grundsätzliches zum thema schrägrollen-radlager bei scheibenbremse:
- die konstruktion funktioniert nur auf dauer, wenn ALLE bauteile verschleißfrei sind. heißt radlager, radträger, achsstummel, keilscheibe und antriebsflansch sind 100% in ordnung, sind maßhaltig und haben keine druckspuren, riefen, verwerfungen, usw.
- in einer solchen einwandfreien umgebung werden qualitativ hochwertige lager ein längeres dasein fristen, als ein billignachbau aus chinesischem gummistahl, immer vorausgesetzt das material wird durch den bediener/verwender korrekt behandelt und nicht mutwillig hingerichtet
- die verwendung eines geeigneten und qualitativ hochwertigen schmierstoffes ist obligatorisch
und natürlich kann ein kein timken lager dieser welt einen nicht maßhaltigen oder defekten radträger kompensieren, genauso wenig wie ein schrägrollenlager des herstellers xyz.
es hat einen grund, wenn ein hersteller wie timken in der kommerziellen luftfahrt verwendung findet (die großen pötte wie A340 oder B747) und sich den aufwand leistet, die lager, die schalen und den stützring aufeinander einzumessen und zu markieren, sodaß abgestimmte sets entstehen. andere machen das nicht, bei anderen kommt (vielleicht) auch anderes material zum einsatz?!
(dies ist mein persönlicher standpunkt, jeder möge verbauen, was er meint)
bei der montage zu beachten:
- "auf nächstes splintloch weiterziehen"...ja, aber nur dann, wenn max. ein halbes splintloch von der mutter verdeckt ist. ist man gerade am loch vorbei und zieht dann bis zur nächsten möglichkeit weiter, strapaziert man das material extrem, insbesondere den inneren stützring. abhilfe schafft einen andere (neue?) keilscheibe, eine andere mutter (die unterschiedlich positionierte gewindeanschnitte relativ zu den splintnuten haben) oder eine dünne scheibe zwischen mutter und keilscheibe.
- die keilscheibe sollte, wenn man sie lose in den antriebsflansch legt, leicht überstehen. nur so hat sie genug federweg um das anzugsmoment korrekt weiterzugeben. denn diese scheibe ist das "elastische" element in dieser verbindung, je fester man die mutter anzieht, umso weiter rutscht die scheibe in den antriebsflansch, umso enger wird der schlitz. eine ausgenudelte scheibe, die bei noch nicht aufgebrachtem drehmoment bereits keinen schlitz mehr aufweist, wird die 265Nm nicht "abfedern", sondern voll an das material weitergeben, mit garantiert negativen folgen.