sehr geehrte damen und herren,
ich habe gestern den schon lange mit spannung erwarteten bericht über o.g. minitreffen gesehen.
leider muß ich einige kritische anmerkungen zu diesem beitrag machen:
- erstens ist ihnen bereits bei der anmoderation ein fehler unterlaufen: der mini wurde nicht, wie fälschlich behauptet, rund 30 jahre unverändert gebaut, sondern 41 jahre (von 1959 bis 2000),
- die ersten konstruktionsskizzen des mini entstanden nicht auf einem bierdeckel, sondern auf einer serviette,
-es waren auch minibegeisterte aus den niederlanden und polen anwesend (letztere gewannen auch den preis für die weiteste anreise)
- der als "morris cooper s" bezeichnete mini ist kein "morris cooper s" (auch wenn's draufstand) sondern ein rover-mini mit einspritzung aus den neunziger jahren gewesen,
- der mini-moke wurde nicht von der britischen armee "freigegeben", sondern sie hat ihn schlicht und einfach nicht haben wollen, wegen mangelnder bodenfreiheit und ungünstiger gewichtsverteilung,
- der englische mini-veredler heißt nicht "market & picket", sondern "wood & picket",
- die minis der letzten baureihe wogen leer 770 kg,
ich weiß, sie können nichts dafür, wenn interviewpartner diverse unkorrektheiten erzählen, aber ein bißchen mehr recherche hätte ich ihrem sender zugetraut.
was mir persönlich fehlte, war eine erwähnung der braunschweiger mini-löwen, die sich schon seit jahren sehr viel mühe mit der organisation des größten deutschen minitreffens geben.
dafür eben etwas weniger bilder vom effektlack-mini, der nicht typisch für die szene ist. sehenswert waren zum beispiel die 60er jahre modelle des riley elf (der rolls-royce unter den minis).
ich hoffe, daß ihre nächsten reportagen besser recherchiert werden, sonst könnte man vermuten, daß andere beiträge ihrer redaktion ähnliche schwachpunkte im wahrheitsgehalt enthalten.
mit freundlichen grüßen!