Ich persönlich würde von Schleifleinen und ähnlichen Dorfschmied-Technologien abraten. Damit sich in dem Schmierspalt zwischen KW und Lagerschale ein sicherer Olfilm aufbauen kann, müssen an Formgenauigkeit und Oberfläche sehr hohe Anforderungen gestellt werden. Der Spalt ist schließlich nur wenige µm, und sobald er zu groß wird, ist der Öldruck lokal weg, und dann ist der nächste Schaden vorprogrammiert. Bei gelaufenen Wellen ist meist mit unrunden Zapfen zu rechnen, aber (und das ist richtig!) das kann mit einer Meßschraube gemessen werden. Die Erfahrungen und das Equipment, um evtl. verbogene Wellen zu messen und ggf. zu richten, hat nur ein Fachmann...
Man sollte nur von Dingen schreiben, von denen man auch etwas weiß!
Der Motoreninstandsetzer macht genau nichts andres! Einen Hubzapfen mit einem Leinenstreifen zu überläppen hat mit Dorfschmied-Technologie nichts tun!
Schon eine Welle gemessen, gerichtet, gewuchtet, eine Motorradwelle gepreßt?
Ich schon! Und auch verbaut und gefahren!
Da müssen schon andre kommen! Weiß schon, wovon ich rede!
Ein Ölfilm in einem Gleitlager hat eine Dicke von 1-2/100 mm, daß sind 10 - 20 my! Also nicht nur ein paar wenige.
Definition für ein my: Man ******t sich auf die Hand und verreibt es so lange, bis man nichts mehr sieht, sondern es nur noch riecht. Das ist dann ein my.
Gruß. Martin.
Und wenn man von Dorfschmied-Technlogien spricht, dann geh mal zu einem 08/15 Motoreninstandsetzer (oder besser -schmied) und schau mal zu, was die so zusammenklotzen!