Zitat von C&AAlles anzeigen
Wann: Gute Frage. Irgendwann in den letzten 2 Monaten...
Wie: Ähem.... Heftig...
Wo: Erst virtuell und dann....
Warum: Hmm....keine Ahnung...soll sie sagen... :p
Wie lange: Seit Sonntag teilen wir Tisch und Bett....naja, Bett bleibt mir deutlich weniger als die Hälfte (man könnte auch schmalen Streifen an der Bettkante sagen) ...daran muß ich noch arbeiten...
hach, wie romantisch ![]()
ist sie nur auf Urlaub oder für läääänger hier? *alles wissen will*
zum Thema Bettkante kannste dich mal mit Jan kurzschliessen wg. Selbsthilfegruppe oder so... ![]()
ZitatAlles anzeigenFrauen im Bett
Wenn ich von der Erotik einmal absehe, haben mir Frauen im Bett nichts als
Ärger eingebracht. Mit Wehmut denke ich manchmal an die Teenagerzeiten
zurück, in denen ich alleine und entspannt die Nachtruhe genoss oder nur
vorübergehend mit einer Frau das Bett aufsuchte.
Die Probleme fingen erst so mit Anfang Zwanzig an, als man das Nachtlager
"wie Mann und Frau" teilte, sprich: vom Einschlafen bis zum Aufstehen.
Und da muß ich eine ganz bittere Bilanz ziehen. Nächte des Grauens ist noch
untertrieben. Am Tage durchaus abgeklärte, zupackende und moderne Frauen
mutieren angesichts von Federkern und Daune ausnahmslos zu verwöhnten,
lebensuntüchtigen, egoistischen Zicken, wie ich jetzt an einigen
Beispielen schlüssig beweisen werde.
Beginnen wir mit dem unerfreulichen Thema "Mücken". Vorweg muß ich sagen,
dass ich im Sommer grundsätzlich ganz gern neben einer Frau liege, weil
ich dann von Stechmücken verschont bleibe. Die stürzen sich immer auf meine
Partnerin. Das ist bitter, tut mir persönlich auch wirklich leid, ist aber
noch lange kein Grund, mich grob wach zu jammern: "Ich bin völlig
zerstochen." Mit einer Stimme, im Grenzbereich zwischen Hysterie und
Nervenzusammenbruch moduliert. Der Auftrag an mich, den männlichen
"Sicherheitsbeamten" ist klar: "Steh auf und geh Mücken jagen". Ich weiß
nicht, warum Frauen selbst keine Mücken jagen, warum sie im Bett liegend
den Späher machen, auf schwarze Punkte an der Decke deuten und "Da!" rufen.
Ich weiß vor allem nicht, warum ich immer wieder gähnend, mit zerzaustem
Haar und einer zusammengerollten Zeitung auf der Matratze stehe und auf Zuruf
Tiere totschlage.
Nun zum Thema: wie schlafe ich normalerweise? Am liebsten in der
Löffelstellung. Ich liebe diese Schlafposition, weil sie mich in dem
Grundvertrauen in die Richtigkeit meines Daseins bestärkt. Nun gibt es
aber zahlreiche Frauen, die sich anfangs sehr anschmiegsam geben und
leidenschaftlich "löffeln", sich aber, wenn es um die endgültige
Schlafposition geht, als sehr hartleibig erweisen. Sie stoßen sich mit der
einen Hand von mir los, ergreifen mit der anderen Hand die eigene
Bettdecke und verteidigen dieses Refugium mit erbitterter Gegenwehr. Und ich muss
geduldig warten, bis die "Meine Decke gehört mir" - Autistin endlich in
den Schlaf gesunken ist, und ich beginnen kann, vorsichtig robbend verlorenes
Terrain zurückzugewinnen.
Wenn ich dann, nunmehr halbherzig löffelnd, in tiefen Schlaf gesunken bin,
kommt häufig schnell die nächste Gemeinheit. Ein brutaler Stoß, meist mit
dem Ellbogen ausgeführt, trifft mich in die Seite. Ich schrecke hoch und höre
eine schneidende Stimme: "Du schnarchst."
So was würde ich nie tun. Ich finde es bezaubernd, wenn sie im Schlaf
redet oder ein bißchen vor sich hinblubbert. Nie würde ich mit dem Ellbogen
stoßen.
Aber Frauen ist es ja egal, ob man frühmorgens einen wichtigen Termin hat.
Nach der Tat sinken sie umgehend wieder in den Tiefschlaf, und ich liege
mit tellergroßen Augen in der Dunkelheit und finde keine Ruhe.
Grauenhaft ist auch eine andere Variante der körperlichen Attacke. Da
liegt man wohlig unter seiner Decke und ist am wegnicken - und dann kommen Sie:
kalt, eiskalt. Gefrorene Frauenfüße schieben sich langsam und unaufhaltsam
zwischen die männlichen Schenkel. Dort sollen sie gewärmt werden. Der Mann
zuckt zurück, windet sich, versucht die Flucht, aber die weichen Gletscher
unter der Decke sind stärker. Alle Frauen haben kalte Füße! Alle! Und sie
kennen kein Erbarmen. Stumm, aber fordernd kommen sie in der Nacht
gekrochen und saugen Körperwärme im Gigawatt-Bereich ab. Schrecklich!
Manchmal geben sie aber auch dann keine Ruhe, wenn man ihre Permafrost-Füße
enteist, das Schnarchen eingestellt und dem Löffeln entsagt hat. Denn dann
haben sie was gehört. "Da ist doch jemand", raunen sie, "Da hat doch was
geknackt" oder "Hörst du diese komischen Geräusche?" Die Botschaft ist
erneut glasklar: Mann, pack dir einen hölzernen Kleiderbügel oder sonst eine
behelfsmäßige Waffe, wag dich in die dunkle Wohnung und vertreib den
Einbrecher, so du einen findest. Klar, daß jeder Mann dem tief
verwurzelten Instinkt zum Schutze der Sippe folgt und in Socken und Unterhosen wie ein
Depp im Dunklen umher stolpert. Um dann frierend und unverrichteter Dinge
wieder zur (natürlich tief schlafenden) Partnerin zurückzukehren.
Wer meint, mit dem Morgengrauen sei der Ärger ausgestanden, irrt. Wie in
einem Horrorfilm, der scheinbar seinen gruseligen Höhepunkt erreicht hat
und dann noch mal entsetzlich zuschlägt. Die Rede ist von unterschiedlichen
Schlaf- und Wachrhythmen. Ich arbeite eben bis in die frühen Morgenstunden
und stehe folgerichtig nicht gerade mit den Hühnern auf. Kein Problem für
den Alleinschläfer. Was aber soll ich mit einer Frau machen, die morgens um
sieben kerzengerade nachfedernd im Bett sitzt, Langeweile hat, sich laut
und vernehmlich reckt, gähnt, räuspert, aufdringlichen Körperkontakt sucht und
am Ende gar flüssige Konversation fordert? (...)
Nachdem ich blutsaugende Insekten zur Strecke brachte, zum Dank dafür
Ellbogen-Checks kassierte und unter die eigene kalte Bettdecke verbannt
wurde, nach alldem reichte es mir irgendwann. Und zwar richtig. Eines
frühen Morgens wurde ich durch die Frage "Kannst du auch nicht mehr schlafen?"
geweckt und herrschte die Frau neben mir rüde an: "Halt die Klappe und
mach Tee!" Kurz danach fiel die Wohnungstür krachend ins Schloss, und ich
musste mir den Tee selbst machen. Gibt es keine Hoffnung?
Doch, die gibt es.
Ich habe - nun ja - jemanden kennen gelernt. Und die ist anders! Sie ist
anschmiegsam und kuschelt exzessiv. Ich darf in ihrer Gegenwart ausgiebig
schnarchen. Wenn sie Geräusche hört, schaut sie selber nach dem Rechten.
Mücken bringt sie mit geschickten Schlägen eigenhändig zur Strecke, und
sie hat niemals kalte Füße.
Gut, sie ist vielleicht ein bisschen verspielt.
Aber welche Katze ist das nicht?
hmm.... ![]()