@Marco: sicher verändert sich unsere Gesellschaft. Aber ob früher *wirklich* alles besser war sei mal dahingestellt.
Ich glaube, es fällt heute einfach mehr auf, weil das (private) Leben viel öffentlicher geworden ist, die Kinder über mehr Kohle und Möglichkeiten verfügen und alle Welt meint, sich einmischen zu müssen.
Das damlige, eher einfach gestrickte, pädagogisch nicht bewanderte Elt hätte seinen ungehobelten Nachwuchs schlicht windelweich geprügelt. Heute ist draufhauen verboten - was anderes fällt den Leuten aber offensichtlich nicht ein - woher solls auch kommen? Aus der Bildzeitung? Von den eigenen Eltern? Ergebnis: "Die Supernanny".
Ob das gut oder schlecht ist, ist wieder ein anderes Thema.
Insgesamt ist das alles anderes als ein deutsches Problem. Anderswo ist die Jugend / die Anzahl der "Rabeneltern" auch nicht anders - trotz Nationalbewusstsein.
Zum Thema drittes Reich: je länger es her ist, desto mehr regen sich die Leute darüber auf.
Würde sie nicht in die Kerbe hauen, bzw. gäbe es diese Kerbe nicht, würde ihr vermutlich einfach kein Mensch zuhören. Den ganzen Wirbel gibts nur deswegen, weil bei uns der Antifaschismus am größten dort ist, wo es gar keinen Faschismus gibt. 
ach, und als angehende Lehrerin noch das Wort zum Sonntag:
Wertevermittlung geht uns alle an.
Junge Leute sind unser aller (geistiger?) Nachwuchs.
Zivilcourage statt rumjammern.
Ich leiste meinen Beitrag - und ihr? 