brooklands
Der beste Beweis für die Wichtigkeit des fahrerischen Könnens, konnte man dieses Jahr in der seriennahen Klasse der BCT miterleben. Der spätere Gesamtsieger der BCT wurde trotz erheblich höherer Motorleistung von einem anderem Teilnehmer, der mit 74 Reglement konforme PS unterwegs war, beim direkten aufeinander Treffen mehrmals deutlich distanziert.
Die Kosten für einen Renn-Mini in der Gruppe 1 genau zu beziffern ist schwierig, da auch immer die Frage der Eigenleistung sehr entscheident ist. Aber zwischen 5 und 15 tausend Euro ist ein realistischer Wert.
Die laufenden kosten einer Saison ist unter anderem abhängig von der eigenen Fahrweise. Rene Clear, einer der Top-Leute der Gruppe 1 in der BCT, braucht schon mal zwei bis drei Satz Reifen und Bremscheiben/Klötze in einer Saison. Die Fix-Kosten pro Veranstaltung für Startgeld, Benzin etc. setzen sich auch aus verschiedensten Komponenten zusammen, da es einige gibt, die sich zum Beispiel einen Hänger leihen müssen. Andere haben diesen, doch die Kosten für den Kauf sind ja auch zu berücksichtigen. So kommt eins zum andreren. Nimm die Startgelder, Entfernungen zu den Rennstrecken, Verpflegung (nur du weißt was du essen willst), Übernachtungskosten (wenn du kein Zelt o. Wohnmobil hast) und rechne alles zusammen.
Motorsport war schon immer teuer, die BCT Gruppe 1 ist wohl günstiger als andere Rennserien.
Was zählt, bei der BCT, ist der Zusammenhalt. Da wird jedem geholfen bis er wieder fahren kann, es sei denn es ist kein Material da, aber irgend einer hat immer Spare Parts in stock. Dem direktem Konkurrenten wird das Auto wieder fahrbereit gemacht. Selbst ganze Motore oder Auto's werden da verliehen und wer selber reichlich gibt, bekommt auch viele Angebote. Beim letzten Lauf in Hockenheim haben mir 6 Teilnehmer der BCT ihr Auto angboten, damit ich noch Punkten konnte. Dem direkten Mitbewerber um den Klassensieg wurde vor dem Lauf noch ein zusätzlicher Wasserkühler eingebaut und der späteren Gesamtsieger wurde auf seinen Wasserverlust hingewiesen, den dieser bis dahin nicht bemerkt hatte. Sowas spart natürlich auch Kosten.
Wichtig ist aber auch die Beratung beim Aufbau des Auto's. Hier sollte man sich auf erfahrene Schrauber und Händler verlassen, die nicht erst mit dem Aufbau des Kunden-Minis und dessen Motor, ihre Erfahrungen sammeln.
Da bezahlt man schnell die Inkompetenz mit.
Dazu kommt natürlich noch die Betreung an der Rennstrecke, wenn man nicht selber schrauben kann. Natürlich helfen die anderen Teilnehmer gerne, aber wenn immer die selben Renner ausfallen, weil die Vorbereitung im Vorfeld nicht stimmt und die Fehler beim Rennen dann ausgebügelt werden müssen, erlahmt irgendwann auch die Hilfsbereitschaft. Zumal diese Helfer ja auch ihr eigenes Auto betreuen müssen.
Das bis dahin
Bis später...