Also ich habe eine Flipfront seit fast 18 Jahren montiert.
Die erste Ausführung war aus GFK die ich mit viel Aufwand und Geld
erst einmal in einen Stabilen Zustand bringen musste.
Der Nachteil bei GFK ist auch dass im Harz befindliche Lösungsmittel längere Zeit unter Temperatureinwirkung ausgasen und der Lack bzw. die Haube ihre Form verändert.......meiner Meinung nach nur bei Racing zu verwenden.
Nach ca. 5 Jahren bin ich dann auf eine Flip-Front umgestiegen die ich aus original Blechteilen angefertigt habe und heute noch fahre.
Diese wurde mit Knotenblechen und diversen Versteifungsblechen in einen
stabilen Zustand versetzt.
Als verriegelung habe ich zwei Haubenschlösser von Mercedes verbaut, diese werden über Seilzug entriegelt.
zur justierung an den Dreiecksblechen babe ich ebenfals von Mercedes Schiebetüren Einstellkonusse vom glaube 307er verbaut.
Das Scharnier an der Vorderachse ist Homemade und durch herausziehen der Bolzen leicht zu trennen.
Die haube wird mit zwei Gasdämpfern in der geöffneten Stellung sicher gehalten......Seilzug oder Kabel oder ähnliches war mir nicht gut genug.
Die Elektrischen Verbindungen zu Lampen und Blinkern kann mittels einem
Kompistecker getrennt werden.
Die Front lässt sich spielend leicht abnehmen und bei seite legen somit ist die Montage an meinem 16V Hondtriebwerk sehr einfach.......allerdings beschränkt sich das montieren mehr auf putzen und polieren des Motors, es geht nichts mehr kaputt.
Zu dem TÜV ist zu sagen dass wenn die Sache einen guten Eindruck macht und der Rest des Autos auch der Prüfer /Ing. sich bestimmt dafür erwärmen kann und den Umbau auch Einträgt.
W I C H T I G !
Die Vorderachse muss abgestützt werden, Die Serien Gummilager der Achse müssen dann auch gegen "Feste" getauscht werden. (gibt es bei unseren Teilehändlern z.B. MiniMania) Das hat zur Folge dass der Mini auch besser/direkter auf der Strasse fährt.
Ich wünsche jedem der sich an diese Sache wagt gutes Gelingen und Erfolg beim TÜV.
P.S. Gut ist wenn man nicht gleich sieht dass eine Flipfront montiert ist
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Der Punkt an der Geschichte ist Folgender:
--Ja, der Mann beim TÜV wird das lieber sehen,wenn dort irgendwelche Streben verschraubt oder verschweißt wurden, solange man ihm keine (schriftliche !) Begründung liefert, warum man was , wie gemacht hat.
--Erklärt man ihm aber, (mit bestmöglicher technischer Zeichnung) warum man genau das nicht gemacht hat, was es für ein 'paar Pfund fünfzig' ab Regal zu kaufen gäbe, dann weiß er, daß man sich zuvor Gedanken gemacht hat.
--Und mit dem MINI und der Zeichung und dem schriftlichen Umbauplan, geht man ohnehin am besten vor Beginn der Arbeit dorthin und bezieht den Ingenieur mit ein.
Wenn er nach vollendeter Tatsache nur noch als 'Stempelgeber' sich verstanden fühlt, dann ist die Bereitschaft ohnehin gebremst.
Nochmals zur Sache:
Die Streben , welche vorn auf den Rahmen laufen sollen, können im besten = höchsten Falle am Knotenblech zwischen Quertraverse und Radhaus angelenkt werden.
Ja, der Bereich um den Rahmenbolzen ist als Drehpunkt zu verstehen, da der Rahmen vorn entweder nach oben oder nach unten ausweichen will (Frontunfall)und um den oberen Drehpunkt drehen möchte.
Da aber haben die Streben, wenige Zentimeter oberhalb des Drehpunktes, fast keinen Hebel !
Der hintere Ausleger des Rahmens allerdings hat einen großen Hebel und ist ein strukturiertes Blech. Der hält sehr viel, vorausgesetzt (!) der Bereich des Bodenbleches, an welchem er verschraubt ist, ist entsprechend aufgedoppelt und verstärkt worden.
Ich hielte dem TÜV-Mann gegenüber diese Schlußfolgerung für technisch stimmig und überzeugend.
Selbstredend sind alle Aufnahmepunkte ohnehin unter Verwendung von Metall starr gesetzt worden.
Andreas Hohls