Das stimmt so nicht. Ein Motor hat dann den niedrigst möglichen Verbrauch, wenn er im Drehzahlbereich des auch von der Gasstellung abhängigen optimalen thermodynamischen Wirkungsgrades gefahren wird (-> "Muscheldiagramm"). Das bedeutet prinzipiell, die wirtschaftlichste Fahrweise erreicht man, indem man die "benötigte Leistung" abschöpft, also leistungsorientiert fährt (Geschwindigkeit halten, rollen lassen: Niedertourig im hohen Gang; mäßiges Beschleunigen im mittleren Drehzahlbereich bei mäßig geöffneter Drosselklappe, starkes Beschleunigen mit Vollgas dann auch im oberen mittleren bis hohen Drehzahlbereich, natürlich erst, wenn die Öltemperatur stimmt). Sofort hochschalten, wenn keine Leistung mehr abverlangt wird, sofort runterschalten bei Leistungsbedarf.
Mal davon abgesehen, daß viel Gas im niedertourigen Drehzahlbereich den Verbrauch gnadenlos in die Höhe schnellen läßt, ist das auch nicht gut für den Motor: Die Kurbelwellen- und Lagerbelastung (Öldruck ist zumindest bis zum Öffnen des Öldruckventils direkt von der Motordrehzahl abhängig) ist ungeheuer hoch (Mini-Welle ist nur 3-fach gelagert), Biege- und Drehbelastung (Materialspannungen) sind höher als bei mitteltouriger Fahrweise mit entsprechend weniger geöffneter Drosselklappe. Und: Bei zu niedertouriger Beanspruchung bilden sich verstärkt Ablagerungen im Brennraum (deshalb zieht ein Motor, der nie beansprucht wird, schlechter, bzw. es braucht lange, bis ein solcher Motor wieder "frei"-gefahren ist).