Zitat
Aber wenn z.B. eine Friseurin nur rund 5 Euro per Stunde verdient (Vollzeit), kann man solches Engagement kaum verlangen, da sie ihre "Freizeit" benötigt, um vielleicht in einem Nebenjob sich noch was zur Miete dazu zu verdienen.
Weil bei einer monatlichen Arbeitszeit von rund 180 Stunden dabei nur 900 € Brutto bei ihrem Hauptjob rumkommen.
Ach...aber ich habe doch mal irgendwo aufgeschnappt (wenn ich nur wüsste, wo :p ), daß man ja nur den inneren Schweinehund überwinden müsste und es ja überhaupt nicht darauf ankommt, welche Karten man in der Hand hält, sondern nur und ausschließlich wichtig ist, wie man mit diesen Luschen auf der Hand spielt.
Jaja...Nachtigall ick hör dir Hupen... 
Hoffentlich haben jetzt ein paar Leute mehr begriffen, auf was ich vor ein paar Tagen zu diesem Thema raus wollte.
Nämlich, daß es schlußendlich entscheidend ist, möglichst viel Netto mit heim zu schleppen, um möglichst viel Entscheidungsfreiheiten zu haben (zB. daß ich für die Fa. auf eigene Kosten einkaufe, daß ich privat bedenkenlos in Hobbys investieren kann etc....).
Und da es in D. extrem wichtig ist, einen brauchbaren Titel zu haben, läuft das zwangsläufig auf ein Studium hinaus.
Begreift jetzt vielleicht jemand, wo die Schieflage in D. ist?
Früher - vor 20 Jahren - war es so, daß sich ein normaler Facharbeiter
(Sprich, jemand mit einer normalen 3-Jährigen Ausbildung) eine anständige Wohnung (Bei uns sogar ein kpl. Haus), einen kleinen Daimler und diverse Urlaube hat leisten können. Die Mutti blieb zu Hause und hat die Plagen gefüttert.
Heute braucht man mind. 1,5-2 Vollzeitverdiener, um überhaupt über die Runden zu kommen.
Dagegen wird die Oberschicht immer reicher.
Die Einkommensschere geht immer weiter auf - zu Gunsten der Besserverdienenden.
Ist ja auch ganz einfach zu verstehen:
Ein Ungelernter bekommt wegen mir 1500 Brutto.
Ein Facharbeiter 2500.
Ein Abteilungsleiter wegen mir 5000.
Bei einer Lohnerhöhung von 4% sind das
Im 1. Fall 60€
Im 2. immerhin schon 100€
Im 3. 200€
Der erste kommt mit der Erhöhung nicht zurecht, weil die Lebenshaltungskosten stärker steigen als er 'mehr' bekommen kann.
Denn der Fernseher, Waschmaschine oder Kühlschrank brauchen im Assihaushalt genauso viel Strom wie in der Bonzenbude.
Aber der, der Monatlich sauber 4Stellige Beträge aus Seite schaufeln kann, der bekommt noch mehr....
Da der Einzelne am System nix drehen kann, muß er eben zusehen, daß er am besten mit dem System zurecht kommt.