zwischen Motor und Lima und ziehe dann kräftig nach vorne und ziehe die Schrauben der Stützen wieder fest. Dann noch die restlichen Schrauben festziehen und dann die Spannung des Keilriemens überprüfen. Er sollte sich an der längsten Flanke in der Mitte noch knapp 1cm eindrücken lassen. Ist der Riemen zu stark gespannt rutscht er zwar nicht mehr, aber Limalager und Wasserpumpe werden stark beansprucht und können schneller verschleißen. Rutscht der Riemen trotz richtiger Spannung, dann muß da ein neuer Riemen drauf.

    Wenn der Keilriemen rutscht, dann quietscht das meistens und zwar dann, wenn man im Standgas plötzlich den Motor hochdreht, oder wenn man große Verbraucher, wie Licht und Heizungsgebläse usw. einschaltet. Wenn dem so ist, dann sollte der Riemen gespannt werden oder besser sogar erneuert. Eben je nach Zustand der Technik reicht ein Nachspannen, wenn der Riemen alt und hart ist, ist ein Austausch besser, genauso, wie die Knochengummis.
    Die kannst Du auch testen, einfach den Mini im ersten Gang abstellen ohne Handbremse und dann Motorhaube auf und vorne am Schließblech den Mini zu Dir ziehen, bis der Motor eben bremst, dann den Mini nach hinten Schieben, bis der Motor bremst. Kippt der Motor dabei kaum, sind die Gummis OK kippt er gut, dann sind sie fällig.