Beiträge von dougie

    Kleine Korrektur: die Spannung zur Prüfung der Benzinpumpe ist nicht zielführend. Es muss der STROM gemessen werden.

    Wenn die Pumpe läuft, sollten so etwa 6A fliessen, und das ziemlich konstant/gleichmässig.
    Schwankt die Stromaufnahme deutlich: Pumpe defekt. Es gibt günstige Ersatz-Standardpumpen für wenig Geld im Netz, die man dann nehmen kann, wenn man das selber adaptieren kann.


    dougie
    28. April 2021 um 13:20

    Bitte nicht böse sein, aber ich denke einfach mal laut...

    Ich bin nicht sicher, ob das mit dem aktuellen Wissensstand wirklich zielführend ist. Hier fehlen irgendwie sehr viele Infos die man haben sollte, wenn man auf dem Level an nem MPI arbeitet.

    Erstens: Ein Massekabel zur ECU... was soll das bringen? Es fliesst keinerlei Strom über das ECU Gehäuse. Das dient lediglich als mechanischer Schutz, Kühlkörper und Abschirmung gegen externe Störfelder. Wie kommt man auf so was? Die ECU bezieht ihre Masse alleinig über den Motorkabelbaum.

    Zweitens: Benzindruck.... weder SPI noch MPI haben einen Benzindrucksensor. Die Pumpe fördert einfach und der mechanische Benzindruckregler regelt den Druck. Beim MPI 3 bar max. Die Benzinpumpe läuft beim Einschalten der Zündung für ein paar Sekunden um das System auf Druck zu bringen und mit dem "Priming Pulse" dafür zu sorgen, das der Motor nicht trocken startet.

    Gemessen wird der Benzindruck mit einem Benzindruckmesser auf der Druckseite (orange) .

    Drittens: CRASHSCHALTER ÜBERBRÜCKT ..... WARUM???? Wenn die Benzinpumpe doch bei Zündung an läuft, wieso kommt man auf die Idee das der Crash-Schalter hier ein Problem sein könnte und baut zusätzliche Fehler ins System?

    Es gib hier im Forum kilometerweise dazu zu lesen. Auch mit welchen (low cost) tools man sich einen Überblick darüber verschaffen kann, was die ECU eigentlich "sieht".

    Ich befürchte mit der aktuellen Methode ist die Gefahr groß, das einfach noch mehr kaputt geht. (Und das hab ich jetzt mal bewusst nett formuliert)

    Cheffe ... dein Beitrag beginnt mit dem Worten "zitiert" ... wen hast du denn da zitiert und wo? "KI" könnte auch "Kiel" heissen.

    Wenn das totaler Quatsch sein sollte (wovon ich ausgehe) markier das bitte deutlicher.

    Eine Chance hast du noch bevor ich diesen Thread als "ignorieren" markiere.

    ...der Widerstand, der hier immer prima als Ersatz für einen Gurtstraffer oder einen Fahrerairbag funktioniert hat, hat 2 Ohm.
    Ein normaler 1/4W Typ reicht, wird dann aber auch vom Steuergerät fachgerecht in eine kleine Rauchwolke umgewandelt, wenn der Fall eintreten sollte.

    12V / 2Ohm = 6A
    6A * 12V = 72W

    ... ich komm hier mal eben drauf zurück.

    Ausgangslage: es war der gleiche Anschluss defekt, den ich schon beim ersten mal repariert hatte. Nach der ersten Reparatur hat dieser auch wieder prima funktioniert. Da ich gerade keine 0,045 Ohm Widerstände in der 2W Bauform hier hatte, hab ich 2x 0,1Ohm in 5W parallel verbaut.
    Der resultierende Widerstand ergibt sich dann zu 0,05 Ohm mit 10W Leistungsvermögen. Also deutlich überdimensioniert auf der sicheren Seite.
    Den zerstörten IGBT Leistungshalbleiter hab ich durch einen Treiber ersetzt, den ich auch bei meiner ums. seit vielen Jahren ohne Probleme verwende. Das ist ein ISL9V5036P3 und der kann satte 46A schalten. Das ist mehr als das dreifache dessen, was der original Baustein kann.

    Jetzt bin ich nicht dabei wenn die ECU wieder in Betrieb genommen wird und kann nicht abschätzen was da vor Ort passiert und gemacht wird, aber mit derart robusten Bauteilen, sind jetzt im Fehlerfall andere Dinge das schwächste Glied in der Kette.


    Hier mal ein interessantes Bild.... der Draht oben links ersetzt eine Leiterbahn in Layer 3 der Platine, die ich bei der ersten Reparatur ersetzen musste, weil durchgeglüht.
    Der Draht kann natürlich mehr Strom vertragen als die Leiterbahn, also hat es diesmal die Leiterbahn davor zerschossen. Der smd Widerstand rechts unterhalb des Drahtes (bezeichnet mit 562 = 5600 Ohm) sitzt auf einer Platinen-Blase, die sich unter ihm in Layer 3 gebildet hat, als dieses mal deutlich zu viel Strom geflossen ist. Die Leiterbahn die da war ist schlicht "weg". Dehalb kam auch kein Signal mehr aus Pin 26

    Ich hab auch die jetzt ersetzt und wieder einen neuen IGBT eingelötet. Diesmal aber wieder den originaltyp, der schon bei 17A auf gibt. Ansonsten brennt dir beim nächsten auftreten des gleichen Fehlers der Motorkabelbaum ab, weil der ist jetzt das schwächste Glied.

    Ich hab hiermit gewarnt! Der Fehler ist NICHT in der ECU sondern im Fahrzeug zu suchen!

    Das Gefühl für eine feste Verschraubung hat leider nicht jeder. (Es ist erstaunlich, wie Failsafe Verschraubungen tatsächlich sind)

    ...dann geh mal zu Toom und kauf M8er Schrauben & Muttern und versuch die auf 45Nm anzuziehen, wie das vorgesehen ist.

    Die haben die Festigkeit von Kühlschrankbutter und typischerweise zieht dir die Mutter das Gewinde bei dem Versuch sauber von der Schraube.

    ...mein Tester hat mir zwar nichts derartiges angezeigt, aber ich prüf das gerne noch mal.
    Sollte so nicht sein!

    Zur Sicherheit "leuchtet" oder "blinkt"?

    Und miss bitte auch noch mal direkt am Stecker der ECU, indem du vorsichtig in die weiss/schwarze und weiss/graue Leitung piekst

    Also... Die Zündspule bekommt Plus vom Hauptstromrelais via Kabel browN/pinK an Pin 3 der Zündspule.

    Auf ECU Pin 25 & 26 sind die jeweiligen Massepfade. Die musst du mit einer simplen Prüflampe messen. Multimeter wird nicht funktionieren.
    Einfach Prüflampe zwischen Plus und nacheinander Pin 25 und Pin 26
    Wenn der Motor dreht, muss die Lampe auf beiden Leitungen flackern

    C159 ist der SCHWARZE Stecker.


    Bitte am Stecker der ECU in Richtung Fahrzeug messen, damit du auch enventuelle Fehler des Kabelbaums mit bekommst.
    Bitte auch prüfen, das der Motorkabelbaum eine gute Masseverbindung hat.

    Die Injektoren und die Zündspulen sind die einzigen Hochstromkreise. Wenn die von den Werten her unauffällig sind, sollte das erst mal ok sein.