Überraschender Weise wurde zum zweiten Lauf hin nicht viel geschraubt. Die Technik hatte überall gehalten, nur ein Fahrfehler und ein daraus resultierender Unfall zwischen Johannes Geiser und Phil Harvey zwangen Johannes einen neuen Kühler zu verbauen. Teuscher bekam von mir eine neue Zugstrebe, dass Auto wurde in der Spur vor Ort vermessen und stand dann zum zweiten Lauf bereit. Dieser war für 12.45 Uhr angesetzt so dass es hier eine Entschädigung für das frühe Aufstehen am Morgen zum ersten Lauf gab. Jetzt war auch die Tribüne nach dem Hatzenbach Bogen deutlich mehr mit Zuschauern gefüllt. Und sie sollten belohnt werden. Müller-Deck hatte von mir die Freigabe bekommen: No Rev limits! Aber ich glaube das hätte ich ihm nicht sagen müssen, bzw. hätte er eh nicht auf mich gehört wenn ich was anders gesagt hätte. Zusätzlich hatten wir noch zwei neue Reifen auf der Hinterachse montiert. Es war also Attacke angesagt. Mit fliegendem Start ging es auf die ca. 10 Runden und sofort machte Müller-Deck Druck und drehte sich in der Mercedes Arena!! Aber Hans wäre nicht Hans und ich lasse ja auch nicht jeden hinters Volant, wenn er diese Situation nicht retten konnte. Ohne Feindberührung machte er eine komplette 360° Drehung fuhr auf die Strecke zurück und hetzte den enteilten Führenden nach. Dale lag wie gewohnt vorne, dicht gefolgt von Gensemeyer. In der zweiten Runde kam Gensemeyer sogar als Führender an der NGK Schikane vorbei. Welch war sicherer dritter und mit größerem Abstand Müller-Deck schon wieder vierter. Er war wohl richtig sauer auf sich selbst, hatte zwar kein Messer zwischen den Zähnen, aber den unbedingten Drang nach vorne. An der Spitze gab es einen erneuten Führungswechsel. Dale war wieder vorne. Die beiden schenkten sich nichts. Welch rückte langsam näher und auch Müller-Deck machte von Runde zu Runde Meter gut. Und beim Überrunden passierte es dann auch. Müller-Deck war dran an Welch, und dann auch nach einer Runde vorbei. Welch hatte wohl die Zeichen der Zeit erkannt und wehrte sich nicht wirklich lange. Ebenso Gensemeyer. Dem heran stürmenden silbernen Renner hatte er nichts entgegen zu setzten und beim nächsten Umlauf war Müller-Deck auch schon an Dale’s Stoßstange und somit zweiter. So ging es noch eine Runde. Müller-Deck heizte Dale ordentlich ein doch dann gab es leider einen Rennabruch. Rote Flaggen wurden nach dem Überschlag eines Fiat 500 gezeigt. So endete das Rennen anderthalb Runden vor Schluß.
Zieleinlauf zweiter Lauf:
1. Dale
2. Müller-Deck
3. Gensemeyer
4. Welch
5. Harvey
6. Branscheid
7. Richards
8. Geiser
9. Franz J.
10. Scott
11. Morris
12. Teuscher
13. Franz E.
14. Wenecke/Keiselt
15. Landsberg
So traf man sich im Fahrerlager wieder. Es wurde gelacht und sich gegenseitig auf die Schultern geklopft und gratuliert. Ein tolles Rennen war vorbei und nun wurden schnellstens die Vorbereitungen für den Abend getroffen. Abend? Ab 16.00 Uhr stand alles bereit. Mehrere Kuchen, Kaffee, Bier, Chips und der dampfende Grill. Schlicht einfach alles was man braucht um bis 2.00 Uhr am Morgen zu feiern. Das wurde dann auch getan. Die Party in der Box 24 war ein Höhepunkt in diesem Jahr. 6 britische Starter hatten genannt und alle waren mit ihrem Anhang in der Box. Knapp 100 Leutchen wurden auf Kosten der BCT und des neuen Meisters, der sich natürlich nicht lumpen ließ, verköstigt. Alle befanden die letzte Veranstaltung im Jahr als vollen Erfolg. Nur die nutzlosen Studenten mussten ja noch einen drauf setzten. Sie feierten natürlich den zweiten Platz von Marc Branscheid im Gesamt und so ging es nach der Boxenparty noch in die neue Eifelland Disco vor den Toren des Nürburgrings.
Alles in allem ein sehr schönes Saisonfinale.
Bis später…
Faxe