...das mit dem 2A Taster wird jetzt eigentlich ne längere Geschichte, aber ich versuchs dennoch ganz kurz.
Die Belastung eines Schaltkontaktes hängt ganz wesentlich von der Betätigungszeit ab. Also von der Zeit von "Schalter aus" bis "Schalter ein". Bei einem Relais geht das immer super schnell, weil das der Elektromagnet macht. Bei einem handbetätigten Schalter ist das in jedem Fall langsamer und damit eine riesen Belastung für den Kontakt.
Darüber hinaus ist der Strom für den Magnetschalter wesentlich grösser als 2A. Ich tippe mal auf 10A, ohne den gemessen zu haben.
Such mal nach "Anlasser SPI" hierim Forum und du triffst auf die Berichte, wo nach 10 Jahren selbst das Anlasser-Hilfsrelais in der Relaisbox weggekokelt ist, weil der Schaltstrom so hoch ist. Bei den älteren Modellen ohne Hilfsrelais kokelt dann eben der Kontakt im Zündschloss weg. Fällt nur nicht so oft auf, weil durch die mechanische Betätigung die verbrannte Schicht immer weggerieben wird.
Thema Sicherheit: Not-Aus-Schalter im Auto sind immer Kurzschluss-schalter. Sprich: sie schliessen die Zündspule kurz, damit kein Zündfunke mehr kommen kann. Funktioniert auch, wenn der Kontakt aus welchen Gründen auch immer festgebacken sein sollte.
Letzter Punkt: Kondensator. Ein Relais ist eine induktive Last. Genau wie bei der Zündspule entsteht beim Abschalten der Spannung ein Funken. Bei der Zündspule ist der gewollt und tritt an der Zündkerze auf, aber bei dem Relais entsteht der an den sich öffnenden Kontakten deines Tasters und führt zu Kontaktabbrand. Ein 100nF Kondensator mit einer Spannungsfestigkeit von 100V oder mehr wird hier an die beiden Kontakte des Tasters gelötet. Der Kondensator nimmt den Spannungsimpuls des abschaltenden Relais auf und es kann kein Funke entstehen. Alternativ dazu kann man auch die Gegeninduktion des Relais mit einer Diode an der Spule des Relais kurzschliessen. Die letztere Variante ist die üblichere.
VG
Ralf