Zitat von Mats90
Mich hat halt nur interessiert, ob bei dem Radio ein Produktionsfehler vorliegt, was demnach wohl der Fall sein muß. Kann ja auch mal passieren. Außerdem wäre diese werksseitige Verpolung der Endstufenausgänge(!!!) eines Lautsprecherpaares beim allgemein üblichen Einbau ja gar nicht aufgefallen.
Doch! Das wäre aufgefallen. Eine Verpolung ist im Bassbereich üblicherweise sehr gut hörbar, wenn du den direkten Vergleich hast (also die Kabel immer wieder rumdrehst um den Unterschied zu hören).
Zitat von Mats90
Du schreibst aber auch etwas davon, dass eine Phasenverschiebung Sinn machen kann. Wann ist dies denn der Fall? Und woran kann ich es erkennen. Kann ich mich hierbei auf mein Gehör verlassen, oder muß man dazu komplizierte Messungen vornehmen?
Ich habe auch mal gelesen, dass bei 3-Wege-Systemen der Mitteltöner verpolt werden sollte. Keine Ahnung ob das wirklich wichtig ist. 
Das ist pauschal schwierig zu beantworten. Gerade im Auto ist die Schallausbreitung eine sehr komplizierte Angelegenheit. Da hilft eigentlich nur ausprobieren und den persönlichen Geschmalck entscheiden zu lassen.
Die Physik sagt, das du bei 30Hz (Bassbereich) eine Wellenlänge von ca. 11m hast. Um eine Auslöschung mit den vorne produzierten Bass zu erreichen, brauchst du eine Phasenverschiebung von einer halben Wellenlänge. Wenn dein Basssignal also (theoretisch) 5,5 m vom Kofferraum aus mehr bis zu deinen Ohren zurück legt, als der Bass vorne, hörst du realiv wenig Bass, weil sich das an der Ohrposition auslöscht. Wenn du jetzt die Lautsprecher vorne ODER die Lautsprecher hinten umpolst, hast du den gegenteiligen Effekt.
Das beschriebene ist natürlichnur eine Betrachtung bei EINER Frequenz. Die Laufzeit der Signale ist jedoch bei jeder Frequenz anders. Auch werden die Signale unterschiedlicher Frequenz anders reflektiert oder im Auto absorbiert.
Bei Heimlautsprechern polt man tatsächlich manchmal den Mitteltöner um (ist bei meinen Selbstbauboxen der Fall). Dort hat man aber eine fixe Sitzposition zwischen den Boxen mit relativ genau definierten Abständen und kompensiert damit den Laufzeitunterschied des Mitteltonsignals im Vergleich zum Bassignal.
Beim Hochtonsignal ist das dann meisst nicht mehr nötig, da man dort das Signal 2 mal umkehren müsste, was wieder zum Ursprungssignal führt.
Also: einbauen und einfach ausprobieren, was sich besser anhört. Das ganze wird sowieso eine längere Geschichte, weil sich jede CD anders anhört.
Ach ja: zum einmessen von Bassignalen empfehle ich dringend (!) die Madonna CD mit dem Soundtrack aus dem Film "Dick Tracy" und das Stück "Hanky Panky" ... Die Nachbarn finden das irgendwie nie besonders gut...
