Ja, das Weichkochen ist so nicht gegeben.
Problematisch beim Feuerverzinken und der hohen Temperatur ist hauptsächlich der Verzug aufwändiger dünnwandiger Konstruktionen durch den ungleichmäßigen Wärmeeintrag beim Eintauchen.
Wie z.B. Hilfsrahmen....
Ein LKW-Leiterrahmen ist bei entsprechender Vorbereitung (Ablauflöcher etc.) unkritisch und mit dem Minirahmen eher nicht vergleichbar.
Dass die Schrauben abreissen hat einfach den Grund, daß die Muttern aufgrund der hohen Schichtdicke schwergängig sind.
Nachträglich feuerverzinkte Gewinde müssen immer nachgeschnitten werden. Alternativ muß man rohe Schrauben und Muttern beschaffen, die entsprechend für Feuerverzinken geeignet sind. D.h. Gewindetoleranz 6az für DIN-Schrauben.
Sind es hochfeste Schrauben (ab 8.8 aufwärts), muss man hier besondere Vorsicht walten lassen. Hier kommt es gerne zur Wasserstoffversprödung. Kurz:
Aufgrund des Verzinkens diffundieren Wasserstoffatome in den Stahl und schädigen ihn mit Spannungsrissen. Ein schlagartiges abreissen unter normaler Betriebslast ist die Folge.
Galvanisch verzinken ist aufgrund des Stromflusses kritischer als Feuerverzinken. Beim Feuerverzinken ist eher die Vorbehandlung (entfetten, beizen....) problematisch.
Im Zweifel gegen andere, bereits verzinkte Schrauben einfach austauschen.
Tip am Rande: Ein nachträgliches galvanisch Verzinken von Radmuttern/Bolzen ist eine der dümmsten Ideen, die man hierzu haben kann.
In aller Regel sind das Bauteile mit mind. 10.9er Festigkeit und damit höchstgefährdet für diese unscheinbare Korrosionsart.
Werksseitig verzinkte hochfeste Bauteile sollten schon entsprechend nachbehandelt sein.