Von unten hineinzuschauen zeigt so gut wie nichts.
Wenn dort schon etwas Dramatisches zu sehen ist, dann ist ohnehin 'oben' schon alles zu spät.
Erst oberhalb des Kolbenbodens (Kippkante), bzw. auf dem Kolbenboden ist ein Verschleißzustand und evtl. ein kommendes Ölverbrauchsproblem zu erkennen.
Wenn man allerdings die Lager aufmacht, dann macht man sie nach dem Vermessen der Kurbelwelle auch besser neu, als sie nach Inaugenscheinnahme einfach wieder zuzumachen.
Das mögen gebrauchte Lager nämlich nicht so gerne.
Wenngleich es hier im Grunde nicht um konkrete Zahlen und Beträge geht, trotzalledem den Ball aufgenommen.
100 Euro sind für einen gebrauchten Motor nicht viel Geld.
Allerdings 100 Euro auszugeben, erst zuhause dann den Kopf demontieren zu können , um dann festzustellen , daß 'gekauft wie nicht gesehen' ein schlechter Kauf war, das ist wenig erquicklich für beide Seiten, da es Diskussionen nach sich zieht.
Der Verkäufer indes hat von einem demontierten Kopf keinerlei Nachteil.
Im Gegenteil weiß er dann selbst, was er zum Kauf anbietet und ist auf der besseren Seite. Auch die Lagerung ist mit demontiertem Kopf nicht aufwändiger.
Entsprechend gibt es keinen vernünftigen Grund, einem Interessenten diesen wichtigen Blick 'hinein' zu verwehren.
Andererseits, verwehrt es der Anbieter und der Käufer kauft trotzdem, ist es ja in der Verantwortung des Käufers. Es wäre nur dumm vom Käufer, dann nicht von der Absicht Abstand zu nehmen, oder er pokert gern.
Andreas Hohls