Warum der Dif. Pin? Den hätte ich als letztes vermutet.
Bei Geradeausfahrt hat der Pin nichts auszuhalten da sich die auf ihm befindlichen Planetenräder stillstehen. In Kurvenfahrten sieht das anders aus und gerade dann wenn noch Last auf den Antrieb = Beschleunigen dazukommt. Dann rotieren die Zahnräder auf dem Pin, es entstehen relativ hohe Drücke auf kleinster Kontaktfläche des Pins.
Und jetzt die Gretchenfrage: Welches Öl hättest du als Diff-Pin jetzt gerne um dich herum? "Dickes" oder "dünnes"? Jetzt darf man nicht annehmen, daß (umgangssprachlich) dickes Öl es erst gar nicht in den Spalt zwischen Zahnrad und Pin hineinschafft, das funktioniert bestens. Die Frage ist, wie "dick" ist der Ölfilm zwischen den Bauteilen und wie leicht oder schwer lässt sich das Öl bei Druckbelastung verdrängen?!
Zweiter Aspekt: Eine Laboranalyse(!) und kein abendlicher Stammtisch hat ergeben, daß die Ölviskosität in einem Mini Motor sich mit der Zeit so verändert, daß beispielsweise aus einem 20W-50 ein 25W-40 und später ein 30W-30 usw. wird. Heißt der Wert auf den es wirklich ankommt, nämlich die Zahl hinter dem "W", wird immer kleiner, das Öl bei 100°C immer "dünner".
Also ist es doch sinnvoll, bei frischem Öl möglichst hoch mit dem W- Wert einzusteigen, damit genug Reserven vorhanden sind.
Und zum Synthetik Öl sei gesagt...mehrere 100tkm in verschiedenen Motoren mit PS Leistungen von 42 bis 100 haben weder einen Getriebe, noch einem Motorschaden erlitten, ganz im Gegenteil, die laufen wie "geschmiert"
. Wenn dann beim Ölwechsel kaum bis keine Späne an der Ablaßschraube zu sehen sind...was will man mehr?
Das letzte Bild in diesem Artikel zeigt einen Ablaßstopfen der sich durch die Verwendung von 10W-60 Vollsynthetisch ziemlich langweilt
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Artikel
Vorgehensweise zur korrekten Beurteilung der Spanansammlung an der Ölablaßschraube
Madblack
4. Juni 2021 um 18:21