Beiträge von Andreas Hohls

    Auch eine ideelle Beratung muß sich dem Grundsatz der Effizienz unterwerfen, da niemand Zeit zu vergeuden hat.

    Wenn aber die Punkte, die dem Wunsch entgegenstehen, so vielfältig sind, daß eine Aufzählung ein kleiner Roman würde, dann sollte es hin und wieder genügen zu sagen: "Geht nicht" und der Beauskunftete glaubt es (oder nicht).

    Da Sie es nicht glauben, ein paar Aspekte so 'aus der Hosentasche'

    --Rechtlich ist egal wo, es sei denn in Timbuktu (schreibt man das so?), eine Verschlechterung der Abgasklasse unzulässig.

    --Ein Motorola Steuergerät, die der MPIs, ist jeweils durch einen Zugangscode in den einzelnen Bereichen 'abgeschloßen' und nicht veränderbar.

    --Somit kann es veränderten Nockenwellen oder, oder nicht angepaßt werden.

    --Keine/n Verteileröffnung/-Antrieb mehr, andere Lichtmaschinenhalterung etc., etc.


    Vielleicht genügt (abseits vom 'Roman') bereits das Obige, um das Unterfangen als wenig sinnvoll zu klassifizieren.


    Andreas Hohls

    Die geschilderte Grundlage ist die beste, die es für soetwas (fast) gibt. Speziell die Einstellung.

    PRO STREET verkauft neben Gebrauchtteilen in erster Linie Restaurationsfahrzeuge unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Qualitätszustände.

    Kontakt in der angesprochenen Händlerliste.

    Viel Erfolg !
    Schön zu lesen, daß jemand schon so lange, so intensiv sich mit etwas beschäftigt und auch entschieden hat !

    Andreas Hohls

    Das Weiterbestehen ist nahezu 100%ig aussichtlos.

    ROVER hat nur eine Sache, an der jemand ein Interesse hätte haben können, da

    --Das Betriebsgelände, also das 'Land', gehört einer externen Firma.

    --Die 'Aufbauten' sind alt und fast wertlos.

    --Die Rechte an '75' und '25' gehören den Chinesen.

    --Die Markenrechte an 'ROVER' gehören nach wie vor BMW und waren von MG ROVER quasi 'gemietet'.


    Das Einzige woran also ein Interesse hätte bestehen können, seitens der Chinesen, die ein weltweit operierender Hersteller werden wollen, das wäre das Händlernetz gewesen.
    China aber hat abgewinkt.
    Kommt vermutlich noch zu früh und man hätte sehr schnell reagieren und operieren müssen, um das nicht unrettbar zu verlieren. Denn die so oft gescholtenen ROVER Händler mußten auch von irgendetwas leben.

    Und das war bestimmt nicht einfach, wie die guten und glaubwürdigen unter den ROVER Händlern zu berichten wußten.

    Und das nur nebenbei: für den MINI und die MINI-Fahrer/innen wird das erhebliche (!!!) Nachteile auf Frist ebenfalls mit sich bringen. Das, obgleich die Ersatzteilversorgung seit August 2004 bei CATERPILLAR zu Hause ist.

    Ein Skandal ist allerdings, daß gemunkelt wird, die hinter der Gesellschaft stehenden (4 ?) Einzelpersonen hätten innerhalb der wenigen Jahre 60 Millionen Pfund privat herausgezogen.
    Jeder Krämer, dessen Kiosk schlecht läuft, der kann noch nichteinmal in's Restaurant gehen.
    Da hätte das wirtschaftliche Wohl und Wehe seitens der Banken(oder gar per Gesetz) mit den jeweiligen Managern untrennbar verknüpft werden müssen.
    Es kann und darf nicht sein, daß die Lopez dieser Welt Millionen pro Jahr nach Hause tragen unabhängig davon, ob das von ihnen gemanagte Unternehmen wirtschaftlich arbeitet und gesund ist oder nicht.

    Aber der letzte Absatz ist Weltanschaung und von der Beitragsunterschrift nicht abgedeckt, da reine Privatmeinung.

    Andreas Hohls

    Ein 'lupenreiner' MKIII hat das 'Guttering' für die Chromzierleiste, eine MKIV nicht.

    Ein MKIII hat einen Lenkstockschalter ein MKIV 2.

    Ebenso verhält es sich mit den Wipenschaltern in der Mitte. 2 beim MKIII (eigentlich nur bis 1975 !) und derer 4 beim MKIV.


    Eventuell aber wurde im Übergangszeitraum in Seneffe verbaut, was noch in ausreichender Zusammenstellung vorhanden war.

    Das allerdings wäre produktionslogistisch garnicht so einfach !

    --Eine MKIII Lenksäule benötigt dann auch Schloß,Lenkstockschalter,Lenksäulenverkleidung,Kabelbaum etc. vom MKIII.

    Die aber sind nicht mit MKIV Wippenschaltern kombinierbar etc.

    --Was also ginge wäre eine MKIII Ausstattung in schon einer MKIV Karosserie oder MKIV in MKIII Karosserie.
    Aber stets als System.

    Ist das nicht so, dann wurde vermutlich nachträglich von den diversen Besitzern gepfriemlt.

    Und vor allen Dingen hat ein MKIV gummigelagerte Hilfsrahmen und ein MKIII nicht. Somit könnten 'Zwitter' entstanden sein.

    Andreas Hohls

    Das ist nicht plausibel !

    Wenn die Bremsbacken ausgehängt sind, dann müßte sich mit den Fingern(!) prüfen lassen, ob die Kolben drehbar und herausziehbar = beweglich sind.
    Und wenn das so ist, dann müßen (!) sie sich auch unter Flüssigkeitsdruck in Bewegung setzen.

    Also, wie oben von Hand prüfen. Bei 'beweglich' die Backen und Federn einhängen, und die Fahrerin vorsichtig(!) treten lassen. Und die Kolben werden sich ganz sicher herausbewegen.

    Vieleicht ist aber die hintere Bremse nach dem Aufsetzen der Trommel nicht eingestellt worden, sodaß die Backen mit einem Kolbenhub die Trommel nicht erreichten !?

    Andreas Hohls

    Na, wenn die Bereitschaft gegeben ist, Zeit und Geld zu investieren, dann ist ein recht seltenes Auto absehbar erhalten worden. Das ist gewiß etwas Schönes.

    Das ist leider nur in den selteneren Fällen so. Häufig werden auch für so exotische Lösungen 'einfache' Wege erhofft.

    Andreas Hohls

    Es ist ein Bremsdruckreduzierventil (besagtes 'FAM6821') damit die hintere Bremse des hinten leichten MINIs nicht überbremst.

    Wenn es hinten aus den Entlüfteröffnungen nur tröpfelt, dann ist das ein Zeichen, daß es zu früh schließt.
    Es muß richtig mit vollem Druck in den Schlauch schießen.

    Der Bremsdruck muß ja zunächst die Rückholfederspannung überwinden. Das braucht auch schon ein wenig Druck.

    Andreas Hohls

    --Die schlechten Verlängerungen einfach unter 'EBAY-Erfahrung' ablegen und in den Schrott werfen.

    --Es gibt durchaus ernstzunehmende Gründe für den Schrauber eine schlechte Verlängerung nicht einzubauen. In rechtlichen Auseinandersetzungen wird gerne der Begriff des 'ursächlichen Zusammenhanges' bemüht !
    Eine langgezogene oder auch enge Linkskurve, auf jeden Fall eine recht schnell angefahrene, und das Fahrergewicht verlagert sich in Gänze zur Mitte.
    Da man sich nicht mit der Schulter am B-Holm abstützen kann, hält man sich am Lenkrad fest und drückt über den Oberschenkel auf die Sitzkante.

    Wenn in dieser Situation die Verlängerung nachgibt, dann ist für dieses Fahrmanöver 'der Käs bestimmt gegessen'.

    Die vorstellbaren Folgen bekäme der Monteur (nicht der Verkäufer !) angelastet !

    --Es gäbe eine Lösung, die der Verkäufer/Monteur gewiß mittrüge :

    a)Der Fahrersitz mittels Holzklötzchen da hinstellen, wo er für die Beinlänge am besten steht.
    b) RÜCKSEITIG an der Quertraverse über Einziehmuttern die Sitzhalterung neu anbringen. Zusätzlich mit einem Winkel rechts und links der nun angeschraubten Sitzhalterung einen weiteren Montagepunkt oben auf der Quertraverse vorsehen. (Der Winkel muß natürlich zuvor an der Sitzhalterung angeschweißt worden sein).
    c)So montiert steht der Sitz da wo er hin soll und gewiß sicherer als in der Ursprungsmontage.

    Andreas Hohls
    P.S.: Es gibt von MINI MACHINE auch stabilere Verlängerungen

    Für einen Mechaniker wird dieses Problem zu lösen sein.

    --Hi.li. / hi. re. und dann vo.li. / vor. re.

    --Hat das Mädel denn am Pedal jetzt den vollen Druck ?

    --Wenn ja, dann macht das Bremsregelventil im Motorraum (hi.re.) zu, bevor der Zylinder sich bewegen kann. Das heißt es wäre defekt. Art.Nr. FAM7821 und nicht billig.

    --Wenn nein, dann ist noch Luft im System.

    --Ob ein Servo montiert ist verrät ein Blick in den Motorraum :
    a)Zweikreishauptbremszylinder links über den Pedalen und kein Servo 'in Reihe' dazwischenmontiert = Kein Servo

    b)Umlenkgestänge im Bereich der Heizung und Zweikreishauptbremszylinder/Servo-Einheit recht im Motorraum = Servo vorhanden.

    Andreas Hohls

    Da sind leider wenige aufmunternde Worte möglich.

    --Photos zeigen nie viel und meistens nur das, was der Aufnehmende möchte. Das sollte bekannt sein.

    --Ein Automatikgetriebe muß man mindestens 50Kilometer probefahren, bis die Temperatur in den letzten Winkel gekrochen ist. Erst dann bekommt man halbwegs aussagekräftige Schalteindrücke. da man oft noch nichteinmal weiß, welche Viskosität des Öles eventuell absichtlich eingefüllt wurde.

    --Im Zweifelsfalle wäre es evtl. besser gewesen, den RILEY drüben stehenzulassen, da auch die spezifischen Ersatzteile nicht einfach zu bekommen sind.

    --Es gibt am Markt noch einige neue Motor und Getriebeeinheiten des letzten MPIs mit Automatikausrüstung.
    Der müßte dann eine programmierbare Elektronikzündung bekommen, um ihn im Vergaserauto einsetzen zu können.

    --Alles zusammengenommen sehr zeit- und geldaufwendig.

    --Entweder beides investieren und nach vielleicht 2 Jahren oder sogar mehr etwas ganz Besonderes chauffieren, oder auch in Betracht ziehen das 'corpus delicti' als Teileträger für einen Riley-Fan/Besitzer zu verkaufen und gleich einen besseren Automatik-MINI zu suchen.

    --Vor ca. 10 Jahren wurde in der Schweiz ein altes A-Serien Automatikgetriebe instandgesetzt. Die Ersatzteilbeschaffung dafür war bereits abenteuerlich.

    --Kürzlich machte ein Automatik in Hamburg Problemchen, und die Reparatur des Getriebes erwies sich ebenfalls als nicht wirtschaftlich

    Guter Rat ist in diesem Falle schwierig, speziell da 'Automatik-Muß' und 'MINI-Liebhaberschaft' in Einklang zu bringen sind.
    Dann die Komponente 'Exotisches MINI-Modell' (Riley) noch mit hineinzunehmen, das kann die Sache z u schwierig machen.

    Andreas Hohls
    P.S.: Bei 1L auf 150Km 'läuft' das Öl entweder aus dem Motor, oder der ist schlicht hin

    --Wenn es 2-fach HS2 wären, wäre das die weitaus bessere Ausrüstung, da mit ziemlicher Sicherheit harmonischer zum Motor passend.
    Weniger ist meistens mehr ! Und es nützt überhaupt nicht, an einer Stelle die Uktrasteuerzeit oder den größten Vergaser hinzuschrauben, wenn der Rest nicht harmoniert.

    --'100PS' sind der Wunschtraum eines jeden MINI-Fahrers, offenbar.
    Die kann man aber nicht (sinnvoll !) in einen Motor hineinbasteln, sondern solch ein Motor muß von Grund auf neu gebaut und darauf vorbereitet werden. 4.000 Euro für solch ein Dings sind keine Entfernung !
    Muß aber garnicht sein, da auch ein MINI mit 41 PS einen Heidenspaß machen kann, oder 60 oder 70, zu erträglicheren Kosten.

    --Jedem der bei EBAY soetwas kauft muß von vorneherein klar sein, daß das pokern bedeutet. Überraschungen jeder Art sind da nicht ausgeschloßen.

    --Wenn er aber in der Substanz gut ist, dann ist das doch das Allerwichtigste !

    Andreas Hohls
    P.S.: Und die Moderatoren machen eine hoch anzuerkennende ideelle Arbeit !
    Sollten die am Wochenende nicht etwas mehr Geduld erfahren ?

    Ein paar überlegenswerte Dinge ohne Wertigkeit in der Reihenfolge und ohne Vollständigkeit:

    --Für 1.000 Euro bekommt man eine ausreichend ordentliche Basis für eine Restauration, wenn wirklich eine Restauration gemeint ist.
    D.h. bis auf die nackte Karosserie zerlegen, Blech instandsetzen, alle Anbauteile wie Fahrwerk/Bremse/Antriebseinheit/Elektrik und Innenaustattung auf Vordermann bringen und wieder komplettieren.
    #
    Das verlangt aber ca. 600Std. plus und einige Investition in Teile und Lackierung. Und es verlangt einige Vorkenntnisse und einiges Können.

    --MINIs, die mit einem kleineren Aufwand als oben beschrieben wieder 'frisch gemacht' werden können, die bekommt man nicht für 1.000 Euro. Unter 2.500 geht da nicht viel.

    --Um den Spaß am MINI zu erlernen oder zu erleben braucht es keines 1300ers.

    --Übermaßbohrungen jenseits der werksseitig vorgesehenen maximalen '+060" ' sind nicht zu empfehlen, da sie eine Verschlimmbesserung sind.
    Man erzielt einen gewißen Zugewinn an Drehmoment zum Preis eines empfindlichen und oftmals nicht haltbaren und nicht zuverlässigen Antriebs.

    --Der 1300er Block ist nämlich im Prinzip ein vergrößerter 1000er und der war schon ein geänderter 850er.
    Thermisch ist schon ein jeder serienmäßige 1300er nicht unkritisch, weshalb werksseitig bei den späten A+ 1300ern großer Aufwand getrieben wurde, mit für den Schrauber erneut nicht unerheblichen Nachteilen, da der Motorraum zugebaut ist.

    --Bei Kauf von 'privat' unbedingt einen fach- und sachkundigen mitnehmen, wenn die Vorgeschichte nicht bekannt ist.
    Auf Grund der Gewährleistungsproblematik wird nämlich bei Privatverkäufen heute mehr besch..en, als beim Kauf vom offiziellen Handel.

    --Wenn ein Kauf vom Handel in Betracht gezogen wird, dann ist die Firma Pro Street, Thomas Adamofsky eine mittlerweile wohl anerkannt gute Adresse für ehrliche Angebote.

    --Bei http://www.minidevils.de ist eine Kaufberatung zu finden.

    --Händleradressen (meistens für Teile aber zum Teil auch für Autos) hier im 'de-Forum' per Liste zusammengestellt.

    Andreas Hohls

    Da die Bilder noch nicht freigegeben sind, und auch der Käfig ist wenig aussagekräftig in dieser Ausschnittsphotographie, ein wenig Spekulation:

    --Wenn die WELLER Felgen zulässig sein sollen, müssen sie im Felgencenter die Buchstaben 'MS13OS' herstellerseitig eingeprägt haben.
    Von dieser Ausführung wurden ca. 1000Stück gefertigt.

    --Der Motor ist vermutlich ein 1300er A+ mit laienhaft entfernter Motornummernplakette und eingeschlagener Motornummer des ursprünglich verbauten 1000ers.

    --Der Käfig könnte eine französische Herstellung sein. Dazu müßte man den hinteren Teil sehen können, wohin welche Rohre führen.

    --HS4 Zweifachvergaser haben eine diagonale Anflanschung am Krümmer. Bei 2-fach HS2 sind die Verschraubungen senkrecht untereinander.

    Soviel zum gegenwärtig beurteilbaren Status.

    Andreas Hohls

    cooper16
    Das Bild spiegelt durchaus gelebte Praxis der späten '70er wieder.
    --Es ist ein kanadischer MINI, deshalb die hochgesetzten Stoßstangen und Sidemarker (Pflicht !)
    --Cosmic Plastikverbreiterungen, die in der Tat sehr häßlich waren
    --'Mercury' oder '100+'--Felgen ? Nein, zugegeben Hersteller vergessen.Nur der hellblaue Prospekt ist noch in Erinnerung.

    --Ach so, und die Plastikjalousie, von Richard Grant glaube ich, gab es auch auf MINIs 1979 auf dem 1, Internationalen MINI Treffen in Freudenstadt.
    Zeitgeist auf Touren.

    @'Randy-Cooper'

    So aus der 'Hosentasche':

    --MKIV Lenksäule und 3 MKIV Schalter in der Mitte auf planer Plastikunterlage.
    --1 Instrument ('des Vertrauens') in der Mitte
    --Papptürinnenverkleidungen ohne Kunstleder. Ebenso die 'Keile'.
    Die Keile können aber durchaus auch in Plastik ausgeführt sein.
    --MKIII/IV Schaltknauf (dieser etwas eckig wirkende Konus)mit eingeprägtem Schaltschema
    --Die Sitze (vermutlich, nicht sicher) in schwarz weißem Pepita. Na, kein richtiges Pepita, aber ähnlich wirkend
    --Päckchenablage vorn ohne Knieschutz
    --Quertraverse unter der Frontscheibe mit offenem Chromascher
    --Umluftheizung ohne Frischluftzufuhr von außen
    --Das Lenkrad mit einem relativ breiten von 8 auf 4 Uhr laufenden Bogen, welches auf diesem Bogen einen Deckel hatte, um an die Zentralmutter zu gelangen

    Weitere Fragen ?

    Ab Montag 09.00 Uhr wieder.
    P.S.: Und am Montag dann etwas korrektere Hinweise evtl. da aus irgendeinem Grunde '1978' angenommen. Sehe aber gerade 1982 und da war mit ziemlicher Sicherheit zum Beispiel der Schaltknauf ein runder.Sorry.

    Andreas Hohls

    Nochmals das gleiche Thema, aber nach Feierabend mit etwas mehr Akkuratesse.

    --Prinzipiell können abplanen und Ventilsitze tiefer schneiden ein Anpassen der Kipphebelböcke notwendig machen.

    --Hierbei ist zu bedenken, daß der Kipphebel ein Übersetzungsverhältnis hat.
    Bei Std.Motoren 1.28:1, bei modifizierten 1300ern meist 1.5:1

    --Bei Tuningköpfen wandert das Ventil teils deutlich tiefer, weil der Brennraum zunächst 'ausgegraben' wird, um hernach durch abplanen wieder angeglichen zu werden.

    --Das führt beim Kipphebel dann auch dazu, daß sich das 'pad', also die Druckspitze relativ zum Ventilschaft bei der Bewegung an der Kante 'verfangen' kann und erhebliche Axialdrücke auf die Führung bringt.
    Bei Rennmotoren mit extremen Steuerzeiten kann man das in der Entlastungsphase teils mit bloßem Auge sehen, wenn die Geometrie nicht richtig eingerichtet ist.

    --Wenn auf der anderen Seite der Einsteller zurückgedreht wird, dann ist zwar in gewißer Hinsicht die Gesamtlänge Stößelstange und Einsteller wieder gleich, aber auf der Seite der Kipphebeldruckspitze arbeitet ein anderer Teil des 'Pads'.
    Da das Pad aber seinerseits auch eine Kontur hat, führt auch das zu anderen Druckergebnissen.

    --Ein weiterer Aspekt ist bei überschliffenen Nockenwellen der reduzierte Grundkreis. Ein Grund mehr, bei Nockenwellen extremer Steuerzeiten Rohlingwellen zu bevorzugen.
    Wobei der dann absackende Stößelbecher im Effekt natürlich dem 'gewachsenen' Ventil entgegenwirkt und zum Teil ausgleicht.

    Um dieses 'Durcheinander' vielleicht für den Hausgebrauch etwas überschaubarer darzustellen schlägt unser Motorenbauer folgende Leitlinie vor:

    --Bis zu Steuerzeiten KCMD266(260/270°) und gutgemachten (!) Tuningköpfen der z.B. Ventilgröße 36/31 kann in der Regel auf eine Anpassung verzichtet werden.
    'Gutgemacht' ist insofern wichtig, daß die Ventile im weiteren Sinne eine gleiche Höhe haben.
    Die Kontrolle allerdings sollte bei sehr gutgemachten Motoren schon erfolgen.

    --Ab KCMD286 oder mehr in Verbindung mit hochleistenden Köpfen der z.B. Ventilgrößen 37/29 ist eine Kontrolle Pflicht und eine Anpassung wahrscheinlich notwendig.

    --Eine Rollerdruckspitze hilft 2-fach in dieser Hinsicht:
    a) gleitet sie sachter über den Kopf des Ventilschaftes
    b) ist bei ihr immer der gleiche Teil eines Kreisbogens (der Rolle) drückend, und es gibt keine Kontur, wie ein 'Pad' das hat.

    Andreas Hohls