Zitat von käptn pat
wenn du was tun willst, mach es das ganze jahr. das meiste was die umwelt schützt, schützt vor allem dein konto. DAS ist der ansporn. wenn du nur für die umwelt kämpfst, merkst du schnell das du fast nix erreichen kannst. wenn sich aber der umweltschutz als plus auf'm konto bemerkbar macht, kannste deinen erfolg direkt ablesen. 
spar strom.
spar sprit.
das ganze jahr.
DAS bringt was.
Gesetz der Marktwirtschaft würde das aber doch zu einem Paradoxum in der Zielsetzung führen.
Betrachtet man Strom, Sprit etc. als Ware wie alle anderen Waren (so werden sie ja auch gehandelt, man kauft Strom nur nich im Discounter und trägt ihn in Plastitktüten heim) so stellt man fest, dass nur Massenware wirklich zu günstigen Preisen angeboten werden kann.
Alles, was wenig Umsatz findet, was wenig Kaufinteresse provoziert, ist von vorneherein teuer oder wird teurer. Ausnahme: künstliche Preistreibung oder Erschaffung eines Prestiges als Luxus-Artikel für betuchte Kunden.
Extrembeispiel wäre die Einzelanfertigung.
WENN jetzt jeder sparen würde, würden meiner Theorie nach die Preise weiter steigen und einen gegenteiligen Effekt auslösen.
Sparen und trotzdem nicht mehr Kohle im Portemonaie. Das löst dann leider keinen Belohnungs-Effekt aus und sorgt für Frustration.
Der Mensch hinter der Ware will das gleiche Verdienstniveau halten, ungeachtet den reelen Umsatzzahlen, Profit zählt. Nicht anderes. Bei Waren wie Strom und Benzin kann der Kunde leider keine(!) Alternativen wählen, wie das z.B. an der Käse-Theke der Fall wäre.
Auf der einen Seite wirkt sich sparen also negativ aus (auf die Finanz-Bilanz des Sparers), auf der anderen positiv (auf die Umwelt).
Was ist nun aber besser...? Ich weis es nicht. Ich für meinen Teil spare auch wenig.
Ein anderes Problem ist die suggestive Macht der Informations-Medien.
Es tritt leider immer öfter das Phänomen einer Übersättigung an einseitig belasteter Information auf. Diese mag zwar in ihrer Bedeutung enorm wichtig sein, führt aber leider zu einer Reizüberflutung beim Kunden. Und der schaltet irgendwann ab (meinetwegen auch den Fernseher), der Verkäufer nimmt dies wahr und schaltet um auf andere Information. Die Flut an Information zu Lasten eines Themas nimmt wieder ab, nachdem sie extrem aufgebauscht wurde (in Wechselwirkung zu konkurierenden Informations-Medien die alle dem Kunden IHRE Information (die ansich ja die GLEICHE ist) nahebringen wollen. Was zu einer Aufbauschung als auch zu einer Extremisierung der Information führt), und auf uns rollt die nächste Welle an einseitiger, mono-thematsicher Information zu. Manchmal dauert der Wechsel nur Stunden, manchmal Jahre.
Dazu kommt die Suggestion, verursacht durch eben diese bereist erwähnte attraktion der Aufmerksamkeit des Kunden.
Die Folge davon sieht man in Aktionen, die blödsinnig erscheinen; den Partizipierenden aber als logische Konsequenz der (unbewussten) Suggestion erschienen; das Denken wird genau so einseitig weitergeführt, wie es angereizt wurde.
Die wirkung solcher Aktionen wie "Licht aus" würde Ich mit zweifelhaft angeben.
Was ich allerdings hoffe, ist, dass dieses mal, bei der aktuellen Welle der Klima-Katastrophen-Euphorie (:D) wirklich etwas hängen bleibt und das Bewusstsein dauerhaft manipuliert wird.
Oder um's kurz zu machen:
Man kann den Leuten keinen Vorwurf machen wegen Aktionen wie "Licht aus".
Im Gegenteil.
Und auf der anderen Seite kann man den informellen Medien keinen Vorwurf machen; auch sie dürfen und müssen in einer freien Marktwirtschaft agieren, der Kunde hat im Gegensatz zu Benzin (oder Diesel) aber eine freie Auswahl und heutzutage SEHR viele Alternativen (Zeitung, Internet, Fernsehen, Wochenzeitung, Podcast, Radio etc.).
Objekt der Begierde ist immer der Kunde. Und auch deren Opfer.
So, genug vom Wort Zum Sonntag.
Gruß,
Jan