Doch nochmal kurz Off topic:
Auf den ersten Blick mag es oft wie Technikfeindlichkeit aussehen, wenn angebliche Innovationen nicht direkt in die Serie übernommen werden. Aber als Aussenstehender sollte man einfach mal davon ausgehen, dass man nicht alle Gründe kennt, die für oder wider ein neues Produkt sprechen. Gäbe es bei den C-Kolben tatsächlich nur die aufgezählten Vorteile und ansonsten keinerlei Nachteile, wären die Automobilhersteller ja schön blöd, sie nicht einzusetzen. Aber wie sieht es zum Beispiel mit den Punkten Betriebsfestigkeit (nicht zu verwechseln mit Verschleiß), Zuverlässigkeit und Qualitätssicherung aus? Bei den Großserienteilen gibt es bestimmte ppm-Raten, die im Feld ausfallen dürfen. Fällt die Rate von sagen wir einmal 0.000001 auf 0.001 hat der Hersteller plötzlich einen Haufen Garantie- und Kulanzkosten an der Backe, ganz zu schweigen vom Imageverlust. Die nächste Frage ist, ob der Anbieter überhaupt in der Lage ist, die benötigte Menge in vernünftiger Zeit bei gleichbleibend hoher Qualität anzubieten? Für ein paar Mini-Verrückte, die diesen Kolben ohnehin in getunten Motoren einsetzen wollen, spielt das alles keine Rolle, für Großserienhersteller schon.
So, damit genug off topic. Ich bin auch schon gespannt, welche Erfahrungen die bei Oldtimer-Markt mit den Kolben machen werden.
Gruß, Jan