Zitat von von da
Nur im Fall von Stählen, die nach dem Härten einen hohen Anteil von Restaustenit haben, könnte es zu einer minimalen Vergrößerung des Werkstoffs kommen, da das Volumen des Martensitkristalls leicht größer ist als das Volumen des Austenitkristalls. Bei den meisten Anwendungen handelt es sich hierbei aber um eine unmerkliche Veränderung, die, falls notwendig, korrigiert werden könnte (siehe vorangehende Frage).
Die Kristalle werden größer, der Stahl bekommt eine höhere innere Verspannung...wie beim Härten.
Eine Bohrung wird enger, eine Welle größer und Bauteile mit unterschiedlicher Volumenverteilung (zB. Zahnräder) soachgromm :p
Wir sprechen hier um Maßabweichungen bei Wellen/Nabeverbindungen von unter 1/10mm.
Auch gehärtete Bauteile müssen an ihren Passsitzen nachbearbeitet werden.
D.h. es sind keine Verfahren, die man einfach mal so mit ohne Ahnung/Werkzeug nachträglich machen kann.
Ob das Tiefgefrieren gut oder schlecht ist, weiß ich nicht.
Die Frage ist auch, was passiert bei hohen Betriebstemperaturen? Also so ab 200-300°C denk ich mal.
Klar steht die Härte der Zähigkeit gegenüber. Also muß man sich fragen, was das Bauteil wo können muß.
Hohe Härte wünscht man sich bei Druckbelastung (Verschleißschutz)
Hohe Zähigkeit bei Zugbelastung.
Deswegen macht es bei Zahnrädern Sinn, die Zähne an der Oberfläche zu härten, aber der Rest soll möglichst zäh bleiben. --> Randschichthärtverfahren.
Hmm...