Mein Gott, was sind hier Träumer unterwegs 
Es gibt KEINEN einzigen Autohersteller, der die Bewahrung seiner Geschichte wirklich mit Herzblut betreibt.
Das kann es auch gar nicht geben - da wirklicher Enthusiasmus immer nur von einzelnen handelnden Personen ausgehen kann, aber nicht institutionell verordnet.
Also was soll diese ewige Jammerei über BMW???
Bei allen Herstellern, die so etwas wie eine nach aussen erkennbare Traditionspflege betreiben, folgt diese den gleichen Zielen:
1. Das ganze ist ausschließlich Teil des Marketings - d.h. es soll lediglich die Strahlkraft der Marke erhöhen und damit indirekt Geld verdient werden
2. Es soll zusätzlich direkt Geld damit verdient werden, durch den Verkauf von Ersatzteilen und Dienstleistungen.
Variante 1 ist die häufigste, in unterschiedlicher Ausprägung bei diversen Volumenherstellern anzutreffen
Variante 2 beschränkt sich auf Premiumhersteller, da es nur dort wirklich einen Markt gibt, der die notwendigen Deckungsbeiträge ermöglicht (z.B. Daimler, Porsche, Aston Martin, Ferrari)
Wenn man sich mit offenen Augen verschiedene Veranstaltungen mit klassischen Automobilen, bei denen sich einzelne dieser Hersteller besonders engagieren, kritisch anschaut, wird man genau diese Muster erkennen. Das geht dann teilweise so weit, daß selbst Traditionsveranstaltungen (wie z.B. die Mille Miglia) von einem einzigen Autohersteller derart als Plattform für das eigene Marketing missbraucht werden, bis sich der Charakter der Veranstaltung vollends in die vom Sponsor gewünschte Richtung entwickelt hat und der ursprüngliche Charme in weiten Teilen verloren gegangen ist. Und so lange ein möglichst großer Teil der Beteiligten (Veranstalter, Genehmigungsbehörden, etc.) wirtschaftlich daran partizipieren, sind sie alle mit Begeisterung dabei.
Stellt euch so etwas mal beim IMM vor - das wollt ihr nicht wirklich.
Seid doch froh, daß BMW/MINI euch da weitestgehend in Ruhe lässt...
Schöne Grüße
Dietrich