Wartung der Kupplungsbetätigung

Fangen wir mit der nicht greifenden Kupplung an. Oft frisst die Ausdrückmechanik im Kupplungsdeckel, weil hier über Jahre keine Schmierstoff mehr hingekommen ist. Die schnelle Hilfe bedeutet, die Mechanik mit Schmierstoff z.B. Öl oder Rostlöser fluten und dann den Ausrückhebel mit einem langen Hebel wieder zurückdrücken. Dann die Kupplung erneut betätigen und wieder zurückdrücken. Irgendwann geht das dann wieder von alleine. Um das Problem aber richtig zu beheben, muss der Kupplungsdeckel demontiert werden. Dann kann man den Bolzen ausbauen, vom Rost befreien und frisch gefettet wieder montieren. Wenn dann regelmäßig beim Abschmieren, diese Stellen geölt werden, wird dieses Problem allzeit der Vergangenheit angehören.



Kupplungsnehmerzylinder mit Ausrückmechanik A+ Antriebseinheit. So kann man die Mechanik zurückdrücken. Langer Ausrückhebel von einer A-Serien Antriebseinheit.



Das zweite Problem der nicht richtig trennenden Kupplung liegt oft auch an der vernachlässigten Mechanik. Umlenkbolzen laufen wegen fehlender Schmierung ein und somit wird der Kupplungsweg zu klein. Hier hilft nur Austausch der Bolzen und Aufnahmen. Wenn auch hier regelmäßig überall ein bisschen Sprühfett bzw. Öl aufgetragen wird, hält das um einiges länger.



Bolzen und Aufnahmen, die eingelaufen sein können. Dies sind gleichzeitig auch die Schmierstellen. Bolzen im Fußraum am Geberzylinder. Auch hier muß regelmäßig geschmiert werden.



Die nicht richtig trennende Kupplung kann auch von einem Leck im Hydrauliksystem kommen. Meist ist der Nehmerzylinder undicht geworden und es kommt Luft ins System. Hierzu einfach mal die Staubmanschette nach hinten umlegen, ist es feucht darunter, ist er hinüber und man muss den Zylinder überholen, bzw. austauschen. Ebenso kann man das beim Geberzylinder überprüfen. Danach muss die Hydraulik aber wieder entlüftet werden. Hierzu öffnet einer das Entlüftungsventil und eine zweite Person betätigt die Kupplung. Dann das Ventil schließen und dann die Kupplung wieder loslassen. Das ganze so lange wiederholen, bis keine Luft mehr kommt. Unbedingt darauf achten, dass die gesamte Hydraulikflüssigkeit aufgefangen wird, da dieses sehr aggressiv ist und den Lack angreift. Am besten wird ein klarer Schlauch auf das Entlüftungsventil gesteckt und der Schlauch endet in einem Glasgefäß. Dann kann man die entweichende Luft gut kontrollieren. Bei der Flüssigkeit handelt es sich um handelsübliche Bremsflüssigkeit vom Typ DOT 4, welche alle 2 Jahre gewechselt werden sollte. Diese Flüssigkeit nimmt Wasser auf und dadurch fangen Nehmer und Geberzylinder an zu rosten und werden undicht. Somit verhindert ein regelmäßiger Wechsel hier größeren Schaden.