Natürlich sind solche Antworten, wie diese hier, genauso zuverlässig wie Kaffeesatzlesen.
Selbst mit dem betreffenden MINI vor Augen sind Voraussagen schwierig.
Ein paar prinzipielle Überlegungen und Gedankenanreize:
--Das ein 'klassischer' MINI-Schrauber die Wartung macht ist die beste Grundlage.
Der wird MINIs mögen und verstehen.
--Inwieweit er sich mit Elektronik auskennt ist wieder eine weitere Frage.
Es könnte aber zum Teil dieses Forum helfen.
--Da das aber nicht immer von 'jetzt auf gleich' geht, kommt ein neues Problem. Die Pendelei, die dauernde Abhängigkeit von der Frage:"Wird er heute Morgen garantiert das tun, was ich von ihm erwarte und worauf ich angewiesen bin ?"
--Ein MINI kann grundsätzlich ein zuverlässiges Auto sein, keine Frage.
Bei 126.000 Kilometern aber lagen 1970-75 die meisten Autos bereits auf dem Schrott !
Und abgesehen von der Elektronik ist ein jeder MINI bauartsgemäß aus dieser Zeit oder sogar früher.
1971 waren wir als Schüler mit einem 12M von 1961 in Schweden.
Jeder hielt uns für verrückt, mit solch einem alten Auto solch eine Tour zu machen.
Zu der Zeit waren eben 10 Jahre Fahrzeugalter relativ erheblich mehr als heute.
--Und nach solch einer 'langen' Nutzungsdauer, kann es notwendig sein, diverse Grundüberholungen durchzuführen (ausser den Inspektionen, an denen es offenbar nicht mangelte), die aber auch kein Garant sind, daß nicht übermorgen etwas anderes in völlig normaler Abnutzung seinen Dienst einstellt.
Das wäre auch keine unnütze oder unzulässig hohe Ausgabe, nebenbei bemerkt. Deshalb haben Neuwagen solch hohe Abschreibungen (2-3.500 Euro im Jahr oder gar mehr), weil eben mit der dauernden Nutzung auch Zuverlässigkeit verbraucht wird.
--Es ist das übliche Problem, einen Klassiker (und das ist ein jeder MINI, speziell mit 126.000 Laufleistung) als Alltagsauto zu bewegen, speziell wenn man nicht selbst schraubt.
Eine schwere Entscheidung, bei der man nicht wirklich helfen kann.
Etwas fraglich scheint es (mit aller Vorsicht), ob bei den kurz angerissenen Reparaturen tatsächlich so umfangreiche Vorarbeiten notwendig waren wie der Ausbau des Getriebes.
Aber das kann der MINI-Schrauber vor Ort besser beurteilen, der das Auto und den Fehler kennt.
Andreas Hohls