Beiträge von Andreas Hohls

    Wie 'MINI-MARTIN' sagte, wird dem Motor u.U. eine längere Strecke Autobahn mit hoher Drehzahl gut tun. Ca. 50 Kilometer hin und zurück = 100 total sollten genügen.

    Dann ist der Motor schön durchgewärmt (schön vorsichtig warmfahren beim Anlaufnehmen) und eine Überprüfung des Abgaswertes (oder Kerzenbild) bzw. der Zündung(Zündzeitpunkt und Schließwinkel) wird zusätzlichen Aufschluß bringen.
    Bei der Gelegenheit ebenfalls den Luftfilter auf Verschmutzung prüfen und die Ventile einstellen, und die vorgeschlagene 'Motoreninspektion' wäre gleich miterledigt.

    Andreas Hohls

    Die Art der Zugstreben und Antriebswellen deutet schon auf einen Abkömmling der MINI-Familie hin.

    'Neu' kann im Wortzusammenhange auch bedeuten :"Jetzt neu im Fahrzeugbestand" und muß nicht heißen "Gerade gebaut worden".

    Für Ortskundige ('MINI91') wäre das ein Tel.Anruf und der Spekulation ist ein Ende gesetzt.

    Andreas Hohls

    Und 'Schalthals'getriebe heißt das auf Deutsch.
    'Remote' bedeutet nur 'weggebaut'. 'Remote Areas' sind abgelegene Gebiete.

    'Hardy Spicer'(Stahlkreuz)--Gelenke wären in der Tat überraschend, da zu einem 1100er nicht zugehörig.

    Zunächst wäre zu klären, ob die Montagebolzen des Schalthalses horizontal oder vertikal eingeschraubt werden, wie zuvor gefragt.
    Das bezeichnete die Herkunft des Getriebes.

    Wäre es eine originale Antriebseinheit, dann würde die vermutlich zur Bauserie 'Allegro-Vorgänger' gehören (AUSTIN/MORRIS 11/1300 'Flunder').

    Großes Diff.Rad geteilt durch kleines Abtriebsrad der Hauptwelle ergibt das Übersetzungsverhältnis.
    A und A+ ist querverwendbar, nur als Paar zu verwenden und nicht untereinander mixbar.

    Andreas Hohls

    Im gutsortierten Fachhandel (fast) alles für 'Remotechange'-Getriebe noch zu bekommen, auf jeden Fall die üblichen Verschleißmaterialien, da auch sehr viel baugleich.

    Ebenso originale AT-Getriebe noch zu bekommen (3.44er wohl häufiger als 3.76er).

    Das vorhandene Getriebe dürfte mit guter Wahrscheinlichkeit nicht MINI sondern FLUNDER sein (Silentblock zwischen Diff. und Schalthals und Verschraubungen Diff/Schalthals horizontal und nicht vertikal).

    1100er hat andere Kompressionshöhe und andere Kurbelwelle und Kopf.

    Andreas Hohls

    Ein bißchem mehr zur Sache wieder:

    --Häufig ist das beschriebene Problem eine typische Folge eines vorherigen Fehlers.

    --Manche Bremsen rubbeln, nicht nur weil die Scheiben unrund sind, sondern weil der Antriebsflansch nicht fluchtig auf der Längsverzahnung sitzt.Wenn man vorsichtig die Scheibe samt Flansch abzieht, dann sieht man das.

    --In diesem Falle ist mindestens der Flansch, manchmal auch das Gelenk aussen mit zu erneuern.
    Tut man das nicht, dann paßiert das Beschriebene. Nach ein paar Wochen rubbelt es wieder und das geht soweit, daß man das Rubbeln im Pedal merkt.

    --Dann hilft nur, die Scheiben und Klötze erneut zu erneuern, mindestens aber die Scheiben, und zusätzlich müßen --siehe oben-- Flansche und evtl. Gelenke aussen gewechselt werden.

    Daß der Vater das selbst macht ist durchaus in Ordnung, nur muß er sich (beim Lieferanten der Teile) in obiger Weise beraten lassen, da er die Detailkenntnisse noch nicht haben kann.

    Das erspart Enttäuschungen, doppelte Arbeit, doppelte Ausgabe.

    Andreas Hohls

    HIER GEHT SICHERLICH ETWAS DURCHEINANDER !

    Warum sollte wegen einer Lichtmaschine, einer Wasserpumpe und eines recht unkonkret als 'ANTRIEBSWELLENLAGER' bezeichneten Bauteiles
    a) ein neuer, gebrauchter Motor eingebaut werden (der Motor hat nun mit keiner dieser Komponenten etwas zu tun, da es alles Anbauteile sind.
    b) die Reparatur 1000 EURO kosten ?

    Da es sich um einen 1000er scheinbar handelt, muß
    Wasserpumpe GWP134 (nur original bitte !) verbaut werden (neu !!)
    Lichtmaschine GXE8211 (=17ACR) genügt, wenn nicht eine extrem große Licht- oder Musikanlage verbaut wurde (aber nur Neuteil einbauen oder Gebrauchtteil mit Laufleistung unter 50TKM und bekannter Vorgeschichte, da zu stramme Keilriemen die Lager in kurzer Zeit 'liefern').

    Und dann bitte genauer beschreiben lassen, was mit diesem Antriebswellenlager gemeint ist.

    Andreas Hohls

    Prinzipiell ist das garkein Problem, siehe Vorbeiträge.

    Ende der '70er bedeutete das jeden Samstag und teils Sonntag (nur für den MINI) Akkord Drehbänke putzen, bei einem Akkord(!)grundgehalt von 6.50DM, welches durch 20 Minuten Pause am Tag aufgeteilt in 4 à 5 Minuten auf 9DM durchschnittlich gesteigert wurde (damaliger Spitzenlohn in der Kolonne).

    Zusätzlich auf Volksfesten und Bällen Theke machen...................

    "und dann klappt das auch mit dem Studenten-MINI" (wie in Anlehnung an eine Werbung zu formulieren wäre.

    Da das Schrauben auch nicht vom Studium ablenkt, sondern willkommene Pausenfüllung ist, um auf andere Gedanken zu kommen, muß das das Studium um keinen Tag verlängern !

    Ein ganz anderes Problem könnte es jedoch sein, daß es 30 Jahre später erheblich viel schwerer geworden ist, überhaupt Jobs auf Dauer zu bekommen, bzw. das Schrauben auf dem Wohnheimparkplatz mit 50M Kabeltrommel nur noch sehr selten geduldet wird.

    (Tip: 'Kopf runter und durch')

    Andreas Hohls

    Ohne'den Prüfstand des kleinen Mannes' wird es aber auf garkeinen Fall gehen und dazu gehören recht umfangreiche Fahrten (5-10 Kilometer) je Strecke.
    Und die Autobahn ist unverzichtbar, weil nur dort hat man Gelegenheit ungestört über Distanzen mit gleichbleibender Drehzahl zu fahren.

    Das wiederum ist nötig, um sich in den Motorenlauf 'hineinzufühlen', bzw. ein Kerzenbild entstehen zu lassen.
    Im Stand geht das nicht, weil dem Motor die Last fehlt.
    Im Stand kann man bei sehr viel 'Ohr dafür' eine Grundabstimmung nach Verbrennungsgeräusch durchführen.

    Gut, dann man los und die Daten hergeben.

    Andreas Hohls

    --Stefan Estate und Mini T
    Das ist ganz einfach zu beantworten:
    a) Wettbewerbsmotoren werden auf der Wasserbremse entwickelt und voll belastet.
    Die haben jedoch bis zu 1/10mm Kolbenspiel.
    Als einer unserer Motoren einmal größere Probleme auf dem Prüfstand verursachte, da nicht die gewünschte Leistung entstand und zu finden war,
    da mußte er nach Erreichen des gewünschten Verhaltens und Leistungsbildes nach der Prüfstandsphase motorenbauerisch wieder neu aufgebaut werden, weil zu weit verschlißen.

    b)Tuningmotoren werden auf der Wasserbremse entwickelt und der '0'-Motor einer Kleinserie kommt direkt auf den 'Dyno'. Der fängt dann aber bei 30.000 Kilometern bereits an übermäßig Öl zu verbrauchen. Da er 'dem Chef' oder eben der Firma gehört, ist das hinzunehmen.
    Ein Kunde oder Selberschrauber erhoffte längere Laufzeiten.
    Was die ABT-Empfehlung bestätigt.

    Wenn man sich mit Motoren beschäftigt hat, weiß man das und verhält sich danach.
    Wenn man es nicht weiß, wird man es irgendwann mit viel Lehrgeld erlernen müssen. (Das sollte Olaf Lampe erspart werden)


    Olaf Lampe
    Obwohl ein Kaufmann solch eine Sache genauso dringend haben muß wie einen Kropf, kann ich (aus reinem Willen zur Hilfe !) Folgendes anbieten:
    E-Mail schicken mit allen spezifischen Daten des Motors:
    Hubraum/Nockenwelle/Verdichtung/Verteiler/Zündzeitpunkt/Vergaser/Luftfilter/Bisher verwendete Nadeln und mit welcher Nadel, bei welchem Düsenstockunterstand das bisher beste Laufverhalten erzielt wurde und inwieweit es trotzdem unbefriedigend war/Welche Vergaserfeder wird gefahren.

    Mit diesen Angaben, der Bereitschaft zu Testfahrten (keine Vollast nötig), evtl. 2-3 zu kaufenden Vergasernadeln, sollte die Einheit in einen Laufzustand versetzbar sein, der für die ersten 3000 Kilometer mindestens reicht.
    Und mit etwas Glück, ist ein Prüfstand dann garnichtmehr nötig.

    Andreas Hohls

    Wenn man nicht übermäßige 'Alterung' in Kauf nehmen möchte, dann sollte ein Motor nicht vor dem Ende der Einfahrzeit von 3.000Kilometern auf dem Prüfstand voll belastet werden.

    In der Regel kauft oder baut man einen Motor 'zusammen' mit einem erfahrenen Lieferanten.
    Sofern man bereit ist, die vom Lieferanten vorgeschlagenen Systeme (also ausgesucht aufeinander abgestimmte Komponenten !)zu übernehmen, kann man vom gleichen Lieferanten Bestückungen erhalten, die grundsätzlich schon einmal stimmen.
    Da benötigt der Motor samt Gemischaufbereitung nur noch eine Grundeinstellung (OHNE Abgastester !!!):

    Die Feinabstimmung wird dann nach der Einfahrphase per Testfahrten mit Kerzenbildkontrolle (bei ausreichend Erfahrung)unternommen, oder auf dem Prüfstand.
    Und JETZT kommt erst der Abgastester in's Spiel.

    Der Abgastester mißt das Abgas bei einer gegebenen Drehzahl im Stand ohne Last und ohne Fahrbetrieb.
    Der MINI ist aber ein Fahrzeug und kein Stehzeug.
    Ergo herschen unter Last im Vergaser ganz andere Verhältnisse und ganz andere Teile des Nadelprofils sind in Aktion. Bei Serienautos ist das etwas Anderes.

    Wenn alle Tests und Einstellungen abgeschlossen sind wird im Stand das Abgas gemessen und als Wert notiert.

    "Wenn mein MINI bei Drehzahl 'X' den Abgaswert 'y' hat, dann ist er auch unter Last korrekt ."

    Dieses Wissen wird gespeichert und zukünftig muß nur noch der Wert im Stand hergestellt werden, damit es unter Last stimmt.

    Andreas Hohls

    Ohne zu tief einsteigen zu wollen, da das tatsächlich ausschließlich Fragen betrifft, die zwischen Verkäufer des Motorenkonzeptes und Kunden zu beackern sind, trotzdem ein paar Anmerkungen.

    --Auch eine viel zu fette Nadel kann Magerlaufsymptome hervorrufen ! Dann geht der verzweifelte 'Probierer' immer fetter und fetter in der Nadelauswahl und entfernt sich noch weiter von einem fahrbaren Zustand.
    Je weiter aber das Gemisch 'aus der Richtung' ist, desto schwieriger ist die Analyse und Korrektur des Problemes.

    --Ein CO-Tester ist für Abstimmungen ungeeignet. Der kommt erst zum Einsatz, wenn die Abstimmung passiert ist (oder paralell auf dem Prüfstand).

    --Eine KCMD276 kann garnichts ! Sie hat weder das Drehmoment der 260/270°, noch das Drehvermögen der 280/290°. Da hilft auch der (obligatorische) Einsatz der Hochhubwelle wenig, die ohnehin zu jedem 1300er Tuningkonzept gehört.

    --Eine Verfeinerung eines Konzeptes sollte und kann in der Tat sehr viel Freude machen. Aber es sollte sich um 'Verfeinerung' handeln und nicht um 'Zumlaufenbringen'.
    Zweiteres bringt in einen neuen Motor problemlos 15.000Kilometer Verschleiß innerhalb von 500-1.000 Kilometern.

    Andreas Hohls

    Ein Blechstück geht nicht.
    1. Ist die richtige Wölbung hinzubekommen ein enormes Problem.
    2. Wird verspannungsfreies Schweißen nur mit Mühe gelingen.
    3. Ist in dem Dach soviel Bewegung, daß das mindestens Riße im lack geben wird.

    Eine neue Dachhaut ist teuer, aber ein Garant für ein brauchbares Ergebnis.

    Andreas Hohls