Und um die Brücke zu heute zu schlagen:
Es ist sicher richtig, dass in der englischen Autoindustrie über sehr lange Zeiträume ein gewisser Idealismus und ein Technikstreben stattgefunden haben, wo der wirtschaftliche Erfolg eher zweitranging war.
Aber genau dieser Idealismus hat die gesamte Weltwirtschaft nachhaltig sehr weit nach vorne gebracht. Und England ist immer noch der richtige Standort, wenn man schnelle Autos bauen will. Fast alle F1-Teams haben ihren Sitz dort.
Heute erleben wir leider das genaue Gegenteil in der westlichen Welt. Heute zählt der kurzfristige Gewinn.
Es herrscht ein rein betriebswirtschaftliches Denken ohne jeglichen Blick für die langfristigen Konsequenzen.
Getreu dem Motto "nach mir die Sintflut".
Dieses kurzfristige Denken (und sicher auch ein klein wenig Arroganz) bescherte uns u.a den "Dieselskandal".
Aber auch - und das ist das viel wichtigere Thema - ein Ausverkauf unserer Industrie. Alles, was irgendwie mit Arbeit verbunden ist, wird nach und nach in Richtung aufgehender Sonne verfrachtet.
Wir sind inzwischen vollgefressen, satt und träge. Sollen mal die anderen machen.
Gleichzeitig wurden wir auf weiter Flur komplett handlungsunfähig durch das Verpennen wichtiger Fortschritte.
Die Infrastruktur, speziell in Deutschland, ist komplett am Sack.
Sei es Mobilfunk, Straßenbau oder wenigstens deren Instandhaltung (z.B. Brücken) funktioniert weder auf Bundes, - Landes oder Kreisebene auch nur ansatzweise, die Bahn ist eine Lachplatte, und die Rent...ach lassen wir das.
In all diesen Themen rennen wir der Welt weit hinterher. Gerne auch hinter Schwellenländer. Sogar Rumänen beschweren sich über unseren schlechten und dazu unglaublich teuren Mobilfunk.
Hinzu kommt, dass es einem nahezu unmöglich gemacht wird, in Deutschland etwas zu reissen.
Sei es Hausbau oder -völlig beknackt- eine Firma zu gründen oder womöglich zu erweitern.
Alles ist unfassbar teuer und zu Tode reguliert.
Und möchte man etwas innerhalb der EU grenzübergreifend erreichen ist es gleich mal Zappenduster. Von wegen Innere Gemeinschaft.
Fazit: die englische Wirtschaft ist damals an zu viel Technikverliebtheit gescheitert. Die Ironie in der Geschichte ist, dass die ganze westliche Welt momentan von zu vielen Dummschwätzern in zu wichtigen Positionen beherrscht wird und es zeigt auch durchaus Parallelen zum Untergang des Römischen Reiches.
Weiter so. Läuft. 