Tatsächlich ist bei allen Autos auch das Innenleben der Türe als Aussen zu betrachten. D.h. Wasser läuft innen runter und unten wieder raus. So die gängige Praxis. Denn bewegbare Scheiben sind niemals richtig dicht zu bekommen.
Wann funktioniert das System nicht: Wenn die Ablauflöcher verstopft sind oder das Fahrzeug so schräg steht, daß sich Wasser ungeschickt in einer Ecke sammelt. Oder natürlich wenn die Folie innen nicht sauber verklebt ist.
Fazit: Anwendungsfehler.
Kippt man allerdings das Wasser auf die Türdichtung oberhalb der Türe ist man grad selber Schuld. Dann läuft das Wasser ringsum und sucht sich die erstbeste Lücke in der Türdichtung. Meistens im Bereich Fangband oder in einer der 90°-Radien. Und wann passiert sowas in der Realität? Sprich wann gibt es massiven Schlagregen? Eher selten bis nie.
Normaler Regen direkt von oben lässt die Seitenscheiben kalt, denn das Dach ist deutlich breiter und hat dazu noch eine Ablaufrinne.
Fahrer neumodischer Karren wissen diese Dachrinne übrigens sehr zu schätzen.
Wo es sonst noch gerne reinregnet:
Heckscheibendichtung (weil sie im Laufe der Zeit schrumpft.)
Kofferraumdeckeldichtung (dito + Plattdrücken aufgrund Bewegung)
Hintere Seitenscheibendichtungen (schrumpfen ebenso)
Frontscheibendichtung inkl. Frontscheibenrahmen. Erstere schrumpft und letzteres leidet drunter, blüht auf und es regnet hinter's Armaturenbrett. Vorzugsweise auf's Radio.
Faltdach oder Glashubdach mit Abläufe: Ablaufschläuche schrumpfen und damit entwässert das Dach in die Schweller. Prost Mahlzeit!
Schiebefenstertüren: Super. Da kannste dem Wasser beim Eindringen ins Auto zusehen.
Ausserdem: Woher sollen ausgerechnet die Engländer wissen, wie man mit Regen umzugehen hat?
