Beiträge von Niclas92

    Geht sogar super leicht! Du brauchst lediglich noch eine eidesstattliche Erklärung, dass der Brief weg ist. Die kann entweder - notariell beglaubigt - vom Vorbesitzer sein, oder und so habe ich es gemacht, Du gehst zum TÜV, besorgst Dir einen "Typenbrief" bei der Hauptuntersuchung und gibst dann bei der Zulassungsstelle an, dass Du den Brief verloren hast. Damit spart man sich den Notar. Allerdings solltest Du Dir wirklich sicher sein, dass nicht noch ein Fahrzeug mit dem gleichen Brief existiert!!!
    Mich hat der Spaß beim Motorrad ca. 70€ gekostet und er Brief war nach etwas über 4 Wochen dann da.

    Viel Erfolg dabei!:thumbs_up:

    Mal ein kleines Update für diejenigen, die es interessiert:

    Ich habe tatsächlich noch ein glattes Dach gefunden! In Kanada. Nach etlichem hin und her, sowie einigen Nachfragen bei Karosseriebauern, stellte sich heraus, dass es preislich kaum einen Unterschied macht, ob ich das Dach beim Meister zuschweißen lasse, oder mir eben das Dach aus Kanada kommen lasse…
    Selber machen habe ich nach etlichen Überlegungen letztlich ausgeschlossen. Erstens, weil ich zwar halbwegs mit dem Schweißgerät und auch mit Blech umgehen kann, aber mir auch eingestehen muss und will, wann meine Fähigkeiten überschritten sind.
    Zweitens, weil es keinen Ersatz gäbe, falls ich es verhauen würde. Das war mir dann zu heiß - im wahrsten Sinne!

    Nun ist also ein Dach auf dem Weg zu mir. Außerdem sollten der Tank und ein paar Baujahrspezifische Teile demnächst bei mir ankommen. Damit ist dann auch geklärt, wie ich das ganze Projekt nun aufziehen werde: Originalität erhalten steht ganz oben.
    Sicherlich werde ich einige Zugeständnisse an die Sicherheit machen und auch die Ersatzteillage beachten müssen. Spontan fallen mir da die Bremse (single-leading shoe) und Sicherheitsgurte ein.

    Nun denn. Im August geht’s dann endlich los. Da habe ich zwei Wochen Urlaub.:cool:

    Anbei noch zwei Bilder vom eingepackten Dach und dem Transportmittel:


    :biggrin:Auf die Gefahr hin mich jetzt als Deppen zu outen, aber was ist eigentlich die immer wieder erwähnte "sachgemäße Benutzung"?
    Motor Warmfahren - nicht nur das Kühlwasser- ist klar, nicht ständig Vollgas geben und nicht ständig Gänge reindreschen, auch.
    Vor allem im Bezug auf den Schaltvorgang würde mich aber mal interessieren, was nun wirklich "sachgemäß" ist!:rolleyes:
    Ich schalte zum Beispiel immer mit Zwischengas runter, ohne jedoch dabei in neutral zu schalten, quasi "rev matching". Ob das wirklich sinnvoll ist, kann ich nicht beurteilen, das ist noch ein Überbleibsel vom 190er meines Stiefvaters. Da war das Zwischengas in gewissen Fahrsituationen durchaus sinnvoll... :cool:

    Okay,
    das habe ich mir schon gedacht... Dann knipse ich den Stecker etwas länger ab, verlöte, bzw. verlängere die passenden Kabelfarben, um das Inno-Brett zu verdrahten und wenn ich dann doch wieder das originale Brett haben will, löte ich den Stecker wider dran.
    Danke für die schnelle Antwort!

    Noch mal eine verspätete Frage zu dem Thema: Weiß jemand, ob es den Gegenpart zum Instrumentenstecker zu kaufen gibt? Normalerweise wird ja der Kontakt direkt mit der Leiterfolie vom 3er Instrument hergestellt. Nur wenn ich mein Inno-Brett wieder verbauen möchte, kann ich den Stecker am Kabelbaum ja nicht nutzen. Allerdings möchte ich den neuen Kabelbaum auch nicht zerschneiden. Wer weiß, ob ich nicht doch mal irgendwann wieder das originale Brett einbauen will... Der Vorbesitzer hatte den Stecker übrigens angeschnitten und dann das Brett mit Quetschverbindern verdrahtet. Meine Meinung nach, nicht ganz optimal...

    So,
    dann bin ich jetzt wieder mit der Antwort dran. :biggrin:

    Mein Favorit ist tatsächlich entweder ein abgesetztes Blech von unten einzusetzen, oder die Variante von „zu viele Teile“. Ob ich es dann überhaupt selber machen werde/würde steht eh noch in den Sternen! MIG-Löten kann ich leider nicht. Allerdings habe ich jetzt schon von mehreren Bekannten, die mit MIG-Löten vor allem mit sehr hochwertigen Blechen arbeiten, gehört, dass sich trotz der niedrigeren Temperatur die Bleche mehr verziehen, als beim MAG Schweißen. Ob das am Material oder ähnlichem liegt, kann ich natürlich nicht sagen.
    
Das Dach wird auch das Letzte, was ich dann an der Karosserie mache. Es sei denn ich käme doch noch zeitnah an ein Ersatzdach mit Säulen dran.

    Noch mal zum Thema „Briefwechsel“: An Teilen habe ich (noch) nichts, was mich an den Brief bindet. Lediglich an einem Tank bin ich derzeit dran. Vermutlich ebenfalls der einzige erhältliche derzeit.:biggrin:
    Die MK2 Traveller gefallen mir nicht so sehr, also bliebe noch ein Brief zwischen 10.1965 und 11.1967. Zudem mag ich Woodies deutlich lieber als die normalen Kombis. Der Rest wäre mir eigentlich sogar egal. Jedoch befürchte ich, dass solch ein Brief ebenfalls schwer aufzutreiben ist! Eine Suche hatte ich hier ja eh schon mal gestartet. In England zu suchen ist vermutlich am ehesten von Erfolg gekrönt, aber in den einschlägigen Foren darf man nicht suchen. Wo aber dann? Sollte es dahingehend weiterführende Infos/Ideen geben, bin ich grundsätzlich nicht abgeneigt!

    Liebe Grüße und vielen Dank für die rege Beteiligung, bzw. die konstruktiven Vorschläge!
    Niclas :smile:

    Holla,

    plötzlich so viele Antworten hier. :biggrin:

    Also die Variante „zuschmieren“ und 2. Dachhaut fallen flach. Ersteres weil ich schiss habe, dass es reißt und bei letzterem bin ich mir nicht so ganz sicher, was der Tüv dazu sagt.

    Eigentlich möchte ich von unten auch keine Sicken mehr haben. Da ist zwar eh der Himmel drüber, aber ich weiß eben, dass sie da sind. Wie schon erwähnt wurde, betreibe ich einen immensen Aufwand. Ich denke, dass ich dann am Dach nicht sparen darf.
    Ein glattes Dach finde ich eh schöner, aber das ist auch egal. Das Baujahr verlangt es und dem möchte ich mich beugen. ;)
    Lediglich ein großes Detail möchte ich ändern: Die Bremsen! Einfach weil die Bremsen sehr unmittelbar mit der Verkehrssicherheit zusammenhängen.

    Die wohl beste und schönste Variante ist tatsächlich die von Enne. Wenn ich die Sicke in Querrichtung treibe, müsste ich doch ohne Blech in Längsrichtung auskommen, oder habe ich da etwas falsch verstanden?
    Ich werde wohl MIG/MAG schweißen, bzw. ich werde MAG schweißen. Handwerklich wäre auch WIG kein Problem, aber es fehlt mir daheim die passende Schweißmaschine. Wobei ich auch denke, dass ich mit MAG etwas weniger Wärmeeintrag habe, auch wenn sich das beim Heften sicherlich nicht so stark bemerkbar machen wird.
    
Die shrinking disc finde ich ziemlich interessant! Wenn ich das richtig verstanden habe, handelt es sich dabei um das gleiche Prinzip wie beim Flammrichten. Nur, dass es ohne Flamme unwahrscheinlicher ist zu viel Hitze einzubringen, bzw. ein zu großes Areal zu erwärmen.
    Im Prinzip könnte ich dann mit einem vernünftigen Treibhammer und der Disc den Großteil der Verwerfungen wieder entfernen und dann an der Schweißnaht verzinnen.

    Ich habe übrigens auch noch mal Kontakt zu einigen Karosseriebauern aufgenommen, um mir mal einen Kostenvoranschlag zu holen. Wobei es mich eigentlich schon reizt es selber zu machen. Wenn die Angst nicht so groß wäre…:soupson:

    Hallo liebes Forum.

    Eigentlich wollte ich noch warten, bis ich ein paar Erfolge vorweisen kann, aber ich stehe derzeit vor einem Problem, bei dem ich nicht so recht weiß, was ich machen soll.

    Grundsätzlich geht es um mein neues Projekt. Einen 1961 Traveller Brief mit einer Mk2 Traveller Karosserie. Ich möchte das ganze wieder als 1961er aufbauen. Wie man auf dem Bild sieht, starte ich quasi von 0. Einfacher wäre es vermutlich gewesen, wenn ich mir einfach die Bleche gekauft hätte und quasi ein neues Auto aus Ersatzblechen bauen würde. :D
    Nun denn, ich habe mir dieses Projekt in den Kopf gesetzt und werde es auch durchziehen. Koste es was es wolle. Deswegen vorweg: Über Sinn und Unsinn lässt sich sicherlich streiten, aber ich würde mich freuen, wenn es einfach akzeptiert werden würde, dass ich den wohl schwersten Weg zum 1961er Traveller gehen werde.

    So, nun wo das gesagt ist, geht es an das eigentliche Problem: Da es sich bei der Karosserie um einen MK2 handelt, gibt es etliche Bleche, die nicht zum 61er passen. Einen innenliegenden Tank habe ich gefunden, die Ersatzradmulde ist mit einigen Änderungen nahezu identisch zu der aus dem Saloon Modell und die Spritzwand hat zum Glück noch die Aufnahmen für den „eckigen“ Scheibenwischermotor.
    Wirklich Problematisch ist vor allem das Dach. Und genau darum geht es mir. Ich habe bereits alle mir bekannten Händler in Deutschland und England abgeklappert, jedoch hat niemand mehr solch ein Dach. Ich habe zwar Kontakt zu jemandem in Kanada, der ein glattes Dach verkaufen möchte, jedoch ist vor mir noch jemand in der „Warteschlange“ und ich nehme sehr stark an, dass das Dach quasi schon verkauft ist. Damit ist vermutlich das einzige derzeit (oder überhaupt) erhältliche glatte Dach verkauft.
    Die Frage ist nun: Wie bekomme ich mein Dach glatt? Dabei bin ich auf die Idee gekommen, ein Saloon-Dach zu schlachten, um Blechstreifen mit der passenden Wölbung zu bekommen.
    Die Sicken im Dach vom Traveller müssten so knapp wie möglich ausgeschnitten werden, und die Ausschnitte dann auf die Blechstreifen übertragen. Dann rundum das Blech absetzen, von unten einsetzen und dann? Entweder ganz vorsichtig punktschweißen, immer schön über kreuz und nach Möglichkeit mit einem dicken Kupferblock von unten zum Kühlen. Dann ganz dünn mit Spachtelmasse versiegeln. Dabei bin ich auf diesen Alu-Spachtel gestoßen, der angeblich mit dem Blech arbeitet. Somit sollte auch nichts reißen. Alternativ verzinnen, allerdings habe ich dann natürlich auch wieder einen Wärmeeintrag.
    Eine Variante, die mir eigentlich noch sympathischer erscheint, ist kleben. Mit vernünftigem Karosseriekleber sollte das Ganze halten, die Frage ist nur, wie langlebig das ist. Verzinnen fiele dann natürlich flach, sonst wars das mit dem Kleber.

    Hat jemand sowas in die Richtung schon mal gemacht? Wenn ja, dann wäre es toll, mal ein paar Erfahrungen zu hören.

    Sollte ich keinerlei Möglichkeit finden, mein Dach glatt zu bekommen, stehe ich vor der Entscheidung, einen 1961er zu bauen, jedoch mit falschem Dach, oder einen Brief ab 10.1965 zu suchen (habe ich ja eh schon mal angefragt hier).

    Im Sommer fange ich mit den ersten Blecharbeiten an, dann werde ich hier natürlich berichten und sicherlich auch die ein oder andere Frage stellen.

    Liebe Grüße,
    Niclas

    Ps: Hier ist die „Schönheit“:

    PPS: Ein Faltdach kommt nicht in frage! Da lasse ich dann lieber die Sicken drin…