Beiträge von J&A

    Unabhängig von der Händlerliste:

    Der Motor bekommt einfach keine Sprit. Naheliegend wäre, dass die Spritversorgung in den knapp 20 Jahren zugeschmoddert ist.

    Also im Tank wird Wasser stehen (Ethanol zieht Wasser). Sprit raus, neuen rein.
    Leitung nach vorne inspizieren
    Vergaser mit Schwimmerkammer, Düsenstock etc. putzen.
    Alle Stromkontakte - vor allem Massebänder - säubern, je nachdem wie feucht das Auto stand.

    Und dann ist man einem laufenden Auto schon sehr viel näher....

    Zitat

    Dafür werden verreckende, unreparable, sackteure Steuergeräte sorgen.

    Das Argument gab es schon vor 20 Jahren. Dass Steuergeräte verrecken ist richtig.
    Aber es gibt inzwischen genug Möglichkeiten, sich professionell zu behelfen. Sei es über Reparaturen oder über Einbau anderer, markenoffener, Steuergeräte (Emerald,...)
    Motortechnik ist keine Raketenwissenschaft und früher ist man mit der Rechnerkapazität eines Abacus zum Mond geflogen. Alles Easy....

    Interessant wird es erst bei Fahrzeugen, die ein Betriebssystem haben oder wo die Steuergeräte zueinander codiert sind. CAN-BUS z.B.
    Aber selbst letzteres knackt man heutzutage auch schon. Denn vor dem Problem steht man ja bei sog. Restomod.
    D.h. Alte Kiste mit neuem Antrieb, wo aber diverse Komponenten nicht verwendet werden können, wie Stabilitätsprogramme etc., weil es zu keinen plausiblen Werten führen würde.
    Selbst die Software von Tesla wurde geknackt, so dass der Antriebsstrang ohne Tesla funktionieren kann.

    Zitat

    Theoretisch aber beim Golf 2 z.B kostet Steuer 132 Euro

    Ja, mit Mofamotor und G-Kat.
    Und praktisch ein GTD: 1600 ccm á 33,29 ....

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    und ja auch " moderne Autos " werden mal 30 Jahre und älter ..

    Das Problem ist, dass die Fahrzeuge aus den späten 80ern bis maximal Ende 90er eine optimale Schnittmenge aus notwendiger Technik (Multipointeinspritzer mit G-Kat, oft ABS und Traktionskontrolle, bisschen Airbags etc...) und Haltbarkeit (verzinkt) darstellen. Ein Audi 80/90 überlebt alles. So, wie seine neuen Blechkollegen schon nach 3 Jahren rosten, schafft das der Opi nicht nach 25 Jahren.
    Die bringt man nur zur Strecke, indem die Ersatzteilversorgung vom Werk gekappt wird.
    Die Ersatzteilversorgung für einen 50 Jahre alten Briten ist weitaus problemloser als bei einem 15 Jahre alten dt. Produkt.

    Daher sehe ich es eher nicht (bis auf sehr wenige Ausnahmen) dass ein aktuelles Fahrzeug lang genug halten wird, um H-Status zu erlangen.

    Sinnvoll wäre es, wenn die aktuellen Voraussetzungen zum Erlangen des H-Kennzeichens auch eingehalten werden würden.

    Dann würden keine runtergerittenen Ranzkacheln á la Golf 2 mehr durch die Umweltzonen fahren, wie es aktuell der Fall ist.

    Aber speziell bei der KFZ-Besteuerung (darum geht es letztendlich) hat man als Bürger keinerlei Chance. Von wegen Bestandsschutz und so Blödsinn.
    Da zeigt sich die Willkür des Staates in voller Pracht. Wer einen Pickup besitzt und letztes Jahr unerwartet Post vom Zoll erhalten hat, weiß, was ich meine. :thumbs_up:

    Zitat

    „Milchmädchenrechnung“

    Geht damit einfacher:

    Um etwas selber zu tun benötigt man entsprechendes Werkzeug und Können.
    Das muß in der Milchmädchenrechnung mit einbezogen werden.

    Und ehrlicherweise lügen wir uns alle selber in die Tasche bei unserem 'kostengünstigen' Hobby :rolleyes:

    Mit diesem Hintergedanken für das Kostenlimit:

    http://minispares.com/search/classic/bodyshell.aspx

    Man kann das schon machen lassen. Nur nicht bei einer markengebundenen Werkstatt (das wird mit sehr großer Sicherheit nix, außer teuer), sondern bei jemand, der vorzugsweise britische Fahrzeuge restaurieren kann. Siehe dazu u.a. die Händlerliste im Forum

    Die wissen in aller Regel, was sie zu erwarten haben, wie die richtige Instandsetzung abläuft und was das wohl kosten könnte.
    Dass eine solche Kostenabschätzung auf Zwiebelpapier gedruckt sein wird, versteht sich von alleine... :crying:

    Zitat

    einige Zeitgenossen haben schlicht und einfach keine Idee, was ein Mini an Kosten verursacht, wenn er in eine offizielle Werkstatt gegeben wird.

    Und um es zu verallgemeinern: Nicht nur beim Mini, sondern jede tiefergreifende Fahrzeugreparatur verursacht unfassbar hohe Kosten in einer Fachwerkstatt.

    Das fällt heutzutage nur nicht so auf, weil die ganzen Leasinghobel über die ersten 3 Jahre gerettet (runtergeritten) werden und jeder Pups von der Vollkasko geregelt wird.

    Für 800.-- bekommt man heutzutage 'n Mechaniker für grad mal einen Arbeitstag zur Verfügung gestellt.
    Bei den sich so nennenden Premiummarken reicht das Geld sogar nur bis zur Kaffeepause.

    https://schaden.news/de/map/dekra-stundensaetze-karte

    (die MwSt. kommt hier natürlich noch hinzu!)

    ....bis der TÜV was dagegen hat.

    Die Front ist zumindest mal ziemlich durch. Rumflicken macht da keinen Sinn mehr.
    Und wie schon vom Michael gesagt wird der Rest nicht besser sein.
    Das ist schon eine ordentliche Baustelle. Oder anders gesagt einfach ein ganz normaler Laternenparker-SPi :confused:
    Der Carport hat das Leiden nur etwas in die Länge gezogen.

    Das Wasser im Kofferraum: Wenn es die Heckscheibendichtung ist (was sehr wahrscheinlich der Fall ist), dann ist die Hutablage aus dem komischen Pappkarton sicherlich auch wellig bzw. sogar nass.

    Hier sind die Prospekte von damals zum Download verfügbar.

    https://allbrit.de/downloads.cfm?SPRACHE=DE

    Das Faltdach gab es auch als Werkszubehör.
    Ein echtes British Open (SPi) hat eine beigefarbene Innenausstattung.

    In dieser Zeit gab es auch das Modell Balmoral. Das hat dann die Innenausstattung in grün/rotem Schottenrockmuster.

    Für genauere Infos wäre die Fahrgestellnummer interessant. Daraus lassen sich viele fahrzeugspezifische Infos herausfiltern.

    Zitat

    Würdet Ihr beim Einbau Ablaufschläuche verbauen oder lieber so lassen? Der Mini wird, wenn er mal fertig ist, nur im Sommer gefahren und steht winters in meiner Garage, die im Haus integriert ist. Somit auch trocken und geschützt.

    So'n Mini kann auch schon etwas Wasser ab. Frost und gesalzene Straßen sind viel problematischer.

    Ohne Abläufe wirst du bei Regen bei der ersten Bremsung zwangsläufig geduscht. Denn irgendwohin muß ja das Wasser.

    Insgesamt hat dein Mini alle üblichen Roststellen, jedoch in einem eher noch milden Zustand.
    Da gibt es SPi's die deutlich schlimmer daher kommen.

    Zitat

    uch nach vorne/hinten verschieben, was Scher-Kräfte in die Motorlager einleitet. Und diese Scher-Kräfte werden von den unteren Knochen "übernommen".

    Eben. Sonst würde die Aufnahme auch nicht brechen. :wink:

    Das obige Video zeigt das Kippeln OHNE oberem Knochen.
    Setzt man den ein und definiert ihn als Drehpunkt, entstehen Scherkräfte in den Gummilagern, wie Diddi richtig schreibt.

    Dafür zeigt das Video aber schön das Problem, wenn der obere Knochen ausgeschlagen ist.
    Aufgrund dann schlechter Hebelverhältnisse kommt viel Bewegung in den Laden und somit bricht die untere Aufnahme recht schnell.
    Was auch daran erkennbar ist, dass nicht die Schweißnaht abreisst, sondern ein Ermüdungsbruch durch hin- und herbiegen des Blechs entsteht.
    (Welcher verhindert werden kann, wenn man wie schon beschrieben eine U-Lagerung baut)

    Ja, ein eher übliches Problem.

    Besser du schweisst gleich 2 Winkel rein, oder du biegst dir ein passendes U, dann vermeidest du die Torsionskräfte auf den Winkel.

    Statt von oben zu schweißen, kannst du auch in die Traverse von unten paar kleine Löcher bohren und von unten den Winkel punktschweißen. Muss halt sauber aussehen und schön verschliffen werden.

    Da schweißen grundsätzlich an Rahmenteilen verboten ist, könnte ggfs. jemand offizielles etwas dagegen haben, wenn es zu offensichtlich ist :rolleyes:

    Und wie schon erwähnt....der Schaden kommt durch Vernachlässigung des oberen Knochens.

    Also grundsätzlich geht ein Faltdachantrieb eher nicht kaputt. Wäre auch schlecht, da das Zeug echt teuer ist.

    Was vorkommen kann, ist, daß die Mechanik frisch gefettet werden muß. Der Stoff sieht ja bei dir noch ganz gut aus. Den zieht es meist gerne zusammen.

    Zum lackieren ausbauen macht Sinn. Ist mit gut 20 Schrauben befestigt und ringsum mit einem Klebestreifen gedichtet.

    Ob die Mechanik funktioniert kannst du mit der Handkurbel testen, die im Kofferraum liegen sollte. Hinten am Dach den Stopfen abnehmen und kurbeln.
    Und Motortest geht einfach mit 'ner Batterie.

    Thema leichter Flugrost um den Kupplungsausgleichsbehälter:

    Das ist leider sehr oft 'normal' und liegt daran, daß die Bremsflüssigkeit gerne verschüttet wird und diese den Lack angreift.
    Aber es sieht meist schlimmer aus als es ist.


    Typische Schwachstellen des British Opens sind die Schweller. Innen und aussen.
    Grund ist der Dachablauf. Die werkseitigen Schläuche sind zu kurz (ob im Laufe der Jahre geschrumpft oder einfach schlampig verlegt mag jeder selber denken wie er will)
    und entwässern in den Schweller. Damit fährt das Serienfahrzeug solange ein Aquarium spazieren, bis das Blech durch ist.
    Falls du also einen nassen Teppich hast, liegt das auch genau daran.

    Abhilfe: neue Schläuche die A-Säule runter ziehen und durch den Schweller nach aussen führen.
    Einfacher geht's wenn du den neuen Schlauch an den alten bindest und dann durchziehst. Sonst wird's unnötig nervig....
    Normalerweise hat der SPi die Abläufe vorne, die hinteren sind mit einem Stopfen verschlossen. Manche Modelle haben nur hinten den Ablauf, meist MPi-Fahrzeuge.
    Du kannst natürlich auch in allen 4 Ecken einen Schlauch ziehen, wenn du die Kiste sowieso strippst.

    Die Höhe ist per einstellbarem Fahrwerk variabel.
    Das ist keine Kunst, so etwas (Adjusta Rides oder HiLos) haben vermutlich die meisten Minis verbaut.

    Die Kotflügel sind sehr großzügig ausgeschnitten. Auch die hinteren.
    Will man das anständig machen, ist das schon etwas Aufwand.