Vorab: Ja, Zeitgemäß ist das Lager so nicht konstruiert. Das konnte man auch vor 60 Jahren schon besser.
Letztendlich verspannt man mit den Anzugsmoment nur die inneren Lagerschalen mit der Distanzhülse.
Hat man Glück mit den Toleranzen, passt dieses verspannte Maß exakt zur Lagervorspannung, die die äussere Schalen+Steg benötigen.
Die Auswirkungen auf die Kegelhülsen der Lager sind enorm (vgl. Türkeil-> geringe Verschiebung auf dem Boden erzeugt eine sehr hohe Querkraft.)
Wenige 1/10 mm können hier sehr entscheidend sein.
Heisst also: Entweder es wackelt wie ein Kuhschwanz oder es ist zu stark gespannt, so dass die Lager innerhalb kürzester Zeit Grütze sind. KAnnst genauso Lotto spielen oder ausmessen und 17 von 20 Lagern in die Tonne kloppen. Denn Lagerkomponenten untereinander tauschen ist genauso tödlich.
Ohne Hülse sollte man die Lager aber weit weit weniger Vorspannen.
Das kann man rechnen, aber aus den Stehgreif würde ich ca. 50Nm annehmen.
Die Vorspannung muß aber größer als die größte Betriebslast sein, so dass sich die Mutter nicht lösen kann.
Kann man auch rechnen.
Viel Spaß.