Zum Balken, der nur zum Teil auf der Schräge des anderen aufliegt:
Wiki sagt, Fichte hat eine Druckfestigkeit von 45N/mm².
Bei einer Fläche von angenommen 80x80mm *45N/mm² kommen bei mir 28 Tonnen Bruchlast raus.
Realistisch betrachtet liegt man selbst mit ordentlich Schneelast (die bei 45° sowieso nicht vorkommt, da sie vorher abrutscht) bei vielleicht 1-5% des Wertes.
Also egal.
Der Untere endet an der Stelle und somit liegt das System auf der Mauer auf. So eine Y-Tong-Mauer wiegt bei 11cm Dicke aber auch schon ca. 100kg/m².
D.h. du brauchst unter deiner Mauer sowieso schon eine Stützkonstruktion. Und sei es nur ein Deckenbalken oder eine massive Decke.
Hast du die, trägt auch dein Ytong problemlos den Balken.
Auf dem ersten Bild ist ganz oben auch ein horizontaler Balken, der ja irgendwo aufliegt.
Aussen aut einem Pfosten bzw. letztlich auf der Aussenmauer und wenn er innen am Hauptdach richtig angebunden ist, trägt dieser obere Balken deine Dachlast.
Natürccih auch mit Kraftumleitung auf das Hauptdach, aber das ist stabil genug. Heute baut man wesentlich materialsparender.
Wenn du beim Innenausbau seitlich flächig eine stabile OSB-Platte drauf schraubst, dann kannst du mit'm Mini auf der Gabe parken.
Und vorher zur Beruhigung noch ein paar Balkenverbinder (die Blechdinger aus'm Baumarkt) mit den passenden Nägeln und das hält bis ins nächste Jahrhundert.
Viel wichtiger als das ist eine in sich funktionierende Wärmedämmung und speziell hier sauber geklebte Folien etc...
Statt Glaswolle empfiehlt sich hier z.B. Zelluloseschüttung (Isofloc oder wie das heisst) und schon ist es unter'm Dach plötzlich nicht mehr so drückend heiss...
Daß der Sparren halb ausgesägt ist, ist zwar nicht schön, aber jetzt kein Weltuntergang. Manche Zimmerleute arbeiten halt gerne mit der Kettensäge.
Im Altbau ist das manchmal auch nicht zu verhindern.
Warum deine Gaube um 63cm nicht stimmt ist in Zeiten, in denen besser als auf 1mm(!) abgebunden wird ein völliges Rätsel. Da hat jemand die Pläne mal so richtig verbockt.
Warum überhaupt dazu ein Architekt nötig war, ist mir auch unverständlich. Da hatte der Bauherr zuviel Geld über.
In BaWü dürfen Handwerksmeister, wie z.B. Zimmerleute, ganze Häuser mit 2 Vollgeschossen planen, genehmigen lassen und Bauleitung übernehmen.
Und eine Gaube ist nun wirklich kein Hexenwerk, wozu ein Architekt nötig wäre. Zimmermann und Statiker (wenn überhaupt) reichen völlig.