Meine Tochter (16) hat zu ihrem 13. Geburtstag ein einfaches Prepaid-Handy bekommen. Sie hatte es sich ja schon zwei Jahre lang gewünscht...
Ihre Telefonkarten muß sie vom Taschengeld bezahlen, sie bekommt jetzt 5 € pro Woche. Ist die Karte leer, gibt's auch keinen Vorschuß.
Dazu bekam sie von mir Instruktionen, weder Klingeltöne noch Videos noch Logos aus der Werbung runterzuladen. Habe ihr erklärt, was es damit auf sich hat (Abo, Kosten etc.). Hat sie auch kapiert.
Gut, einmal hat sie von einer Freundin ne Telefonnummer bekommen für einen Klingelton, das war ne Jamba-Abonummer. Das wußte sie aber nicht. Ich habe schnell gemerkt, daß ihre Karte seit kurzem schneller leer ist und danach gefragt. Habe dann auf Verdacht an Jamba eine nette Mail geschickt (von wegen Minderjährige, Vertrag und ich als Erziehungsberechtigter...), die waren sogar sehr kulant und haben mir bisher angefallene Kosten zurückerstattet.
Seit einem Jahr bekommt sie nun meine "abgelegten" Vertragshandys (auch wegen Akkulaufzeit ihres alten Handys etc.), habe sie nach den jüngsten Meldungen betreffs Gewaltvideos befragt, sie hat keine (und das glaube ich ihr!) und will auch sowas nicht haben.
Ich denke, wenn Eltern in der Erziehung (Werte, Moral, Einstellung zu Gewalt) schon in frühen Jahren einen Grundstein legen würden, wäre das Problem relativ.