Das kannst du nicht miteinander vergleichen. Die Probleme früherer Autos konnte im Prinzip jede Werkstatt lösen. Heute braucht man für die ganzen Elektronik- und Softwareproblemchen jemanden der sehr spezifisch geschult ist. Und die Leute sitzen dann zu 90% bei der Markenwerkstatt.
Hätte ich jetzt einen modernen BMW mit Elektronik-Aua, müßte ich mindestens 40km zur nächsten Vertragswerkstatt fahren. Hätte ich ein C Kadett mit Rostproblemen, oder am Motor was hätte ich gar nicht soviele Finger an beiden Händen, wie ich im Umkreis von 5km Werkstätten hätte.
Und die freien Werkstätten haben nicht diese völlig überteuerten Stundensätze.
Und wenn du jemanden finden müsstest, der einen historischen Vergaser g'scheint einstellen kann? Wenn Du z.B. 'n 280er /8 mit Solex-Vergasern hast. Da musst Du sehr weit fahren, bis Du jemanden findest, der die Monster-Teile richtig einstellen kann... Das kann auch nich jede freie Werkstatt. Die, die das damals gelernt haben sind ausgestorben oder nich mehr aktiv im Beruf.
Das macht nämlich gerade eine Kehrtwende... Die Ausbildung ist ja auch nicht in den 70ern stehen geblieben
Deswegen heist das heute 'Mechatroniker' (Zu Recht!) und orientiert sich ganz an den Bedürfnissen der heutigen Zeit. Und das sind nun mal zum ganz großen Teil die hier so oft so verschrienen "Plastik-Computer-Schüsseln".
Als Selberschrauber kann man die alte Technologie bis in die 80er hinein besser beherrschen. Dann braucht's aber auch keine Werkstatt die das kann, wenn Du das selber kannst. Aber wehe, Du kannst an deinem Mini nicht selber schrauben und brauchst 'n Speziliasten der richtig mit SU Vergasern z.B. um kann, oder Traggelenke korrekt einstellen kann, Schwingen aufreiben kann usw... Musste genauso suchen und fahren. Gerade als Oldtimer-Fahrer bist Du doch zur Selbstständigkeit gezwungen.
Der Vergleich hinkt doch gewaltig... Und nich jeder lebt wo sonst nur Kuhweiden leben
(Spaß muss sein, oder? ;))
Gruß,
Jan